Wenn jemand eine Posse macht, wird man ihm was erzählen!

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(W.L.) Wenn jemand eine Posse macht, wird man ihm was erzählen!

SPD-Karnevalsprins Sigmar Gabriel I. hat wieder eine Posse

vom Feinsten abgeliefert.

 

Der SPD-Chef setzt sich bekanntlich für eine Vorratsdaten-

speicherung ein, gleichzeitig ist er aber gegen sie.

 

Wenn ich in einer Gaststätte bin und kein Püree möchte,

dann bestelle ich mir am Besten eins. Ist doch klar!

 

Eine besondere Art von Klarheit zeigte der Karnevalsprins

vor Wochen, als er meinte, die Vorratsdatenspeicherung sei

notwendig, „wenn damit Anschläge, wie die des Norwegers

Anders Breivik 2011 verübt hat, verhindert oder die Täter

schnell gefasst werden könnten.“

 

Aha. In Norwegen ist also Vorratsdatenspeicherung erlaubt

und hat geholfen, diesen Massenmörder zu fassen? Da weiß

Herr Gabriel mehr als die Norweger selbst!

 

Egal, Sigi ist ja nicht deshalb für die große Koalition, weil er

für Inhalte steht; bei Sigi zählt nur irre Komik. Er ist der

Spaßmacher der großen Koalition. Er braucht kein Programm,

gebt ihm eine Schellenmütze – den Rest besorgt sein Humor –

oder was er dafür hält.

 

So schmeckt auch das neueste Püree, das er sich bestellt hat,

eher fade.

 

Fünf Literaturnobelpreisträger: Günter Grass, Elfriede Jelinek,

J.M. Coetzee, Tomas Tranströmer und Orhan Pamuk hatten

einen Appell, in einer internationalen Kampagne auf der Platt-

form Change.org, unterzeichnet. In dem Appell heißt es – unter

anderem: „Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei,

und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist kein

Demokratie mehr.“

 

Dafür lobt Karnevalsprinz Gabriel die Intellektuellen, er meint,

der Kampf um bürgerliche Freiheiten müsse sowohl national

als auch international geführt werden. Dass der Appell sich auch

an die große Koalition wendet, übersieht er großzügig. Das ist

seine besondere Art der Klarsicht. Gabriel-Possen eben.

 

Quizfrage: was ist ein Gabriel? Richtig geraten! Ein Gabriel ist

das Maß an vermeintlichem Witz, das entsteht, wenn man sich

persönlich für Dinge einsetzt, die man politisch bekämpft.

 

Diese Gabriel-Klarheit sorgt bereits jetzt für Aufregung. Und

damit hat er etwas erreicht, was der SPD-Herausforderer gegen

Frau Merkel – Peer Steinbrück – nicht geschafft hat: er stellt sie

in den Schatten.

 

Wir dürfen gespannt sein, was Gabriel noch alles an Püree be-

stellt, das er nicht haben will.

 

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