Linker Tugendterror

(W. L.) Die Sprache wird immer schlanker. Zumindest könnte

man das annehmen, wenn man vom Sprachkorsett

liest; genauer von einem meinungspolitischen Sprach-

korsett.

 

Aber ich schummle! Gesprochen wird nicht von einem

Sprachkorsett, sondern von einem Zwangskorsett. Ich

halte aber sowohl das Zwangs- wie auch das Sprach-

korsett für unpassend.

 

Liest man auf Blog-Seiten, wie „eigentümlich frei“,

wird dort ein Trauerlied angestimmt. Ein Trauerlied

auf den Buchhändler Amazon, der sich als Zensor auf-

spielt, und einen Todesmarsch auf den Anfang vom

Ende der Pressefreiheit.

 

Amazon hat zwölf Titel aus dem Hause Antaios aus

seinem Programm gestrichen und das ohne Be-

gründung. Nun ist Amazon ein privater Anbieter und

kann Bücher an den Leser bringen von wem er will.

So findet man zum Beispiel den Roman „Das Heer-

lager der Heiligen“ von Jean Raspail nicht mehr im

Angebot. Dieser Roman beschreibt den Untergang

des christlichen Abendlandes und soll, nach links-

radikaler Meinung, rechtsextrem sein. Dieses Urteil

müssen auch die restlichen Bücher ertragen, die nun

gestrichen worden sind. Doch keine Angst, die Bücher

von Marx und Mao findet man auch weiterhin dort.

 

Ich frage mich, woher diese Einseitigkeit kommt?

Wenn man für Demokratie ist, sollte man nicht zu

Mitte der Gesellschaft tendieren? Als Demokrat lehne

ich sowohl Links- als auch Rechtsextremismus ab.

Diese Amazon-Zensur ist aber ein Vorstoß nach Links.

Ist dieser Zensurmüll auf dem Mist von Amazon ge-

wachsen? Wir erinnern uns, seit diesem Montag ist

das neue Buch von Sarrazin „Der neue Tugendterror“

auf dem Markt, in dem das meinungspolitische

Zwangskorsett der Linken angeprangert wird. Und

Tage zuvor hat die Anti-Rassismus-Kommission der

EU Deutschland, und vor allem Thilo Sarrazin, gerügt.

 

Für mich sieht das weniger nach einem Zwangskorsett

aus, ein Korsett wird einem angezogen, damit die Figur

straffer wird. Weitet man aber den Blick in Feuilleton,

und da auf einen gewissen Jakob Augstein, der alles,

was rechts der Mitte ist, zu Feinen der Demokratie er-

klärt und natürlich auch zu Feinden der EU, dann wird

klar, dass es sich hierbei nicht um ein Zwangskorsett,

sondern um eine Garotte handelt, mit der andere

Meinungen erdrosselt werden sollen.

 

Was wir hier erleben, ist der Beginn eines Krieges

gegen die Meinungsfreiheit, der von Linken zu-

sammen mit EU-Bürokraten, entfesselt wird. In

diesem Zusammenhang wir nun verständlich,

warum Amazon zensiert. Amazon, Augstein und

machen den Linksextremismus salonfähig; und

damit das weniger auffällt, gaukeln sie vor, sie

würden gegen Rechtsextremismus und für Demo-

kratie kämpfen. Wer Meinungen gleichschalten

will, der mag für etliches kämpfen, aber nicht für

Meinungsfreiheit.

 

Insofern leben wir tatsächlich in einer schlanken

Zeit. Mit gleichschalteten Meinungen, wird auch

die Sprache gleichgeschaltet und somit schlank.

Irgendwann sind wir dann so schlank, dass uns

der Wind der Geschichte fortbläst, so wie alle

Völker, die sich nicht wehren.

 

Sarrazins Buch: „Der neue Tugendterror“ kommt

zur richtigen Zeit. Er findet hoffentlich viele

Leser. So oder so, es wird die Zeit des neuen

Tugendterrors.

,
2 comments on “Linker Tugendterror
  1. Ich halte es für eine sehr gewagt These, dass man Demokrat zur Mitte der Gesellschafft tendieren sollte. Und was ist überhaupt die Mitte und welche Partei vertritt sie wirklich? Einige Parteien reißen sich um den Titel der "Partei der Mitte". Aber kann man diese Mitte wirklich herausfinden? Was ist mit den Menschen, die links oder rechts der Mitte stehen? Sind diese dann automatisch keine Demokraten sondern Radikale? Meiner Meinung nach besteht eine Demokratie aus mehreren Strömungen, man mag sie nicht alle mögen, aber als echter Demokrat sollte man auch aktzeptieren können, dass andere Menschen andere Meinungen haben.

    • Will eine Gesellschaft bestehen, braucht sie ein Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht hat eine Mitte und dadurch ergeben sich Ränder oder Seiten. Wenn jemand zum Beispiel die bestehende Ordnung abschaffen will, dann kann man ihn kaum zur Mitte der Gesellschaft zählen; er wird am Rand stehen (links oder rechts). Ein Schema, das mir bei der Beurteilung hilft, ist folgendes: linksextrem, linksradikal, linksliberal, liberal, rechtsliberal, rechtsradikal, rechtsextrem. Nach diesem Schema lassen sich Meinungen recht gut beurteilen, auch wenn die Grenzen manchmal fließend sind. Es kommt auf den Schwerpunkt an, den jeder selbst legt. Und: ja. Man sollte als Demokrat andere Meinungen akzeptieren können. Wenn man sich aber ansieht, wie zum Beispiel Linke andere Meinungen diffamieren, kommen mir Zweifel, ob Linke tatsächlich Demokraten sind. So lange sie aber nicht zur Waffe greifen und andere töten, zählen sie für mich noch zu den Demokraten.

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