Die unbekannte Achillesferse des Achill

Satire & Humor , , ,

(W.L.) Achill, ein unbekannter hitzköpfiger Krieger, hatte

eine Schwäche, das waren seine Verse, die er bei

Wein, Weib und Gesang dichtete. Gerne trug er

sein geistiges Erbrechen – das in seinen Ohren wie

die verführerische Stimme der Göttin Venus klang –

auf Marktplätzen und in Wirtshäusern vor. Die

Kritiker pflegten ihre Meinung regelmäßig durch

melodisches Pfeifen kundzutun, was in den Ohren

von Achill aber immer schief klang und seine Stimme

nur noch mehr herausforderte. Einmal, es war in der

Kneipe Zum Rüstigen Zeus, geriet er an einen

völligen Kunstbanausen, der überdies nur die liebe-

volle Sprache seiner beiden Fäuste verstand. Leider

sprach er diese Sprache so perfekt, dass er Achill`s

dichterische Mission für immer beendete.

 

 

Ein gewisser Homer hat aus diesem Stoff zwar kein

Gedicht, wohl aber eine Geschichte verfasst, die aber

nicht ganz der Wahrheit entsprach. Dieser Umstand –

und die Tatsache – dass er selbst keine Verse schrieb,

ersparten ihm Ärger und Vergessenheit.

 

Achill widerfuhr aber doch noch Gerechtigkeit. Seine

letzten Worte: Dann leck mich doch am A… haben

einen gewissen Johann Wolfgang von Goethe zu sein-

em Schauspiel inspiriert, das eines seiner besten und

bekanntesten geworden ist – und auch noch heute

gespielt wird.

 

So hat Achill, als Mensch und als Dichter, weit gewirkt,

wenn auch anders als von ihm gedacht. Als Krieger

war Achill übrigens weniger talentiert.

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