Diät ist kein HartzIV

Allgemein, Deutschland

(he) Gestern war es also soweit. Die Regierungssessel waren gut gefüllt um die prallen Brieftaschen der Abgeordneten noch praller zu machen. Neben Fahrkostenzuschüsse und andere Nebeneinkunftsmöglichkeiten steigt die Diät eines Parlamentariers nun um 10%. Es gab keine langen Diskussionen, wie einst, als es darum ging um etwa 10% den HartzIV – Satz zu erhöhen. Während es bei diesem Sozialsatz um wenige hundert Cents ging, belastet das neue Diätenprogramm den deutschen Steuerzahler mit Millionen.

Dabei liegt der Abgeordnete bei über 8,50 Mindestlohn die Stunde und selbst die Staatsmedien können den Bürger diese Entwicklung kaum mehr erklären. Denn geht es um die Abgeordneten, ist der Sitzungssaal voll, die Entscheidungen werden in Minuten getroffen. Geht es um den Bürger braucht die Abstimmung Monate – vor leeren Stühlen.

Es ist keine Rede mehr davon, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen, die Rente ist ebenso irgendwie angeblich sicher und überhaupt fließt aus Deutschlands Brunnen Honigmilch. Die blühenden Landschaften aus Kohls Visionen haben sich verwirklicht, dank Genmais und Biogasanlagen. Es gibt immer mehr Jobs statt Berufe und immer weniger Jobsuchende. Denn wer kann nach 3 sozialversicherungsfreien plus einer Schwarzarbeit noch einen Job zu 450 Euro suchen?
 

So ist die Diät nicht nur eine andere Art von Sozialgeld, sondern auch gänzlich anders zu sehen. Denn trotz der knapp 10.000 Euro Almosen vom Bürger, darf der Abgeordnete noch Chef spielen. In Aufsichtsräten und ähnlichen Posten. Der HartzIVler hingegen darf bis zu 100 Euro anrechnungsfrei dazu verdienen. Ein Vergleich der sich lohnt, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten Empfänger des Mindesteinkommens täglich arbeiten gehen und Aufstocker sind, die die Fahrtkosten selber zahlen. Etwas das Gavriel und Merkel erspart wird – natürlich nur zu Gunsten des deutschen Volkes.

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