Ohne Moos nix los!


Warum meinem Kater Rollo die Zeitschrift Kot und Köter gefällt

Mein Kater Rollo war heute morgen sehr erfreut, hatte ihn doch eine Nachricht gefangen. Seit April dieses Jahres gibt es eine Zeitschrift mit Namen: Kot und Köter. Nun ist hinlänglich bekannt, was mein Rollo für ein Hundefreund ist. Schon von weiten lächelt er den Spitz meiner Nachbarin mit seinen Zähnen an. Und wie er dabei liebevoll faucht! Ja, mein Rollo ist ein richtiger Hundenarr.

Während ich meinen Kaffee trinke, hoppst Rollo vergnügt über die Tastatur meines Rechners. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und vertiefe mich ebenfalls in die Nachricht. Die hanoversche Allgemeine berichtet in ihrer gestrigen Ausgabe von dem skurrilen Einfall des Hamburger Journalisten Wulf Beleites und seiner Passions des Hundehassens, die er seit zwanzig Jahren verfolgt und die nun endlich ihren Höhepunkt in der Gründung der Zeitschrift Kot und Köter findet. Na prima, da hat jemand 20 Jahre lang Zeit und alles was ihm einfällt ist ein abfälliger Titel über liebevoll helchelnde und treu aufblickende Hunde. Au! Das hört mein Kratzkater nicht gern. Dann schlage ich eben originellere Titel vor: Sabberattake auf vier Pfoten. Das sabbernde Monster mit den doofen Augen. Der reißende Kissenkiller. Das Flohparadies auf vier Pfoten. Der schwanzwedelnde Botschafter des Kackens. Hier beginnt Rollo zu schnurren und sich an der aufgekratzte Stelle meiner linken Hand anzuschmiegen. Offenbar habe ich sein Wohlwollen gewonnen.

Ich trinke den Rest aus meinem Kaffeebecher aus und stelle die Tasse rechts neben den Rechner. Da lässt Rollo von mir ab und läuft – quer über die Tastatur – zu der Tasse. Offenbar will er sein Gesicht am Henkel der Tasse reiben, die Tasse will das aber scheinbar nicht und rettet sich, indem sie sich freiwillig von Tisch stürzt. Klirr! Und was tut mein Katerchen? Er dreht sich zu mir um und setzt seine Unschuldsmine auf. Ich schüttle den Kopf und dabei springt mir der letzte Satz des Artikels ins Auge, das ein Zitat von Herrn Beleites ist. Er sagt: „Ich würde die Abneigung gegen Hunde immer mit einem Augenzwinkern kundtun.“ Soso, kommt es mir dabei in den Sinn, dafür, dass er Hunde hasst, besitzt er aber noch ein Quentschen Humor. Vielleicht sollte ich auch eine Zeitung gründen. Einen passenden Namen hätte ich bereits: Kot und Katzen. Auch das hört mein Katerchen sehr ungern, anstatt aber wieder die Krallen auszufahren, setzt er sich schnurrend vor mir auf den Tisch und neigt seinen Kopf leicht zur Seite. Ich vergebe ihm!

Und wenn er heute nichts weiter kaputt macht, wird es für uns beide ein Tag zum schnurren.

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