25 Parteien, 24 Auswahlkästchen, keine Wahl

Deutschland , ,

(he) Die Europawahl kommt und keiner versteht eigentlich was er wofür wählen soll. Zum Teil verstehen es nicht einmal die Wahlwilligen, denn eigentlich hat der Wähler kaum in den Kommissionen oder bei der Wahl der (Ver) Sager etwas mitzureden. Trotzdem wollen 25 Parteien ihre Personen nach Brüssel senden, um dort politisch Weichen zu stellen. So zumindest werden es uns die Wahlplakate versprechen.

Dabei ist es fraglich, ob die Parteien aus der Bundesrepublik wirklich mitreden können. Die Gestaltung unserer Zeit geht zwar von der EU aus, aber die EU selbst hat sich zum Spielball der Welt entwickelt, gänzlich nach deutschem Vorbild. Doch ich schweife aus und möchte hier gar nicht die Brandherde der Europäischen Union innen, wie außen, nennen. Vielleicht gibt es ja doch, in Ihren, in unseren Augen, die Partei, die antritt um Europa zum Frieden zu führen? Schauen wir uns die Liste an:

1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) / in Bayern die Christlich Soziale Union e.V. (CSU)
 
2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
 
3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
 
4. Freie Demokratische Partei (FDP)
 
5. DIE LINKE (DIE LINKE)
 
6. FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)

7. DIE REPUBLIKANER (REP)
 
8. PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
 
9. Familien-Partei Deutschlands (FAMILIE)
 
10. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
 
11. Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
 
12. Partei Bibeltreuer Christen (PBC)
 
13. Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung – Politik für die Menschen (Volksabstimmung)
 
14. Bayernpartei (BP)
 
15. CHRISTLICHE MITTE – Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten (CM)
 
16. AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland (AUF)
 
17. Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
 
18. Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
 
19. Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale (PSG)
 
20. Alternative für Deutschland (AfD)
 
21. Bürgerbewegung PRO NRW (PRO NRW)
 
22. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
 
23. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
 
24. Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)

So mancher könnte nun überrascht schauen, wo sind die Seniorenvertreter, wo die Konservativen Vertreter oder die Vertreter die für eine (neue) Verfassung aufrufen? Wo die Vertreter für ein einiges, fortschrittliches Deutschland? Statt derer hat es wieder eine Spasspartei geschafft anzutreten. Aber auch die "Special Interest" Parteien schafften es wieder auf die Wahlzettel der Bundesrepublik Deutschland.

Da darf man sich fragen, warum diese es schafften, aber bestimmte politische Strömungen es nicht organisiert bekamen, genug Unterschriften zu sammeln, wenn es doch endlich eine Wahl ohne Prozenthürde gibt. Hätten da nicht alle Parteimitglieder und Unterstützer am Rad drehen müssen, um den Karren, ihren Karren aus den Dreck zu ziehen? Oder hätte es nicht endlich die Zeit geboten, vom hohen Ross zu steigen, um gemeinsam jenen Karren Deutschland, jenen Karren EU aus dem Sumpf von Kriegspolitik, Armut und – Verzeihung – Beschiss am Volk zu ziehen? Stattdessen jedoch stahl man sich die Unterschriften und hoffte, träumte, sah sich vielleicht schon auf dem weissen Schlachtross nach Brüssel reiten. Nun verschluckte der politische Sumpf Ross und Reiter. So mancher mag nun insgeheim aufheulen und verlautbaren lassen, wir wollten ja sowieso nicht.

Statt Ihrer nun, werden die üblichen verdächtigen, ihren Gaul beladen, mit Geschenken für die Union. Damit sind keineswegs Geschenke für die Völker und Nationen der Union gemeint. Sonst hätte es eine sorbische, eine dänische Partei oder gar eine preußische, eine sächsische auf die Wahlzettel geschafft. Zu finden ist allerdings nur die Bayernpartei, die für ihr Volk antreten will und mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem halben Wege umdrehen wird. 

Es wurde, wieder einmal, die Chance verpasst, dem Wähler, sei er konservativ oder liberal, sei er national oder kontinental, sei er freiheitsliebend und frei(heits)denkend, eine wirkliche, eine echte, eine reale Alternative für Deutschland und Europa anzubieten. Es wurde verpasst, eine echte Mehrheit zu bilden, die das unternimmt, was ihr Wähler will. So bleibt es abzuwarten, ob Österreich, Frankreich, Skandinavien, aber auch Polen und selbst die Spanier den Auftrag des deutschen Wählers übernehmen, der nun die Qual ohne echte Wahl hat. Denn für viele konservative und liberale und freidenkende Bürger wird es nur Wahlmöglichkeiten mit vielen "wenns und abers" geben. 

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