Millionen verbrannt

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(he) Nach einer neuen Studie steht nun fest: Heizen ist zu teuer! Die berliner linke Tageszeitung taz berichtet:

Mit dem Anstieg schlägt sich ein Trend durch, der seit einem Jahrzehnt ungebrochen ist: Der unaufhaltsame Kostenanstieg bei fossilen Rohstoffen. Verglichen mit den Preisen in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts stiegen die Kosten für Kohle, Öl und Gas in den Nullerjahren im Durchschnitt um ein Vielfaches an. Öl kostet heute mehr als fünf Mal so viel.

Obwohl diese Studie von den Grünen selbst in Auftrag gegeben wurde und teilweise vom ebenso überhöhtem Strompreis ablenkt, sehen sich Grüne; und der Rest der Bundesregierung bestätigt. Nur durch autarke Heizungs- und Stromgewinnung Deutschlands wäre die Preisspirale zu durchbrechen. 

Einerseits muss man diesem Ansinnen recht geben. Man kann an die Fernwärmesysteme in den 1970er Jahren in Ost und West Großstädten erinnern, die sparsam in Betrieb gehalten werden konnten, letztendlich aber ebenso überteuert an den Kunden weitergerecht werden. Andererseits ist der teure Import von Kohle und Öl bzw. Erdgas selbst verursacht, denn Deutschland hatte Mittel und Wege gefunden, um sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Kurz vor der Schliessung von Kraftwerken war man gar so weit, die alten Reaktorbrennstäbe zum Beispiel für Wärmeanlagen nutzen zu können. Doch mit der Energiewende wurden eben auch diese Forschungen eingestellt.

Doch alles halb so schlimm, meint man in Berlin. Irgendwann bekommt man diese Kostenexplosion in den Griff. Und solange verdient der Staat kräftig über Steuern und Abgaben mit. So kann sich Dr. Schäuble nur wünschen: Nur keine Eile, nur keine Hast; sonst fehlem den Finanzminister einige Millionen im Säckchen, da sind ein paar Einzelopfer ohne Heizung nahezu unrelevant. Jede Revolution bringt eben Opfer, auch auf dem Energiemarkt, könnte man leise anstimmen. Dabei gibt es zahlreiche Lösungsansätze von Experten oder aus der Vergangenheit. Strom und Heizung könnten, bei einer Subvention – oder wenigstens einer Abgabenlastsenkung – wieder auf humane Kosten gesenkt werden. Dies zeigt die Bundesregierung bei Großverbrauchern. Nur beim kleinen Wähler, dem treuen Steuerzahler, ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Und so verbrennt er auch 2014 weiterhin Millionen Euros, am Tag!

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