Wer hegt Groll?

Allgemein, Deutschland , ,

(jg) Nicht nur im nationalen Lager, auch bei den Gegner und den Medien herrscht Verwirrung. Es geht um eine Person, die in der Pornobranche groß wurde und nun ungeliebter Gast in der nationalen Szene ist: Ina Groll, vielen vielleicht besser bekannt als „Kitty Blair“.

Anfang März sorgte eine Schlagzeile für Verwirrung. Die ehemalige – nach eigenen Angaben – Erotikdarstellerin Ina Groll würde in der an vorderster Front NPD aktiv werden. Öffentlich, nicht als Hinterzimmermitglied.
Was zunächst als „Na gut, wenn sie geläutert“- Nachricht anfing, entpuppte sich als handfester Skandal in der nationalen Szene. Es tauchten Videos von ihrer ehemaligen Tätigkeit auf, die ich nicht weiter beschreiben möchte. Gerne wurde auch der Begriff „Rassenschande“ verwendet.

Mit Erotik hatte dies nichts zu tun, es handelte sich um knallharte „Gangbangs“.
Ein regelrechter „Shitstorm“ prasselte auf die NPD ein, gefolgt von Parteiaustritten.

Fast schon zu Spät erklärt das Parteipräsidium der NPD Ina Groll zur unerwünschten Person. Sie dürfe in keinem Fall zu NPD-Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten aller Art zugelassen werden, ihr würde im Rahmen der geltenden Rechtsordnung Hausverbot erteilt.

Empörung stiftete auch ein Foto, worauf sie mit dem ehemaligen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidat für das Europaparlament Udo Voigt auf dem politischen Aschermittwoch der NPD posierte. Sie untertitelte es mit den Worten: „Ich prostituiere mich wieder! Der Escortservice heißt Deutschland“ auf ihrer Facebookseite.

Längst nicht alle Aktivisten konnten damit beruhigt werden, dass sich Udo Voigt mit etlichen Gästen ablichten ließ und er zu dem Zeitpunkt nicht wusste, wer sie ist.
Parteiintern ist das Thema Groll für die NPD erledigt. Nur im nationalen Lager nicht.
In den späten Stunden des vergangenem Sonnabend tauchte eine Meldung auf Facebook auf: „Der Landesverband der Partei DIE RECHTE Rheinland-Pfalz hat mit Wirkung vom heutigen Tage Frau Ina Groll aufgenommen. Wir freuen uns auf eine parteiliche Zusammenarbeit mit Frau Groll.“ Unterschrieben und veröffentlicht war es vom Landesvorstand. Auch hierüber brach ein sogenannter „Shitstorm“ herein und nach wenigen Minuten verschwand diese Meldung wieder.
Zu spät, denn inzwischen distanzierte sich ein weiterer Verband von Die Rechte via Facebook: „Der Vorstand des DIE RECHTE – Kreisverbands Rhein-Erft erklärt Frau Ina Groll zur unerwünschten Person. Auf keinem Fall darf sie zu Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten jeglicher Art unseres Kreisverbandes zugelassen werden. Ihr wird im Rahmen der geltenden Rechtsordnung Hausverbot erteilt.“
Stunden der Diskussion, der Angst und der Erwartung vergingen, bis sich am Montag der Bundesvorstand von DIE RECHTE zu Wort meldete. Allerdings nur mit einer Schelte gegen die NPD. Kein Wort zum eigentlichem Thema. Bisher ließ Christian Worch, Bundesvorsitzender von DIE RECHTE nur über eine aussenstehende Person verlauten, man werde, sobald der Mitgliedsantrag der Ina Groll vor läge, darüber „basisdemokratisch“ im Bundesvorstand abstimmen. Demnach zeigt sich auch der Landesvorsitzende von DIE RECHTE Rheinland-Pfalz „erschrocken und zugleich erbost, wessen Geistes Kind diese Dame ist.“

Wir werden abwarten müssen, wie die Geschichte ausgeht und wer am Ende einen Groll hegt…

[Anm. des Herausgebers: Bitte beachten Sie auch hierzu den Beitrag " Darf man Pornos drehen und Mitglied der NPD sein? "  von Wolfgang Luley]

2 thoughts on “Wer hegt Groll?”

Kommentar verfassen