Ohne Moos nix los!


Lasst euch den Schnabel nicht gendern!

(W. L.) Wurden Sie heute schon gegendert? Nein? Vielleicht doch?
Ihnen fällt das Morgenbrötchen aus der Hand und Sie
denken mit entsetztem Gesichtsausdruck, dass sie vielleicht
einen neuen Trend verpasst haben?

Nun, ich möchte Sie nicht weiter auf die Gender spannen.
Was gegendert wird, ist unsere Sprache; jeden Tag ein Stück
mehr. Und nun auf deutsch: Unsere Sprache wird der Ge-
schlechterperspektive unterworfen.

Man kann auch nicht einmal von einem Trend sprechen, eher
von Wahnsinn oder einem Trauerspiel.

Die Europäische Union hat sich das sogenannte Gender-
Mainstreaming auf ihre Fahnen geschrieben. Sie will mit

Verordnungen und Verboten durchsetzen, dass jeder nicht
mehr so spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Das
wäre ja Chaos, Anarchie! Nein, es soll alles seine Ordnung
haben. Gender-Mainstreaming ist quasi wie eine Goldwage,
auf der Worte gewogen werden sollen. Haben sie eine Ge-
schlechterspezifische Prägung, dann bleibt die Goldwage
im Gleichgewicht; fehlt diese Prägung – dann geht das
Abendland unter! Zumindest, wenn man den Vertretern
des Gender-Mainstreaming glauben schenken darf. Ach,
da fällt mir gerade auf, ich habe Vertreter gesagt. O nein,
das muss jetzt natürlich anders heißen. Ab jetzt bitte nur
noch korrekt. Das heißt ab jetzt: Vertrottler und Ver-
trottlerinnen. Was anderes ist dieser Gender-Wahnsinn
nämlich nicht.

Vielleicht bin ich zu ungerecht. Immerhin gibt es ver-
schiedene Geschlechter. Warum sollte man dem nicht
gerecht werden wollen? Fangen wir an! Es gibt zum
Beispiel dominante – fast schon männliche – Frauen,
müsste es dafür nicht auch eine gegenderte Bezeichnung
geben? Etwa: Frau und Frauinnen, für männliche und
weibliche Frauen. Aber was ist mit Gegenständen? Ge-
genstände haben kein Geschlecht. Im Deutschen sagt
man zwar: Der Stuhl, aber das entspricht der männlichen
Sichtweise. Man könnte zukünftig auch sagen: Die Stuhl.
Wenn man es recht bedenkt: Es gibt Stühle, die sehen
gerade, männlich, aus und es gibt Stühle, die sehen ge-
bogen, weiblich, aus. Folglich könnte man – der Ge-
rechtigkeit willen – vom Stuhl und von der Stuhlin
sprechen. Das hätte aber vielleicht den Nachteil, das es
sexistisch wäre. Wer eine Stuhlin auf ihre äußeren Reize
festlegt, der ist eindeutig ein Sexist. Und wer von uns
möchte schon von einer Stuhlin wegen Sexismus verklagt
werden? Mann stelle sich nur diese Klageschwemme vor!
Vielleicht sollte man überhaupt nicht von Die Stuhl oder
Die Stuhlin reden.

Aber was ist mit unsichtbaren Stoffen – etwa: der Luft?
Die Luft wird man doch wohl gendern dürfen. Jaja, ich
weiß, auch sie hat kein Geschlecht. Wenn man sich aber
streng wissenschaftlicher Methoden bedient, etwa einer
Glaskugel, die einem die Zukunft vorhersagt, oder auch
den Bodensatz von Kaffee – das den gleichen Zweck er-
füllt – dann sieht man, ja dann sieht man: auch die Luft
ist weiblichen und männlichen Geschlechts! Daher zu-
künftig bitte: Luft und Luftinnen! Träge Luft ist deutlich
männlich und Luft, die im Wind treibt, ist weiblich. Das
erkennt doch selbst ein Blinder mit dem Krückstock.

Ja, Sprache kann so einfach sein. Einfach – ist das jetzt
männlich oder weiblich? Müsste ich jetzt korrekterweise
einfach oder einfachin sagen? Vielleicht auch: einfach
und einfachinnen? Das verwirrt mich. Da ich aber nichts
falsch machen will, ändere ich meinen obigen Satz um.
Ja, Sprache kann so einfach und einfachin sein, sie kann
aber auch einfach und einfachinnen sein.

Wenn das die Zukunft der Sprache ist, sollten Autoren
in Zukunft Pantomimen werden. Das ist dann die einzige
Ausdrucksweise, wie sie ihre Gedanken aussprechen
können.

Gender-Mainstreaming ist kein Ausdruck von Gedanken,
sondern von Wahnsinn und Vertrottelung. Und wer dieses
Spiel mitspielt, der hat wirklich nicht mehr alle Gender im
Gender. Darum: sprecht so wie euch der Schnabel ge-
wachsen ist und lasst euch von niemandem gängeln,
äh: gendern!

2 comments on “Lasst euch den Schnabel nicht gendern!
  1. Vom Europäischen Parlament angenommener LUNACEK- Bericht: Es sollen im Zusammenhang mit der „sexuellen Orientierung“ Maßnahmen zur „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ ergriffen werden . Damit dürfte es künftig gefährlich sein z. B. auf die Probleme der Kinder bei gleichgeschlechtlicher Adoption hinzuweisen. Denn im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.

    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin. Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde ("Use it or lose it").

    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

     

  2. Keine Sorge; wir vom "Orden der Patrioten" stehen treu zu Eva Herman und daher werden wir uns den Schnabel 100%ig nicht vergendern lassen!

    Unsere Schnäbel gehören uns!!!

    Und es gibt nur zwei Geschlechter: Mann und Frau!

    Amen!

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