Gaucks Rede für Nichts

(he) Der deutsche demokratisch-angehauchte Kaiserersatz, Bundespräsident Gauck, ehemaliger Pfarrer, hielt auch 2013 seine Weihnachtsrede. Kurz und bündig, mit wenig echten Inhalt. Viele Phrasen sollten das deutsche Volk zum Stillstand bringen. Den vollständigen Wortlaut finden Sie unter anderem bei der RP Online.

An dieser Stelle wollen wir uns mit Textausschnitten begnügen, die besonders auffallen.

Wir möchten, besonders in diesen weihnachtlichen Stunden des Friedens und des Glanzes, dass es allen gut geht, dass möglichst alle begleitet, dass alle beschützt und behütet sein mögen. Unsere Verwandten, Eltern und erwachsenen Kinder, unsere Freunde und alle, die uns wichtig sind: Viele sehen wir im Laufe des Jahres nur mehr selten. Aber alle, so sagen wir es ihnen, persönlich oder am Telefon, elektronisch oder auf Papier: Allen soll es in diesen Tagen gut gehen.

Die erste interessante Anspielung findet der Bundespräsident gleich nach der Begrüßung. Viele unserer Lieben, unserer Freunde, sehen wir nur noch selten. Familien werden auseinandergerissen, dank der Wirtschafts- und Arbeitspolitik der Republik. Die Alten müssen wie die Kinder abgeschoben werden, da es heute nicht mehr ausreicht, wenn der Herr des Hauses das Geld nach hause bringt. Frau muss heute arbeiten, gern ebenso im Schichtdienst. So sehen sich selbst miteinanderwohnende nur noch selten im Jahr. Ein häusliche Pflege von Eltern und Kinder ist so nicht mehr möglich. Deutschland braucht Altenheime und Kindergärten, mit denen ganz nebenbei auch die neupolitische Erziehung, ähnlich wie in der DDR, beginnen kann. Kein Wort über die Gründe, kein Wort über die negativen Aspekte. Gauck macht sich an dieser Stelle auf, redet bedächtig von Liebe, Freundschaft und alles wird gut – der Pfarrer hat ihn kurzfristig eingeholt.

Um möglichst schnell zum aktuellen Brennpunkt zu kommen. So kommt Krieg und Hass zur Sprache, so werden Religionen thematisiert und zur Steigerung die Bibel herangezogen, um so das Thema Vertreibung, Flucht und Asyl anzuschneiden.

Gauck im FernsehenEs gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Krieg und Hunger, Verfolgung und Not. Unsere eigenen Vorfahren haben das alles gekannt. Im neunzehnten Jahrhundert sind sie zu Millionen in die Neue Welt ausgewandert, und nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Flüchtlinge und Vertriebene sich eine neue Heimat suchen. Auch heute sind Menschen an vielen Orten der Welt auf der Flucht. Wir denken an das schreckliche Schicksal der Familien aus Syrien, wir denken an die Verzweifelten, die den gefährlichen Weg nach Europa über das Wasser wagen. Wir denken auch an die Menschen, die kommen, weil sie bei uns die Freiheit, das Recht und die Sicherheit finden, die ihnen in ihren Ländern verwehrt werden.

Ja, Gauck hat recht. Viele Gründe gibt es, warum Menschen verzweifelt in der Welt herumirren. Ein besonderer liegt in der politischen Ausrichtung, da der "Westen" der Meinung ist, die Welt mit ihrem System zu beglücken. Doch nein, das meint Gauck nicht. Er schaut auf Syrien, auf die Boote voller Menschen. Er schaut nicht auf brennende Kirchen, geköpfte Männer, gesteinigte Frauen. Er schaut nicht auf Revolutionsopfer von fanatischen Frühlingsrevolten. Er denkt an jene Flüchtlinge die in Deutschland medienwirksam Hungerstreiks durchführen, jene Opfer der Kriege, die Geld fordern, statt Nahrung. Jene, die unbedingt in die BRD nicht etwa nach Polen oder England, Spanien oder Brasilien fliehen wollen, um Frieden zu erfahren. So kann man über die Gauck-Aussage

Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, kommen nicht mit der Erwartung, hier in ein gemachtes Bett zu fallen.

zweimal nachdenken.

Doch er schaut in seiner Ansprache auch in das Landesinnere und stellt, wahrscheinlich eher unbeabsichtigt, dar, dass die Bundesrepublik gänzlich versagt hat. Doch er findet dafür blumige Worte:

Ich bin im letzten Jahr an vielen Orten auf das größte Geschenk gestoßen, dass unser Land sich selbst gemacht hat – die Ehrenamtlichen. Sie helfen in beeindruckender Weise bei Naturkatastrophen wie der großen Flut in diesem Sommer. Sie lindern Armut und verhindern Ausgrenzung. Sie kümmern sich um kulturelle Werte, fördern den Breiten- und Behindertensport, verteidigen Menschen – und Bürgerrechte, helfen Menschen, besser zu leben oder begleitet zu sterben. Sie sind das große Geschenk für Deutschland.

Ja, die ehrenamtlichen Helfer sind das größte Geschenk für Deutschland. Es scheint auch eine deutsche Eigenart zu sein, dieses Helfersyndrom. Doch ist es nicht fraglich, wenn sich ein Kultur-, ein Touristenzentrum, eine Kreisstadt wie Lüneburg mit all den schönen alten Häusern es nicht schafft sich eine Berufsfeuerwehr zu leisten? Ist es nicht eher blamabel, dass die Bundesrepublik heute darauf angewiesen ist, dass Senioren Kindern das Lesen beibringen, dass unbezahlte Kräfte den Patienten im Krankenhaus helfen? Ja, ist es nicht peinlich für eines der reichsten Länder der Welt, dass wir den DRK, die Caritas wirklich brauchen? Ist es nicht mehr als peinlich, dass in Deutschland ohne Hilfswerke, wie die Arche, tausende Kinder ohne Essen am Tag unterwegs wären?

Ist es nicht fraglich, wenn wir Menschen auf der ganzen Welt bei Natur- und anderen Katastrophen helfen, während unsere europäischen Freundesländer über Monate debattieren, ob man den Deutschen beim Elbehochwasser helfen kann? Ohne die spontane Hilfe von vielen, hätte Deutschland höhere Opfer bringen müssen. Ob nun unsere Hoheiten von Politik mit Gummistiefel oder Anzug dastanden oder nicht – der Spaten wird nur für Promozwecke angefasst.

Ein Danke muss aber reichen, meint Gauck und wendet sich zugleich wieder dem Frieden zu.

Dabei wäre es eine weitere Chance gewesen, für den Bundespräsidenten, ein Umdenken anzuschieben. Jenes umdenken, dass Deutschland nicht untergeht. Jenes umdenken, dass wir wirklich in Freiheit und Frieden leben können.
Man ist erstaunt, dass nur wenige Tage nach einem Hamburg in Ausnahmezustand, nur wenige Tage nach unzähligen Armutsfesten, die Menschen wie Frank Zander in Berlin, Radiosender wie Alsterradio in Hamburg, durchführten, sich kein Wort zur Armut in Deutschland in Gaucks Ansprache findet. Dass er keinen Gedanken daran verschwendet, wie Deutschland in sich friedvoll wachsen kann, wie die Bürger sich besinnlich zum Jahresende friedlich zurücklegen können. Kein Wort von Zukunft, kein Wort von Kraft, nicht einmal eine Motivation sind in Gaucks Rede vorhanden.

Man könnte sagen, passend zum Land, passend zur Ausrichtung des Landes, passend zur kommenden Politik der Großen Koalition.

Es scheint vorbei zu sein, die Zeit, in der ein Bundespräsident die Kraft und die Macht hatte, dass durch Deutschland ein Ruck geht, dass Menschen aufgeweckt werden, dass ein Politiker wirklich für sein Land steht. Allein deshalb, war es eine Rede für das Nichts.

 

 

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4 comments on “Gaucks Rede für Nichts
  1. “Wir dürfen unsere Herzen nicht mit der Feststellung eng machen, das wir nicht jeden in Deutschland aufnehmen können” Gauck
    Es ist wirklich selbstmörderisch das wir, obwohl unser eigenes Volk stirbt, uns Sorgen darum machen das auch das 7. und 8. Kind einer syrischen Familie ein angenehmes Leben hat.

  2. Die meisten „Flüchtlinge“ kommen doch nur in dieses Wunderschöne Schlaraffenland weil es ihnen wirtschaftlich nicht gut geht und da muss man sofort einen Punkt machen und diese Damen und Herren wieder abschieben, wenn man hier nicht gearbeitet hat dann hat man auch kein Recht auf Sozialgeld so einfach ist das.

    Wir haben viel zu viele eigene Leute denen es nicht gut geht wir müssen erst einmal denen helfen.

    Die Asylanten die wirklich unsere Hilfe brauchen können wir gerne aufnehmen das wären dann enorm weniger als die meisten Flüchtlinge mit einem wirklichen Grund hier her zu kommen.

  3. Pingback: preussischer-anzeiger.de | Der arabische Gauck

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