Ohne Moos nix los!


Unsere Montagsdemo vom 10.03.14 (von Wolfgang Luley)

Unsere Montagsdemo erinnerte mich an einen Abend in einer Karaoke-Bar, in der ich viermal hintereinander „YOU ARE ALWAYS ON MY MIND“ von Elvis gesungen habe. Beim ersten Versuch hat keiner zugehört. Beim wiederholten Mal hörten einige zu, beim dritten Versuch etwa die Hälfte der Leute und beim letzten Mal tobte die ganze Bar. So ähnlich war es auch bei unserer ersten Montagsdemo in diesem Jahr.

Mit etwas zittriger Stimme und weichen Knien hielt ich meine vorbereitete Rede, die kaum Zuhörer fand. Im Abstand von zwanzig Minuten hielt ich sie erneut und nach zwei Stunden hatte ich sie viermal gehalten. Die letzte Rede war die beste: mit fester Stimme und viel Zutrauen in den Knien blieben etwa zehn bis fünfzehn Passanten stehen. Für eine Fußgängerzone (wir hatten uns in O3 versammelt), war das kein schlechtes Ergebnis. Wir bekamen sogar eine Handvoll Unterschriften für eine Nationalversammlung zusammen. Unsere Rede, gegen einen Möglichen Krieg gegen Russland und für direkte Demokratie in Deutschland, hatte uns einige interessierte Ohren und unterschreibfreudige Hände gebracht. Zwar war diese erste Demo kein unvergessliches Erlebnis wie mein Gesangsabend in der Karaoke-Bar, aber für den Anfang blieb allen Beteiligten ein positives Bauchgefühl übrig. Pünktlich um sechzehn Uhr hatten wir begonnen und pünktlich um achtzehn Uhr beendeten wir unser Demo. Nächsten Montag gehen wir erneut für uns und unser Land auf die Straße.

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