Ohne Moos nix los!


KdF – Kraft durch Freude

27.11.1933 der Gründungstag von "Kraft durch Freude" (KdF), eine Organisation für Arbeiter und Angestellte, das nach dem italienischen Vorbild "Opera Nationale Dopolavoro" gegründet wurde. Vorangiges Ziel war es durch KdF-Aktionen die Arbeiter auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten zu bündeln. Heute spricht man gern von Überwachung und Gleichschaltung. 

Die Organisation, geleitet von Robert Ley, hatte jedoch mehr zu bieten als bunte Abende oder organisierte Ausflüge. Als Unterorganisation der "Deutschen Arbeiter Front" (DAF), dessen Vorsitz ebenso Robert Ley innehatte, erschuf man Dorfverschönerungsaktionen mit einem Wettbewerb. Mit dem Amt für "Reisen, Wandern und Urlaub" hatte man auch die Urlaubsplanung der Deutschen im Griff und führte die Deutschen auf weite Schiuffstouren in ferne Kontinente. Ermöglicht wurden solche Reisen allerdings erst, als man beschloss dem Arbeiter mehr Urlaub zu gewähren. So stieg der Urlaubsanspruch auf mehrere Wochen im Jahr. Oft wurde dies ohne gesetzliche Grundlage eingeführt.

Doch KdF war noch mehr – Wolfsburg ist ein Teil dieser Geschichte. So plante man den KdF-Wagen der unter anderem durch Sparkarten der Organisation zu einem echten Volkswagen werden sollte. Ein Auto, dass sich wirklich jeder leisten können sollte. Außerdem war Kraft durch Freude auch ein externer Ausbilder, ein Kulturförderer, ein Sportförderer und vieles mehr. Nicht nur Fernfahrten, sondern eben auch die Erkundung des eigenen Landes, Theaterbesuche, Führungen durch Museen und Gallerien, Schachtuniere, Kleinsportveranstaltungen und Heimatabende fanden unter dem Siegel KdF statt.

Um dies alles zu ermöglichen zahlten Mitglieder und Nutzer einen Beitrag von 50 Pfennig im Monat. Viele Mitglieder arbeiteten zudem ehrenamtlich für die Organisation. Trotz der Einnahmen, besonders durch das Fernreiseprogramm, musste der Staat und die DAF KdF mitfinanzieren.

Heute sieht man Kraft durch Freude sehr differenziert. Jedoch haben einige Bestandteile der Organisation bis heute überlebt. War es in der DDR der "Freie Deutsche Gewerkschaftsbund" (FDGB) der Urlaubsreisen, Kulturabende und ähnliches anbot – aber auch unbezahlte Arbeitseinsätze forderte, gibt es bis heute Müllsammelaktionen oder "Unser Dorf soll schöner werden" auf dem Land. Andere, von staatlicher Seite unterstützte, Verbände bieten ebenso gemeinschaftliche (Urlaubs-) Erlebnisse an. Und noch heute gibt es Erholungshäuser von Organisationen in denen nur Mitglieder sich entspannen, sich kennenlernen und untereinander sich unterstützen können. 

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