Mit nackten Brüsten gegen Unterdrückung? (Wolfgang Luley)

Satire & Humor , ,

Mit nackten Brüsten gegen Unterdrückung? Eine Gruppe
feministischer Aktivistinnen drangen am Donnerstag in
den Amtssitz von Berlins Regierendem Bürgermeister
Klaus Wowereit (SPD). Die Junge Freiheit berichtet
heute in einem Artikel darüber.

Dazu fällt mir ein Zitat von Konfuzius ein, doch später
dazu mehr. Zuvor lohnen sich einige Gedanken über den
Sinn und Zweck solcher Nackt-Aktionen.

Die Nackt-Femen sind oft in der jungen Blüte ihrer Jahre,
in Deutschland dürfte die bekannteste Nackt-Feme Anne
Helm sein. Sie hatte ihren Oberkörper für eine Dankes-
botschaft an den sogenannten Bomber-Harris genutzt,
das war der Oberbefehlshaber der britischen Flieger-
staffel, die im zweiten Weltkrieg Dresden in Schutt und
Asche zerbombt hatte. Ja, diese Aktion war tatsächlich
ein Erfolg, es war ein Bombenerfolg, das ihrer Piraten-
partei die Hälfte des Vorstandes und die Hälfte der Mit-
glieder gekostet hatte. Eine echte Bombe eben!

Doch zurück zum Alter der Nackt-Femen. Was mir auf-
fällt ist, dass ich bisher noch keine alte Nackt-Feme ge-
sehen habe. Warum gibt es keine alten Nackt-Femen
mit hängendem Busen und runzeligen Hautfalten? Und
was ist mit Nackt-Femen im Rollstuhl oder auf Krücken?
Ist das nicht Diskriminierung? Da wollen diese Femen
gegen Unrecht aufmerksam machen und begehen selbst
welches! Immer sind es nur junge Dinger, bei denen ihr
Ding steht, äh, ich meine der Busen steht und zwar straff!
Nicht umsonst nennen sie sich: „Sextremisten“.

Klar, bei alten und runzeligen Hutzelfrauen würde kein
Hahn, ich meine, kein Mann nach ihnen krähen. Und,
unter uns, die Helm sieht auch nicht zum davonlaufen
aus – zum Davonlaufen ist nur ihre politische Einstellung.

Hübsch sieht bekanntlich auch der SPD-Beau Klaus,
„Klausi“, Wowereit aus. Keine Angst, er hat sich den
Oberkörper nicht frei gemacht und halbnackt auf dem
Tisch getanzt. Aber „frei“ ist er trotzdem; er ist frei von
politischem Einfühlungsvermögen. Auf der besagten Ver-
sammlung war auch Mustafa Yoldas, ein Mitglied der
muslimischen Gemeinschaft Milli Görüs, auf die der Ver-
fassungsschutz ein Auge hat. Aber nicht wegen strammer
Brüste, sondern wegen einer Einstellung, die zum Davon-
laufen ist. So berichtet die Junge Freiheit über Yoldas:
„Eine von ihm geleitete angebliche Hilfsorganisation
wurde 2010 verboten, weil sie im Verdacht stand, die
radikalislamische Terrororganisation Hamas zu unter-
stützen.“ Und mit dem redete Klausi nun, als ob es um
kosmetische Produkte ginge. Da waren die Femen aber
eindeutiger. Sie sprachen sich gegen die Scharia aus, die
Milli Görüs – inoffiziell – befürwortet. Ja, die Scharia ist
ein altertümliches Gesetzt, das unmenschliche Bräuche
und Strafen vorsieht, etwa Handabhacken, bei Diebstahl,
Steinigung der Frauen, bei Ehebruch, und Verstümmelung
von Genitalien, bei Mädchenbeschneidung. Wahrlich, eine
Einstellung zum Davonlaufen.

Und dagegen hilft Nacktprotest?

Ein Zitat vom alten und runzeligen Konfuzius mag er-
hellen, was für einen Sinn und Zweck solche Nackt-
Aktionen haben. Konfuzius sagt:

Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden
des Mannes.

Ich habe den Verdacht, die Femen wissen das, aber es
interessiert sie nicht. Wie soll man sich auch sonst er-
klären, dass sie halbnackt gegen Sexismus protestieren?

Die Femen kommen mir eher wie Stripperinnen vor, die
die Öffentlichkeit als Stange zum Strippen benutzen.

Das sieht anziehend aus, ist aber eine Einstellung zum…

One thought on “Mit nackten Brüsten gegen Unterdrückung? (Wolfgang Luley)”

  1. Ja, so läuft das in der BRD-GmbH (gegen die es sich zu kämpfen lohnt; ebenso wie gegen die EUdSSR!: http://tomorden.de.to)!
    Deshalb müssen wir uns ja auch wehren!
    Wir Menschen dürfen uns nicht so behandeln lassen!
    Wo Unrecht zu Recht wird, wird (friedlicher) Wiederstand zur Pflicht!

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