Vorbild der FIA? Die EU!

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(he) Nun fahren sie wieder. Im Kreis, um die Schikanen. Die Boliden der Formula 1. Die Königsklasse im Motorsport, Formel 1, ändert sich seit Jahren regelmässig. Mal eine neue Punkteverteilung, mal neue Reifenvorschriften, kein tanken mehr und dieses Jahr gibt es kleinere Motoren. Während die Kommentatoren dies schön sprechen wollen, wundert sich der Motorsportfan. Regelungen über Regelungen, so dass kaum mehr der Fahrer das Rennen entscheidet.

Dabei sind die Vorschriftsänderungen der FIA nur gut gemeint. Mehr Sicherheit für die Fahrer und Bediensteten, besserer Umweltschutz trotz Verbrennungsmotoren, dank zusätzlichem Elektromotor, Kosteneinsparungen, damit auch ärmere Mannschaften dabei bleiben können. Woran man nicht denkt, ist der Fan.

ferrari-116495_640Die Regelveränderungen der Kommissionen der Europäischen Union sind ähnlich. Mehr Sicherheit für die Bürger, wird per Überwachungselementen versprochen. Besserer Umweltschutz wird forciert und Kosteneinsparungen anvisiert, damit die ärmeren EU-Länder noch mitspielen können. Woran man nicht denkt, ist der Bürger.

Die FIA, wenn auch als private Liga, ist also eine kleine EU. Inklusive der Ost- und Süderweiterung, inklusive der starken Anbindung an die USA. Den Fans (Bürgern) wird medial etwas versprochen, was davon eingehalten wird, bleibt fraglich. Zahlen muss sowieso der Fan oder Bürger. Der Freund des Motorsports freiwillig, der Bürger automatisiert. Dabei nimmt auch der Motorsport die steuerfinanzierten Rennstrecken gern mit und der Bürger erfreut sich am Abgas. Egal wie leise nun die Rennpfeile der FIA sind.

Ob sich der Fan dies bieten lässt, nämlich das vorrangig die Technik entscheidet, die Fahrzeuge leiser und langsamer sind, wird zur Halbzeit der Saison anhand der Einnahmen ausgerechnet. Ob der Bürger sich die EU-Normen und Beschränkungen der Freiheit weiter bieten lässt, wird nur wenige Wochen zuvor geklärt. Man darf gespannt sein, ob Bürger und Fans sich weiter gängeln lassen.

Währenddessen werden, obwohl Menschenhandel verboten ist, Fahrer und Teams, ähnlich wie Fußballspieler, gekauft und verkauft. Dies lässt die Kassen klingeln. Sowohl für den Fahrer, als auch für die Mannschaft, die Sponsoren und hundert andere Beteiligte. Obwohl Menschenhandel verboten ist, lässt der Leiharbeiter sich vermieten und füllt die Kassen von Firmeninhaber, Manager, Gewerkschaften und Staat. Hierin ist mittlerweile der einzige Unterschied zwischen FIA und EU zu erkennen. Ansonsten aber drehen/fahren sich beide nur im Kreis. Einzige Abwechslung die Schikanen, die das Leben erschweren. Als Motorsportbegeisteter kann man da aber langsam auch zur Überzeugung kommen, dass ein Disney-Film spannender ist.

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