Kanzlerin als Märchentante

(he) Wie in einem Märchen, nur noch nicht so lange her. Nicht damals war es, sondern heute, als die Kanzlerin und ihre Frauenmannenschaften sich vergnüglich in das Rednermonoton stürzten. Keine Kritik an sich, an der Großen Koalition. Warum auch, ist man doch längst von Land und Leute wie von der Demokratie entfernt. Da spielt es nicht einmal eine Rolle, dass Oppositionsführerin Die Linke in den Medien vernachlässigt und dafür die Wahlverlierpartei Die Grünen im Fernsehen mal rülpsen darf. Der Rest findet sich schön und applaudiert. Das neue Vorbild der GroKo? Des Kaisers neue Kleider!

Da sagt die Kanzlerin das, was alle hören wollen. Deutschland ging es niemals so gut wie heute. Kein Lacher – das ist die feste Überzeugung. Wie damals beim Erich, der glaubte sich auch jedes Wort. Erschreckend ist es dann allerdings, das am selben Tage der Morgenmoderator des Rundfunksenders Antenne Niedersachsen seinen Hörern erklärt, dass er heute Nacht sein Bett mit der Strasse tauscht. Er übernächtigt mit dem Obdachlosen Heinz. 

Deutschland ging es also nie besser, sag das mal dem Heinz, denkt man sich bei der Rede von Angela Merkel.

Die Deutschen schauen so optimistisch in die Zukunft, wie seit 1989 nicht mehr, sagte ebenso die Uckermarkwachtel, wie sie S. Senft heute bezeichnete. Da fragt man sich, wer denn die Deutschen seien, die so unbesorgt in die Zukunft schauen. Jene die aus Anatolien, Rumänien und Somalia kamen und kommen? Oder jene Deutschen, die hier seit ihrer Geburt das Land versuchen weiterzuentwickeln? Die Zahl der sogenannten Aufstocker, also Lohnbeziehern mit staatlicher Beigabe wächst, die Kinderarmut steigt. Sollte man Heinz mal fragen, wie optimistisch er in die Zukunft schaut?

Die Kosten dem deutschen VolkeAber, wer wird denn hier pessimistisch? Die Renten sind doch sicher – und sollen steigen. Wer aufmerksam Nachts die Gesprächssendungen im Deutschlandfunk hört, der wird gut lachen. Unlängst wurde in diesem Staatsfunk erklärt, dass das Rentenprojekt der Bundesregierung ein, um es nett auszudrücken, Schmuh ist. Eine Lüge mit Betrugsversuch, da die Renten zwar steigen, doch gleichzeitig, dank einer komplzierten Rentenformel, dafür Sorge tragen werden, dass es weniger Rente gibt. Wer so etwas kann, der kann auch optimistisch schauen! Denn immerhin will sich Merkels Mannschaft auch um die Energiefrage kümmern. Da schaut derjenige optimistisch bei -10 Grad und Kerzenlicht im Wohnzimmer an die Decke. Vielleicht kommt ja eine Stromapp, wie die sinnlose Tankstellenapp der regierung. Statt den Treibstoffkonzernen die Preisspirale zu kürzen, soll ja nun eine Tankapp für günstigere Preise sorgen. Ob da die Telekomunikationsanbieter mit am Tisch sassen? Vielleicht wird es ähnliches geben, dann aber nur über 0900er – Telefonnummer hofft schon Schäuble der sich über die Mehreinnahmen die Hände reibt. 

Es verwundert einen, das Merkel sich dabei selbst applaudiert. Hatte sie nicht auch im DDR-Geschichtsbuch von dem bösen feudalen Zehntel gelesen? Heute behält der Arbeitnehmer jenes Zehntel, der Rest wandert an Steuern, Abgaben und sonstige Zwangsentwendungen in Kassen ohne Boden, so scheint es. Jetzt hätte die SPD die Möglichkeit ihr Sozial groß zu schreiben, die CDU könnte ihr christlich groß buchstabieren – dann könnte Deutschland optimistisch sein. Dann nämlich könnten Unternehmer mehr Fachleute einstellen und beschäftigen, die sozialen Kassen würden sich füllen. Bildung wäre wieder ein Standortvorteil, freies Denken ein Sprung in den Fortschritt. Stattdessen gibt es steuerfinanziertes Geschwafel. Die Philosophen der grauen Vorzeit wären gesteinigt worden, bei dem Satz:

Eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Doch Merkel bekommt für eine solche Aussage Beifall. Da fragt niemand, was man sonst in den Mittelpunkt stellen könnte. Vielleicht ja noch den Profit – aber wozu, wenn einem alles weggenommen wird – und selbst der wäre vom Mensch gemacht? Wollte Merkel ursprünglich den Hund in den Mittelpunkt stellen? Diese Wahlrede hatte ich, wenn ja, verpasst.

Merkels GroKo findet also allgemeingültiges Geschwafel zur großen Regierungserklärung. Fern von Realität wie von Demokratie. Auch ein Gysi hatte manches Mal den Mund verschmitzt verbogen und stellte klar:

 Sie haben eine Regierungserklärung abgegeben, die hat mit der Realität weitesgehend nichts, aber auch garnichts zu tun hat.

Aber Gysi ist nicht nur haar- sondern auch zahnlos im Parlament, so das das Märchen von der Kaiserin neuer Kleider auch morgen noch in Berlin weitergespielt wird. Ganz real, auf Kosten des deutschen Volkes, wie am Reichstagsgebäude prangert…. 

 

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2 comments on “Kanzlerin als Märchentante
  1. Diese Kanzlerin dient nicht unseren deutschen Interessen, sie dient lediglich den US-Interessen und das ist für eine DEUTSCHE-Kanzlerin total unwürdig.

    Sie gehört ersetzt durch einen Kompetenten Politiker, aber das Problem ist dass die etablierten Parteien niemanden zur Verfügung haben außer ein paar wenige CDU-Politiker.

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