Ohne Moos nix los!


Deutsche Kritik an deutscher Politik

(he) Auch wenn Merkel und Schäuble bei Umfragen, wie dem Deutschlandtrend, immer noch Bestnoten zu Teil werden, so scheint ein Umdenken stattzufinden. Selbst die Springerpresse im Namen der "WELT" musste sich dieser Tage dazu äußern.

Immerhin werden NATO-Beschlüsse hinterfragt und der Russe an sich nicht mehr nur als Gefahr gesehen. Auch die Einsätze der Bundeswehr in aller Welt sieht der Deutsche nicht als unbedingt notwendig an. Selbst die NATO- und EU- Osterweiterung will die Mehrheit der gefragten Bürger nicht. Demgegenüber erscheinen jedoch die Befürworter der EU. So wünschen sich, nach dieser Umfrage, 65% eine stärke Integration Deutschlands in die Europäische Union. Die Gemeinschaft, so die Aussage, biete Schutz in Krisenzeiten und der Deutsche könne dank der EU in Sicherheit leben.

Müßig wäre nun die Frage, ob die Krisen nicht unter anderem gerade durch die EU und ihrem Expansionskurs entstanden sind. Doch diese Frage und andere tiefergehenden wurden nicht gestellt.

Besonders interessant ist es, wenn man die Aussagen zwischen Ost und West vergleicht. Sieht der westliche bundesdeutsche Raum sich in einer knappen Mehrheit noch an die NATO und damit den USA verbunden, so sinkt diese Verbundenheit im Osten auf ein knappes Drittel. 25 Jahre nach Mauerfall kann dies allerdings nicht mehr an der unterschiedlichen politischen Bildung liegen. Viel mehr, so scheint es, ist der ostdeutsche Bundesbürger neutraler eingestellt und würde sich für Deutschland eine neue Rolle als Vermittler wünschen. Doch diese Möglichkeit wurde 1990 verpasst, als es Angebote aus Russland gab und die BRD die Möglichkeit hatte ein neutraler Staat in der Verteidigungs- und Kriegspolitik zu werden. 

Der deutsche Traum vom Frieden konnte durch diese Politik zwar in Mitteleuropa bisher in Erfüllung gehen. Aber keineswegs wurde der Wunsch erfüllt, "daß nie eine Mutter mehr Ihren Sohn beweint." Zu viele junge Männer und Frauen starben und verletzten sich irgendwo auf der Welt, um die Bündnisverträge zu erfüllen. Gerade 100 Jahre nach Beginn des I.Weltkrieges sollte man über den Sinn und Unsinn von Bündniszwängen nachdenken. Denn ohne diese Zwänge hätte vielleicht auch der Deutsche im Deutschland 1914 sicher leben können – eben jene Sicherheit spüren können, die sich heute so mancher Bundesbürger von der EU erträumt! 

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