Ohne Moos nix los!


Nur ein Nippelgate

(he) "-gate" ist also der Anglizismus des Jahres. Gate? könnte man fragen, traut sich aber nicht. Immerhin gibt es doch mehr als eine Gate auf einem Flughafen, außer vielleicht in Berlin. Aber der BER ist auch ein Gate für sich. Irgendwie. Ältere Leser werden noch den Watergate kennen, jene Affaire um Richard Nixon im Jahre 1972. Nun, etwas über 40 Jahre später kam auch Deutschland auf den -gate: Das Handygate, bei dem Angela Merkels Handy abgehorcht geworden sei. Und mühsam suchen die Medien weitere -gates auf. Einen Hunde- bzw. Mopsgate gab es 2013 ebenso, ist man überzeugt. Bekannter war dann aber doch der Nippelgate bei einem Super Browl, der dann doch wieder vergessen wurde.

Die vielzitierte "taz" beleuchtet die Auszeichnung mit den Worten des Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch:

 „Es werden nicht mehr nur einzelne Wörter, sondern Teile des Sprachsystems entlehnt, produktiv weiterverwendet und mit deutschen Begriffen kombiniert“

Dann spielt es auch keine Rolle, ob sich von Goethe, Luther oder sonst wer im Grabe zum Rotor entwickelt. Es wätre nur ein weiterer -gate, in Zeiten in denen man Worte wie "Comedianne" lesen muss. Was auch immer also ein -gate, eine Comedianne ist, dreht sich nicht bald die deutsche Sprache und wird wieder, auch durch Sprachwissenschaftler, verständlich gemacht, dann heisst es bald: "Fuck You, Deutsche Sprache!"

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