„Ich schieß dem Putin in die Stirn!“ (Wolfgang Luley)

Satire & Humor

Wenn Sie morgens um fünf Uhr aufstehen, haben Sie doch sicher auch dieses Gefühl in den Händen, dass Sie dazu drängt alle Menschen, die Sie nicht leiden können, in die Stirn zu schießen und mit Atomwaffen weg zu bomben? Nein? Dann liegt es vielleicht daran, dass Sie nicht Julia Timotschenko sind und nächste Präsidentin der Ukraine werden möchten.

Übertreibe ich? Sicher! Julia Timotschenko hat das nicht zu schlaftrunkener Zeit gesagt und sie meinte auch nicht Menschen, die sie kannte, sondern, pauschal alle Russen, die auf der Ukraine wohnen. Und wen sie noch gemeint hat, auch wenn sein Namen verschwiegen wurde, ist, Wladimir Putin, der Präsident von Russland.

Ja, dieses freche Kerlchen hat etwas Unerhörtes getan, er hat die Bevölkerung auf der Krim gefragt, ob sie zu Mütterchen Russland gehören wollen und hat darüber auch noch abstimmen lassen. Na, wenn ihm dafür nicht eine Kugel in die Stirn gehört, dann weiß ich auch nicht! Wer ist schon Mütterchen Russland im Gegensatz zu Julia Timotschenko!

Inzwischen hat sich Bumm-Bumm- Julia via Twitter zu dem abgehörten Telefonat geäußert. Sie meinte, sie habe das mit den Russen auf der Ukraine anders gemeint, sie haben nicht gesagt, man solle dieses Russen-Pack in die Hölle bomben, nein, sie habe gesagt: „Die Russen in der Ukraine sind auch Ukrainer.“

Was Frau Timotschenko genau gesagt hat, mag einer genauen Prüfung wert sein, ist es aber wichtig? Schon längst ist sie nicht mehr der unumstrittene Liebling der ukrainischen Bevölkerung. Längst hat ihr ein anderer Oppositionsführer den Rang streitig gemacht. Auch er versteht sich auf Bomben; als ehemaliger Weltmeister im Schwergewicht hat Vitali Klitschko zwei Fäuste, mit denen er so manche Gegner auf die Bretter gebombt hat. Und wenn er im Mai die Präsidentenwahlen gewinnt, ist das auch für Bumm-Bumm-Julia ein sicherer K. o.

In einem sind Bumm-Bumm-Julia und Bomber-Klitschko aber einer Meinung: die Wahl der Krim-Bevölkerung akzeptieren sie nicht. Für beide ist und bleibt die Krim ein Teil der Ukraine. Und für Putin? Für Putin ist die Krim ein Leckerbissen für Mütterchen Russland. Wen interessiert eigentlich, was das Volk der Krim will? Mir scheint, die einzigen, die sich in diesem Konflikt für die Krim interessieren, ist die Krim-Bevölkerung selbst.

Wer die Interessen des Volkes nicht ernst nimmt, ist kein Volksvertreter, sondern ein Volkszertreter. Besser, jedes Volk pfeift auf solche Volkszertreter.

One thought on “„Ich schieß dem Putin in die Stirn!“ (Wolfgang Luley)”

  1. Da heisst nicht Klitschko, das heisst  Klitsch k.o.  und Julia Kalaschnikowa. Beide haben ein und dasselbe Intellent-Niveau. Wahrscheinlich diesselbe Unität. 

     

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