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Der rechte Weg?

Der Preußische Anzeiger schlägt immer mehr Wellen – zumindest in den Richterstuben der Bundesrepublik. 

Derzeit werden vermehrt Abmahnungen – unsinnige, wie sinnige – auf dem Schreibtisch gestapelt und verlangen eine Abarbeitung. Das diese Stellvertreterpost den PA etwas erlahmt ist leider Realität, denn eine Rechtsabteilung ist nicht vorhanden. Da die Abmahner lieber zum Anwalt rennen, statt einfach uns zu kontaktieren zeigt auf, dass es hier um mehr geht, nämlich um eine Einschränkung der bisherigen guten Arbeit im Sinne des Lesers. Unmissverständlich durfte ich über den Telefonhörer heute hören, stellen Sie doch ihr Projekt ein, dann kann so etwas nicht mehr geschehen. – Nachtigall, ick hör dir trapsen; war darauf mein Gedanke.

Die Zeit wird zeigen, dass die eine oder andere Abmahnung vllt. berechtigt ist und einige weitere vor Gericht landen werden. Es zeigt aber auch, dass nicht jede Abmahnung Recht spricht und es zeigt, dass unser Rechtssystem dem Zeitalter nicht mehr gewachsen ist. Wenn zum Beispiel Blogs rechtlich wie Magazine, Blogger rechtlich wie unjournalistische Medienfirmen angesehen werden, ist etwas faul in der Rechtsprechung. Wenn nun, wie der schweizer Blogger Mächler aufzeigt, jedes Fremdbild ein Urheberrechtsfall werden könnte, dann sollten Anwälte und Richter dringend beginnen nachzudenken. Und das im Sinne der Urheber und der Nutzer!

Doch statt dessen macht das Rechtssystem Anwälte reich, bringt Richter ins Schwitzen. Die Nutzer werden verunsichert – warum eigentlich?

So können ungefilterte Meinungen schnell unterbunden werden – und Stretigkeiten vor Gericht gehen ins Geld. Geld, das kaum ein Blogger, kaum eine kleine Zeitschrift, wie der Preußische Anzeiger, verdient. Ob das der richtige Weg für das Recht ist?

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Natürlich hat jeder Urheber ein Recht auf sein Werk, dennoch könnte der Urheber verpflichtet werden, den Erstkontakt mit dem Nutzer aufzunehmen. Natürlich ist eine Webseite überall zu sehen, aber warum kann der Kläger sich einen Gerichtsstandort aussuchen, statt man den Gerichtsort am Wohnort des Urhebers oder des Nutzers festzurrt, wie in anderen Sparten der Rechtssprechung? Warum sind Unterlassungserklärungen x-mal so teuer als eine einfache Nachzahlung bei einer Rechtsübertretung? Meine Meinung habe ich bereits gebildet, vielleicht ahnen Sie es ja, denn persönlich kann ich nur noch fragen, warum sich derzeit Unterlassungsklagen häufen. 

So prüft nun die Gema ob man nicht eingebettete Videos, zum Beispiel von youtube, kostenpflichtig machen könnte, berichtet unter anderem der Spiegel Online. Angeblich kann der Seitenbesucher nicht erkennen, dass dies Fremdmaterial sei – die übernächste Abmahnwelle ist also bereits geplant. Fragen Sie immer noch warum? Es geht um Geld, um Macht und um Meinungshoheit. Als kleines Unternehmen sind wir dagegen machtlos, werden trotzdem keine weisse Fahne schwingen. Wir haben unseren Weg gefunden und haben dafür Sorge getragen, dass Nutzer trotz Leistungsschutzrecht auf uns bauen können. Bei Unklarheiten haben wir bisher immer eine Lösung mit den Seitenbetreibern gefunden. Denn es geht auch ohne Anwalt, ohne Richter. Jene nämlich, die gleich zum Anwalt rennen, machen das kaputt was ihnen nützen sollte und mehr Wert ist, als sie jemals formulieren könnten: das Internet und die freie Meinungsäußerung, sowie die Freiheit durch andere insperiert zu werden. Es ist also mehr als schade, wenn Fotografen, Autoren, Entwickler und andere sich in die Rechtsmaschinerie als einfaches Zahnrad einbauen lassen. Letztendlich schadet dieses Verhalten uns allen.

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PS: Wenn Sie uns bei den momentanen Rechtsschwierigkeiten beiseite stehen wollen, Hinweise oder Tipps geben können, dann nutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Gern können Sie uns auch mit eine Spende per Paypal oder anderweitige Überweisung unter die Arme greifen!

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2 comments on “Der rechte Weg?
  1. nunja das in deutschland vieles nur aufs geld hinausläuft ist ja klar. das mit diesem urteil des lg köln, wird eh in ein paar monaten gekippt, wenn selbst pixelio sich dem kampf gegen das urteil anschliesst.

    was dieser furz mit youtube betrifft, ist der oberhammer. diese forderung muss von sogenannten #neuländer kommen und wenn der user nicht merkt, das ein youtube video von youtube kommt – steht ja rechts unten bei jedem video – dann hat er es verdient wenn man in in ein deutsches guantamo steckt und dort verrotten lässt…. zum schutz der deutschen genlandschaft 😛

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