Ohne Moos nix los!


Die Krim stimmt ab, der Deutsche schaut zu

(he) Normalerweise interessiert sich der Deutsche nicht übermässig für Politik. Kein Wunder, die Demokratie, also die Macht vom Volke, hat sich in einen Einheitsbrei geformt. Ehedem in der DDR die Nationale Front, eine Einheit von SED, CDU bis Bauernpartei, heute das parlamentarische Theater von SPD, CDU, CSU, Grüne die unter verschiedenen Fahnen sich eigentlich einig sind. Mehr Europa, wollen alle. Sollen sie doch das Meer zuschaufeln, um mehr Europa zu haben!

Doch man liebäugelt lieber mit dem Osten und Süden. Griechenland soll "gerettet" werden, koste es dem Steuerzahler was es wolle. Und die Ukraine soll heim ins äääh EU-Nest. Koste es dem Steuerzahler Geld und den Soldaten Leben!

Eine EU-Politik die sich weiterentwickelt hat. Waren es einst die weg- oder hochdelegierten, die in Brüssel den Ton angaben, also jene die für die nationale Politik nicht wirklich fähig waren, so hat sich die Politik der Unfähigen weiter etabliert. Und wie immer, ist Deutschland, wie 1914, mittendrin. In einigen Jahren wird Deutschland wieder als Aggressor dargestellt werden, obwohl es; mal wieder; nur falsch verstandene Bündnistreue war, die Deutschland in die Unruhe mitwirken lies. Kein echter Trost.

In einer Umfrage musste ich nun lesen, dass über 50% der Deutschen die Krise in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine egal ist. Auch wenn hierrüber der III.Weltkrieg beginnen könnte. Es wäre ja auch längst an der Zeit, dass in Europa die Gewehre knallen …

Ukraine im FadenkreuzGleichzeitig tröpfelten Informationen heraus, dass die USA sehr wohl ihre Standorte in Deutschland und Polen für militärische Eingriffe in der Ukraine nutzen möchte. Deutsche Drohnen also, die dort Unruhe, Gewalt und Tod hervorrufen sollen. Dabei fordert die deutsche Politik, geschichtlich und ökonomisch wohl nicht sehr unterwandert, starke Sanktionen gegen Russland, Putin und den Reichen des Landes und vergisst dass die Deutsch-Russische-Freundschaft ein Friedensgarant für Europa immer war und ist. Genausoi vergisst man, dass jene Russen, die man nun bestrafen möchten, den Euro, das Lieblingskind der heutigen Wirtschaftspolitik, mehr stützten, als es je die europäischen Südstaaten vermacht haben könnten. Aber man klappert gern wieder mit den Säbeln und hat den alten Ostfeind, den Russen, den Barbaren, den Bolschewiki wieder ausgegraben. Dabei waren es die Russen, die den kalten Krieg beendeten, dabei waren es die Russen, die ihre Besatzungsvormacht in Deutschland aufgaben. Dies scheint jedoch für die deutsche Politik vergessen und man heuert junge Menschen an, um in der Ukraine Russen zu töten.

Heute nun stimmt die Krim über die Zukunft ab. Die deutschen Medien, wie der Focus oder FAZ ("Seit dem Morgen sind etwa 1,5 Millionen Menschen aufgerufen, über die Zukunft der Halbinsel zu entscheiden. Eine wirkliche Wahl haben sie nicht."), meinen allerdings, dass die Bürger keine Wahl hätten, keine Zukunft selbst bestimmen. Das erinnert den Leser nicht nur an Europa- und Bundestagswahlen. Sondern eben auch an die nicht vorhandene Souveränität. Da schaut der Deutsche gern auf die Halbinsel im Schwarzmeer und lernt, wie man mit einer Halbsouveränität umgehen könnte. Schliesslich ist die Krim autonom innerhalb der Ukraine. Und die Ukraine hat bisher gut Geld verdient an der russischen Schwarzmeersucht. Nun aber sind Abmachtungen, Verträge für den Westen ungültig und Putin ist der böse. Egal wie sich der Krimbürger entscheidet, NATO und EU werden einen Weg finden, um die Unruhen und die Krisen im Osten am köcheln, am brodeln zu halten. Schliesslich braucht Amerika einen Krieg zur Sanierung, aber bitte nicht zu hause. Schliesslich hört die EU auf Obama als wäre er einer der Götter, die die Welt tragen. Und letztendlich ist Deutschland – mal wieder – der Spielball der Großmächte. Nicht weil Deutschland zu schwach wäre, sondern weil Deutzschland zu feige ist. Und das ist das einzig Neue an der Geschichte, die sich zu wiederholen scheint.

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2 comments on “Die Krim stimmt ab, der Deutsche schaut zu

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