Deutschlands Melkkuh

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(he) Es ist so weit, auch wenn der Rückwärtsgang eingelegt wurde: der größte Autofahrerverein plädiert für mehr Staatseinnahmen über den Benzin- und Dieselverkauf an deutschen Tankstellen. Dafür solle man sich die Maut sparen. Deutschlands Meinungsmedien sind verunsichert, obwohl man natürlich auch gegen die Maut ist. 

Zum einen zahlt der deutsche Autofahrer mittlerweile zuviel, werden doch die Mehreinnahmen nicht für die Infrastruktur genutzt. Die Ökosteuer, Mehrwertsteuer, Spritsteuer und dergleichen verplant die Bundesregierung um Löcher zu stopfen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Steuereinnahmen in etwa so wie geplant ausgegeben werden. Dafür nimmt sich Deutschland zu wichtig und investiert lieber in die Schulbildung in Afrika und Asien, statt in die eigene. Bei den Stichpunkten Infrastruktur sieht es nicht anders aus. Während man in China Gleise verlegt, werden an deutschen Bahnstrecken Notmaßnahmen zum Erhalt in Sparflamme ausgeführt.

Doch der deutsche Autofahrer soll noch tiefer in die Taschen greifen, da ist sich die "Große Koalition" einig. Der Versuch der Maut, der auch einen symbolischen Zweck erfüllen wollte, ist mit dieser Regierung wohl nicht wirklich zu machen. Das muss nun auch die CSU einsehen.

Statt man also – auch als Symbolkraft – die Maut einsetzt, um es Frankreich, Österreich und anderen europäischen Ländern gleich zumachen, statt man also das Drehkreuz Deutschland dazu verwendet Mehreinnahmen zu schaffen, hofft man darauf, das ausländische Fahrzeuge irgendwann mal hier tanken müssen. Eine Rechznung die bisher, wie auch in Zukunft, nicht wirklich aufgehen wird. Aber der Denkansatz geht weiter: 

Erhöht man über Steuern und Abgaben die Spritkosten weiterhin, muss die Regierung sich keine Sorgen über den Erlass von einer Kraftfahrzeugsteuer nachdenken. Auch die Versicherungspreise könnenbleiben. Viel eher ist der deutsche Michel selbst schuld: Was fährt er auch soviel Auto. Die Pendler Deutschlands können sich dann überlegen was günstiger kommt: Am Tag 50, 60 Kilometer Fahrstrecke zur und von der Arbeit oder mit dem Popo zu hause zu bleiben und von der Staatskasse bezahlt werden. Der deutsche Unternehmer wird ebenso überlegen müssen, ob er den Speditionsauftrag noch ausführt. Dieses Spiel geht so lange gut,. bis die Regale in den Läden leer bleiben, bis DHL, Hermes und Co. nichts mehr ausfahren. Bis Apotheken sich nur noch einmal monatlich beliefern lassen können, da Kuriere den Benzinpreis auf ihre Serviceleistung drauf schlagen müssen.

Es wird nicht gefragt, ob sich der deutsche Autofahrer ausgenutzt fühlen könnte. Er ist es gewohnt und zu faul dagegen aufzufahren. Die Frage, die die Regierung interessiert ist nur, ob eine Maut in der BRD für das Ausland zu verkraften wäre. Hat Österreich jemals den deutschen Urlauber gefragt?

Keine Sorge, einen Brummistreik wie in Frankreich wird es in der BRD nicht geben, denn bis dahin ist auch dem ADAC der letzte Zahn gezogen: Ohne Autofahrer keine Mitglieder. In diesem Sinne also, ich will Spass:

 

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