Hamburger “Bettel Express”

Allgemein, Deutschland ,

(he) Manch eine gute Sache, kann sich als extrem ungut erweisen. Da erschuf man in Hamburg einmal einen Shuttle-Service für Obdachlose. Der Sinn dahinter: Sie könnten im warmen schlafen und trotzdem tagsüber auf "ihrer Platte" leben, oder was man dafür halten mag. Eine gute Idee, denn so manchem Obdachlosen ist seine Platte, also sein Lebensbereich, wichtiger, als Nachts im warmen schlafen zu können – selbst im Winter. Dieser Winter-Not-Dienst macht also Sinn, bis… ja bis osteuropäische Bettler kamen.

Welch rechte und rassistische Hetze! Als wenn, osteuropas Bettler anders wären als die deutschen Wegelagerer. So etwas kann nur die rechte Presse bringen, darunter der Preußische Anzeiger, nicht wahr? Weit gefehlt. Denn es ist nicht der Preußische Anzeiger, der schreibt:

Hier kommt der Bettler-Express

oder

8.15 Uhr. Weddestraße in Horn. Ein topmoderner weißer Reisebus hält. Die zwei Dutzend Menschen, die einsteigen, sind gut zu Fuß. Trotzdem haben einige Krücken dabei, die sie aber nicht benutzen.

Was das soll? Das wird 20 Minuten später am Hauptbahnhof klar, wo der Bus die Leute wieder ausspuckt: Denn plötzlich sind jede Menge „Gehbehinderte“ unter den Fahrgästen. Die kommenden Stunden werden sie sich humpelnd über die Mönckeberg- und die Spitaler Straße schleppen – bis der Bus sie abends wieder einsammelt und zurückbringt. Mit ihrer Mitleidstour verdienen sie in der Zwischenzeit gut 30, 40 Euro.

Es ist Hamburgs MoPo. Und diese beruft sich auf den Spiegel, wenn sie schreibt:

Hamburgs „König der Bettler“, ein Mann aus Titesti in den Südkarpaten, ist einer von denen, die den „Fahrservice“ in Anspruch nehmen und sich was ins Fäustchen lachen. Dieser Mann, den der „Spiegel“ in seiner jüngsten Ausgabe „Sandu“ nennt, soll ein Heer von Bettlern befehligen. Während seine Leute nachts beim Winternotprogramm unterkommen, wohnt er vergleichsweise feudal in einer Pension.

Er kann sich das leisten, liefern doch seine „Angestellten“ den größten Teil des erbettelten Geldes bei ihm ab. So bringt er es angeblich auf Einkünfte von täglich 800 bis 900 Euro.

Den vollständiugen Artikel finden Sie hier. Und er lädt ein zum mehrfach lesen, ist doch die MoPo Hamburg bestimmt kein "rechtes" Blatt!

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