Der Deutsche zählt nicht im eigenen Land

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(he) Nun also hört halb Deutschland auf einen gebürtigen Türken. Dieser Mann, der gern die Gossensprache mit- oder benutzt, steigt in der Bücherparade steil und stetig. Akif Pirinçci nennt man ihn – und er spricht wohl die Sprache des Volkes. Nicht unbedingt seines, wohlgemerkt. Sind es doch gerade Türken die ihn missbilligen oder Anhänger der Türken, die uns erklären wollen, dieses Volk hätte Deutschland aufgebaut. Unsensible, treue Fanatiker also.

Doch wundert es wirklich einen, dass dieser Akif mehr darf, als wir?

 

Wir hatten den Versuch mit Sarrazin und Ulfkotte. Der eine Zahlen-, der andere Detailverliebt. Nichts also für den braven deutschen Michel, der sich geniert, wenn er nicht die WELT oder den FOCUS im Bahnhofspressehandel ersteht, sondern die gut versteckte Bückware ordert. Ganz leise steht er da und verlangt die Nationalzeitung, die Deutsche Stimme, die Junge Freiheit oder wie die Blätter heissen mögen. Heimlich bestellt er sich den Preußischen Anzeiger im Netz, kommt sie doch als neutrale Post ins Haus.

Und so kann er Pirinçci's Buch weltoffen kaufen. Ist er doch ein Türke und Türken sind gut, sind super! Immerhin zeigt Coca Cola in ihrer Weltmeisterschaftswerbung auch die deutsche und türkische Flagge im Verbund – man möchte den in Deutschland lebenden ja nicht verprellen. Und es zählt die, wenn auch nur gefühlte Mehrheit. Auch und gerade im Verkauf!

Währenddessen werden Meinungen nur noch geflüstert weitergetragen, wie einst zu Stasi-Zeiten. Könnte doch ein falsches Ohr an dieser Meinung missfallen finden. Menschen hinter Masken verstecken sich und geniessen Vertrauen, wenn sie in Videos mit Computerstimmen agieren. Man selbst nennt sich Klebestift oder Otto Normalo, um nicht den eigenen Namen mit der eigenen Meinung verknüpfen zu müssen, sofern sie nicht ins staatsverordnetes Korsett passt. Und so werden die Meinungen verwaschen, bis zur Unkenntlichkeit. Kein Mann, keine Frau steht dahinter, sondern ein etwas, ein Anonym.

Solange jedoch dies sich ein Preuße, ein Hesse, ein Bayer, ein Thüringer mit sich geschehen lassen, steigen die politisch korrekten Moralapostel auf höhere Ebenen. Auf Ebenen, auf Wolken von denen der Mitdenkende sie nicht mehr herunter bekommt. Sie fallen erst, wenn ihre Luftschlösser zerplatzen. Doch diese Wolkengebilde verfestigen sich ohne unser Zutun. Wir können nur dagegen steuern. Offen, ohne Maske!

Doch für diesen Schritt, so scheint es, brauchen wir neben den Ulfkottes, den Sarrazins, den Steins und wie sie heißen mögen, die Pirinçcis und Broders. Ja, wir brauchen sogar den eingebürgerten Polen, den hier lebenden Griechen, die uns aufzeigen was falsch läuft. Da wir, als Deutsche, keine Einigkeit mehr kennen und von Toleranz so gläsern und durchschaubar, von Gutmenschendenken so abgerundet und willenlos geworden sind, sind wir uns nicht mehr selbst. Wir sind eine ecken- und kantenlose Hülle von dem was wir waren. Und so mancher Wolf zieht sich unsere Hülle über und verkauft uns an uns selbst. Ein einfaches Unterfangen. Sind wir doch nur noch ein Stück Leder ohne Seele, ein Baum der seine Wurzeln selbst abgesprengt hat, der seine Blätter in die Farben der Welt wechselt ohne auf die Wetterbedingungen zu achten. Ein Baum ohne Holz, mit morscher Rinde. Eben etwas, das die Natur kaum mehr braucht und in Humus für eine neue Saat verwendet. Und dennoch könnte es die Saat sein, die den Baum wieder zum Leben erweckt, Sprösslinge, die ihren Baum (er)halten und für neue Triebe sorgen. Dann könnte der Baum wieder Wurzeln schlagen und von innen heraus erstarken.

Doch – die Augen öffnen können nur fremde Propheten, denn der Philosoph zählt im eigenen Land nur wenig. Doch verstehen wir uns wieder selbst, so wird auch auf die Entwickler unserer Zukunft gehört. Ganz ohne fremdes und nur terminiertes zutun. Dann aber ist ein Stein am Rollen, den nicht einmal Sysiphos aufhalten könnte. Vergessen wir nicht, auch Diogenes von Sinope verlies irgendwann seine Tonne, wenn auch unter Schmerzen.

One thought on “Der Deutsche zählt nicht im eigenen Land”

  1. das problem ist doch, dass bei uns nur das linke paradigma bedient wird. in den usa wird auch das rechte bedient, z.b. fox news, man kann ja für einwanderer sein, aber man kann auch gegen sein. ich bin zumindest gegen die meisen asylbewerber und gegen die art von einwanderung wie wie sie in der vergangeheit in der mehrheit hatten. evtl. mal ein bißchen von australien z.b. was abschauen, einwanderung ja, aber bitte leute die sich selber ernähren können und wollen. aber unsere presse landschaft kotzt mich an. da ist mir teilweise die us version lieber, die verarscht die leute zwar, aber dafür kann man da auch durchblicken, ohne dass man ständig belehrt wird, so wie das hier der fall ist

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