1.900 neue Todesurteile

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(he) Fast 23.500 Menschen sitzen in Gefängnissen und warten auf die Vollstreckung ihrer Todesurteile, so Amnesty International (AI) in ihrem aktuellem Bericht. 2013 wurden in 22 Ländern Hinrichtungen registriert. Die Gesamtzahl der weltweit berichteten Hinrichtungen beträgt 778. Sie liegt damit deutlich höher als 2012, als es insgesamt 682 Exekutionen in 21 Staaten gab. Trotzdem sei die Hinrichtung als solches eher in einem Abwärtstrend, obwohl Indonesien, Kuwait, Nigeria und Vietnam nach längerer Unterbrechung 2013 wieder Menschen hinrichteten.

Die Zahlen sind erschreckend aber nicht alamierend, zumal der Deutsche sich zurecht legen könnte, dass Hinrichtungen eben in kommunistischen Ländern, in islamistischen Ländern nun einmal dazu gehören. Doch auch  die USA, als einziger Staat des amerikanischen Kontinents, erteilte, im Namen des Volkes, wieder Todesurteile. AI zählte 39 offizielle Durchführungen.

Leider geht aus dem oben genannten Bericht nicht hervor, wieviele Hinrichtungen aus religiösen Motiven durchgeführt wurden oder welche Maßnahmen das Leben der Bestraften ein Ende setzten. Zur Auswahl gibt es viel: durch Schuß, durch Erhängen, durch Köpfen, durch Spritze, den elektrischen Stuhl oder durch Steinigen und andere perfide Varianten. Ebensowenig verrät der Bericht, ob vor dem Urteil der Verurteilte Folter und Qual aushalten musste.

Gestern erst war im Kalenderblatt des Deutschlandsfunks der Name Joseph-Ignace Guillotin gefallen. Sein Name steht für eine humanere Hinrichtung. Was auch immer dies sein soll. Aber "sein" Hinrichtungsgerät könnte wirklich humaner sein, als Giftspritzen und ähnliche Versuche am Menschen.

 

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