Politisch unkorrektes Lesevergnügen

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(he) Unter dem Weihnachtsbaum gehören nicht nur Spiele und Socken – auch Bücher sollten dazu gehören. Deshalb heute ein Tipp für Sie, für alle ausserhalb von NRW.

Denn die die in NRW leben und lesen kennen ihn vielleicht schon. Den Kolumnisten Klaus Kelle, der immer Freitags in der Rheinischen Post, mit seiner Kolumne über den politisch korekten Tellerrand schaut. Sehr zur Freude der Leser und Kritiker. So gilt die Rubrik "Politisch inkorrekt"  als meistkommentierte Zeitungsspalte. Letzten Freitag ging es um die Grünen und ihre Verhüllung, davor um Kinderlärm, davor um die GroKo, wie es seit gestern heissen darf, und davor um das Fest der heiligen Laterne.

Nun aber sollen auch die Nordlichter und Bergbewohner der Republik etwas von Klaus Kelles spitzer Zunge haben. Deshalb brachte die Rheinische Post Verlagsgesellschaft nun ausgewählte Kolumnen als Buch heraus und beschreibt dies so:

 

Für Freunde klarer Standpunkte Wenn Klaus Kelle allwöchentlich das Zeitgeschehen in der „Rheinischen Post“ kommentiert, sind die Reaktionen der Leser sehr stark. Und fast immer sind sie extrem: entweder jubelnd zustimmend oder entschieden ablehnend. „Politisch inkorrekt“ hat Kelle, bekennender Konservativer und streitbarer Publizist, seine Kolumnen wohlweislich betitelt. Kelle will keine wohltemperierten Texte liefern, er will provozieren, anregen, aufregen und so seinen Beitrag zur Meinungsbildung liefern. Das ist Meinungsjournalismus von der besonders prägnanten Sorte. Guter Meinungsjournalismus will seine Adressaten überzeugen oder in ihren Ansichten bestätigen; auch deutlicher Widerspruch oder gar zornige Reaktion sind ihm durchaus recht. Die bisher erschienenen Kolumnen fasst dieses Buch zusammen. Wer sich auf Kelles Texte einlässt, wird eines jedenfalls niemals empfinden: Langeweile.

Soweit wie ich die Kolumnen und den Autor kenne, soweit kann ich das Buch blind empfehlen, denn mit Klaus Kelle wird es sicher nie langweilig. Schon gar nicht, wenn der Leser bereit ist, mal anders zu denken.

Klaus Kelle BuchMein Fazit: Gut dass es noch Zeitungen gibt, die Autoren wie Kelle freie Hand lassen – und gut dass es streitbare Autoren, wie Klaus Kelle gibt. Der resignierte Deutschlandradio- und WDR2- Hörer und mehrfach Vater darf sich freuen – über seine Kolumne und sein neues Buch! Also: Kaufauftrag für den Weihnachtsmann "Politisch inkorrekt: Texte gegen den Strom" – übrigens auch auf Amazon erhältlich.

Kelle? Sie meinen da war doch was? Klar, Birgit Kelle, seine Ehefrau. Sie ist Autorin des Erfolgsbuches "Mach doch die Bluse zu" und gab dem Preußischen Anzeiger ein ausführliches Interview

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