Der neu gegründete Bundesverfassungsstadl (von Wolfgang Luley)

Satire & Humor

Die Welt meldet heute eine erfreuliche Nachricht:
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat
umgeschult und nennt sich jetzt: Bundesver-
fassungsstadl. In Zukunft hat es keine bestimmte
Aufgabe mehr, außer die, dass es eine schunkelige
Stimmung unter der Bevölkerung verbreitet und
für Lacher und Bratwurst sorgt. Anders kann man
nicht verstehen, warum das Bundesamt seine Be-
obachtung von linken Politikern im Bundestag
aufgibt. Als Begründung wird lapidar angegeben:
“Die Beobachtung von Mitgliedern der Bundes-
tagsfraktion Die Linke durch das Bundesamt für
Verfassungsschutz ist … mit Blick auf ihren
besonderen Status als Mandatsträger eingestellt
worden.” Dies gelte selbst dann, wenn sie
“herausragende Funktionen in den beobachteten
offen extremistischen Zusammenschlüssen be-
kleiden”. Das ist doch super! Ich überlege, ob
ich Mitglied bei der Maffia werden soll. Ich
könnte dann als Pate kandidieren und dürfte
trotzdem unbehelligt im Bundestag sitzen. Ach
ja, das geht nicht, weil die Maffia eine kriminelle
Vereinigung ist. Macht nichts, dann gründe ich
eine eigene Maffia und trete dafür ein, dass Armut für
alle gelten solle, außer für mich. Ach, das gibt es
bereits und nennt sich Sozialismus? Gut, dann
werde ich einfach bei den Linken Mitglied, das
muss dann auch reichen.

Ja, wenn man etwas Besonderes ist, gelten andre
Regeln. Der Kleine Mann auf der Straße weiß
zwar, dass sein Wort kein Gewicht hat, nun ist
es ihm – einmal mehr – bestätigt worden. Lustig
ist das nur, so lange er sich alles gefallen lässt.
Dazu eine kleine Anekdote, die ich auf der Straße
aufgeschnappt habe. Zwei Passanten unterhalten
sich: „Warum hast Du nichts getan?“
„Ich konnte nicht.“
„Warum?“
„Ich war beschäftigt mit Jammern.“

Anstatt sich von anderen blenden zu lassen, sollte
man anfangen, sich selbst Bedeutung zu verleihen.

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