Teilung statt Einigung

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(he) Die Russen auf der Krim machten es vor und auch die Ukraine ist noch gespalten über die Frage der Spaltung von Ost und West. Ging man vor knapp 25 Jahren noch davon aus, dass die Spaltung der Sowjetunion in eigenständige Nationalstaaten ein Ergebnis des kalten Krieges war, so zeichnet sich immer mehr ab, dass doch Werte und Traditionen  der Grund sind, warum willkürlich gezogene Grenzen überwunden werden. Manchmal, wenn man an Jugoslawien zurückdenkt, sehr blutig, manchmal aber auch demokratisch organisiert.

Seit gestern nun läuft ein Referendum über Venedig und Venetien, in dem geklärt werden soll, ob sich diese Region von Italien trennen soll. Auch in Großbritannien ziehen diese Wolken auf – die Unabhängigkeit von Schottland soll in den nächsten Monaten zur Abstimmung kommen.

In den deutschen Leitmedien ist davon nur wenig zu lesen und zu hören. Im Schweizmagazin war sogar die Rede davon, dass man den deutschen Medien eine Nachrichtensperre vorgab. Dabei vergessen die Systemmedien, dass der Bürger der Bundesrepublik Deutschland sich – noch – frei über das Internet informieren kann und dass es -noch – unabhängige Medien, wie den Preußischen Anzeiger, gibt, die freimütig über diese Tendenzen berichten.

In Italien wird den Beteiligten bis zum 21. März nur eine einfache Frage gestellt:

 

Willst du, dass die Region Venetien eine unabhängige und souveräne Republik wird?

Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_03_16/Venedig-Referendum-uber-Abspaltung-von-Italien-begonnen-3209/

In Schottland wird die Frage ähnlich einfach gestellt werden. Auf Verklausulierungen und umständliche Fragestellungen, wie man gern bei Volksabstimmungen im deutschsprachigen Raum verwendet, wird absichtlich verzichtet. Denn die Entscheidung zu einer Abspaltung und zu einer neuen Nation ist im allgemeinen eine schwere Abwägung der Vor- und Nachteile, da keiner wirklich in die Zukunft sehen kann.

Allein diese Länder zeugen davon, dass es sehr wohl möglich ist, die Bürger in die Zukunftsorientierung eines Landes einzubinden. Für wie dumm muss also die deutsche Regierung den deutschen Bürger und Einwohner der BRD halten, wenn der Bundespräsident genau jene Überlegung seinen Untertanen abspricht, wenn er meint

Nach vielen Jahren in der Bundesrepublik und auch im Hinblick auf die Entwicklung jenseits unserer Grenzen kann ich mir Plebiszite zumindest auf Bundesebene in Deutschland nicht gut vorstellen. Die repräsentative Demokratie hat doch erhebliche Vorteile.

Übersetzt also, sprach sich Gauck gegen bundesweite Volksabstimmungen aus, weil den Bürgern nach Gaucks Einschätzung die Einsicht in die Komplexität der Politik fehlt. Schön dass es Regierungen und Initiatoren gibt, die ihr Volk nicht für dumm halten. Interessant auch, dass der Ex-Pfarrer, der zum Anfang seiner politischen Karriere das gemeine Volk hinter sich hatte und wegen der "repräsentativen Demokratie" sich hinter den ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen und späteren Bundespräsidenten Wulff einreihen musste, sich so schnell an die berliner politische Kaste anpasste. Wer also einmal an der Macht leckt, der …

Die Neuaufteilung der Nationalstaaten kann allerdings auch nicht im Sinne der bundesdeutschen Regierung sein, dabei ist es egal ob diese Regierung von Merkel, Gabriel, Özdemir oder Gysi angeführt wird. Denn egal unter welcher Farbe in Berlin regiert wird, das Hauptaugenmerk ist die Vernichtung Deutschlands von der Weltkarte. So träumt man den großen europäischen Traum. Doch der wird sich als Alptraum herausstellen. Warum sollte sich Schottland vom Vereinigten Königreich lossagen, um dann im Vereinigten Europa unterzugehen? Warum sollte Venetien dies planen? Die jungen Nationalstaaten verschließen sich nicht der europäischen Idee, gemeinsam wirtschaftlich zu wachsen, wohl aber dem, seine Nationalität, seine Werte und Traditionen zugunsten eines Bürokratenmonsters aufzugeben. Denn die Bürger spüren täglich mehr, was Europa ist. Kein Kontinent mehr, das für freie Entwicklung steht, kein Land mehr, das für Freiheit eintritt, sondern eine Organisation, das seine Untertanen gängelt! Politisch, wie wirtschaftlich! Das sich mehr um Leuchtmittel und Staubsaugerstärken kümmert, als um das Wohlwollen der Steuerzahler.

Die Europäische Gemeinschaft, einst der Gegenpart zum Rat der gegenseitigen Wirtschaftshilfe, einst international als Förderer von Freiheit, von Wissensförderung anerkannt, ist heute durch die Union ein Schatten ihrer selbst geworden. So sieht sich die Europäische Union nur noch als Erfüllungsgehilfen für die NATO und die USA, wie man aktuell an der Ukrain-Krise sieht und an den zahlreichen Einsätzen in Afghanistan, Somalia, Iran, Irak und anderen freien Ländern sehen konnte. Gern unter dem Deckmantel einer Demokratiemissionierung. Die EU stellt sich dabei nicht die Frage, in wie weit überall die Demokratie die richtige Regierungsform für das jeweilige Land ist. Eine Frage, die die EU nicht beantworten kann, da sie selbst nicht demokratisch legitimiert ist. 

Würde man die Bürger in Österreich fragen, ob man die EU will, ob man die NATO will – oder aber, wie einst, wie die Schweizer Nachbarn, neutral und unabhängig agieren möchte, würde der Österreicher mehr an seine Nation als an die Europaziele denken. 

Würde man die Bürger der BRD dieselbe Frage stellen, so könnte diese Frage sich für die "Mehr Europa" Fraktionen im Bundestags Gewitter herausstellen. Denn was bringt uns diese, sich selbst bezeichnende, aber eigentlich uneins agierende, Union wirklich? Um eine kurze Antwort zu finden, den Untergang. Die Vernichtung von Wohlstand, von Freiheit, von Glaube, von Wissen – kurz die Vernichtung von Frieden. Das Ende unserer Werte, unserer Wertgemeinschaft. Sogar das Ende vom Volk!

Genau das ist aber das internationale Ziel! Das Ende von Volk, von Ehre, von Werten. Ersetzt durch ein wahnsinniges Konstrukt von Machvisionen und Unterdrückung.

Deshalb agiert die Bundesregierung der BRD, aber auch die USA und die EU gegen diese Abstimmungen und erzeugen Druck. Egal ob der Gegner Putin und Russland heißt. Oder man verschweigt diese Abstimmungen, wie die von Venetien oder Schottland und lallt den europäischen Bürger ein. Deshalb berichten die Staatssender, wie ARD und ZDF, lieber vom Schneesturm in Amerika, als von Demonstrationen in Madrid oder von Aufständen vor den Toren Paris. Glaubt man jenen Staatssendern, so würden sich alle Europäer friedlich in den Armen liegen. Doch das Gegenteil ist der Fall – und dies mündet in die Abspaltung von Nationalstaaten.

Ein weiterer Beleg ist die Verlangsamung von Wissenschaft und Bildung in Mitteleuropa, ein gewollter Zustand, nicht nur in Deutschland. Aus dem einstigen Land der Dichter und Denker, der Aufklärer ist ein Land des Duckmäusertums geworden, ein Land des Neides, ein Land der Petzen und Verräter. Ein Land des Werteverfalls, ein Land der Gier!

Dabei gibt es auch in der BRD Kräfte, die die Bundesrepublik wieder als Republik des Bundes umfunktionieren wollen. So gibt es die Bayernpartei, die Bayern loslösen möchte. Loslösen aus dem engen Konstrukt der BRD, loslösen aus den Fangarmen der EU. Es gibt Aktionisten, die um die Wiedergeburt des Staates Preußen kämpfen, ganz gleich in welchen Grenzen. Es gibt Sachsen, die ihren Freistaat wirklich frei sehen möchten. Es gibt Slawen die im künstlich erschaffenen Bundesland Brandenburg für ihre erweiterte Autonomie eintreten.

Man erinnert sich an Belgien, ein künstlicher Staat aus verschiedenen Nationen, der täglich mehr und mehr auseinanderfällt.

Maidan13-1024x640espreso.tvEuropa hat also ein Problem. Es implodiert, wie es zeitgleich explodiert. Und keiner versucht dies zu verhindern. Stattdessen werden mit Reden Decken ausgebreitet, um diese Spannungsherde zu verstecken. Statt dessen wird Einigkeit angezeigt, wo es keine gibt und geben kann. Denn Europa ist Vielfalt, Europa ist Leben, Europa ist ein Kontinent friedliebender Völker, Stämme und Nationen. Natürlich kann sich der Preuße gut mit einem Bayern verstehen. Auch mit einem Franzosen, Polen oder Russen. Doch allein die Traditionen, die Sprache und die Werte trennen statt zu vereinen. Da nützt es auch nichts, wenn die Bundesregierung alles dafür tut, um die deutsche Sprache zurückzudrängen, wie einst die französisch sprechenden Könige das Deutsche verschassten. Heute redet die Welt englisch, selbst wenn sie die Sprache nicht kann. Verlogener geht es nicht mehr. Deshalb wird der Werteverfall forciert, Traditionen untersagt.

Die Unterschiede sind es aber, die Europa einst den Wohlstand brachten. Die Werte und Traditionen waren es auch, die Europa Freiheit und Frieden schenkten. Immer so lange, bis irgendwer auf die Idee kam, es müsse ein einheitliches Europa geben. Daran scheiterte Napoleon, daran scheiterte Hitler. Daran scheitert auch Gauck und Merkel. Auch Gabriel und Göring-Eckhardt. Jene politischen Mitspieler sollten deshalb genau hinschauen, wie sich die Krimbürger entschieden, wie sich Venetien dieser Tage entscheiden wird, wie Schottland votiert. Und dann sollten sie überlegen, wieviel Einigkeit es in einem Bürokratenstaat ohne Werte, ohne Freiheiten geben wird. Was an freiwilliges Miteinander bleibt, bis auch das deutschsprachige Gebiet explodiert.

Wenn es schon keine Einheit zwischen "denen da oben" und "denen da unten" gibt, weil die "da oben" die "da unten" für zu dumm halten und "die da oben" "die da unten" materiell und finanziell ausschlachten, während "die da oben sich bereichern" könnte sogar eine Trennung zwischen "die da oben" und "denen da unten" kommen. Wie die Geschichte aus Deutschland zeigt, zumeist auch mit einem lauten Knall – und einem Wiederaufbau mit der Hoffnung auf Freiheit, Frieden und Freundschaft mit den anderen Europäern und Nationen!

 

Bild: Espreso.tv

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