Gibt es gute und schlechte Morde?

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(W.L.) Die Welt berichtet über Morde in Griechenland. Bei der

Lektüre stellen sich mir einige Fragen.

 

Gibt es gute und schlechte Morde? Damit meine ich nicht,

ob sie entdeckt oder unentdeckt bleiben, auch nicht, ob

das Opfer hat lange oder nur kurz leiden müssen; was ich

meine, ist, ob es Morde erster und zweiter Klasse gibt?

 

 

Was ist zum Beispiel wenn ein Faschist getötet wird? Ist

das ein guter Mord? Demnach wäre der Mord an einem

Antifaschisten ein schlechter? Andererseits: der Faschist

wird diese Meinung nicht teilen.

 

 

 

Als sie jüngst in Griechenland einen Rapper töteten,

sagten die Mörder, nun gehe eine Goldene Morgenröte

über Griechenland auf. So jedenfalls heißt die Partei der

Mörder an dem Rapper.

 

 

 

Doch so wie die Goldene Morgenröte in Griechenland

hineingerufen hat, so hallte es zurück. Für den toten

Rapper mussten zwei Anhänger der Morgenröte mit ihrem

Leben büßen. Sie dürfen das Gold der Morgenröte nun von

einer anderen Seite aus betrachten.

 

 

 

Ist das nun gerecht? Kann man sagen, zwei Faschisten

wiegen einen Antifa auf? Ist die Waage der Gerechtigkeit

damit wieder im Gleichgewicht?

 

 

 

Aus dem Gold der Morgenröte taucht indessen eine meuch-

elnde Gestalt auf, sie nennt sich „Kämpfende Revolutionäre

Volkskräfte“ und will allen Faschisten das Gold ausblasen.

Da spielt es auch keine Rolle, ob die zweit toten Faschisten

überhaupt an dem Rapper-Mord schuld sind. Sie standen

auf der Seite der Morgenröte und für all jene, ob Mitglied

oder nicht, gebe es „kein Alibi.“

 

 

 

Ich kann mir nicht helfen, dass erinnert mich an Goebbels,

als er im Sportpalast die versammelten Deutschen fragte:

Wollt ihr den totalen Krieg? Wie man weiß, erhoben die sich

jubelnd und der was dann folgte, war ein Krieg, der noch

blutiger, noch mordlüsterner und noch viel wilder geführt

wurde. So hat die Gestalt der Revolutionären Volkskräfte in

einem Manifest erklärt, nicht bloß Mitglieder der Morgen-

sind ein Ziel, auch der Chef der Polizei, der Innenminister

und überhaupt jeder, der nicht ihre Überzeugungen teile.

 

 

 

In Griechenland würden derzeit über 40 % der Bürger

radikale oder extremistische Parteien wählen. Nimmt man

die Anhänger der Kommunisten (KKE) hinzu, sind es sogar

fast die Hälfte aller Griechen.

 

 

 

Ist das nicht wie damals im Sportpalast? Wer Morde einteilt,

in gut und schlecht, wer bestimmen will, für wen in Zukunft

die Sonne zu scheinen hat und wer sie sich von der anderen

Seite anzusehen hat, der ist ein Faschist. Mag er nun golden,

braun, oder rot sein. Totalitarismus ist farbenblind.

 

 

 

Das gilt nicht allein für Griechenland, auch in Deutschland

neigt man, in gute und in schlechte Gewalt einzuteilen. In

Deutschland wird es fast als Verbrechen gesehen, wenn einer

nicht links ist. Wer Gerechtigkeit statt Gleichmacherei fordert,

gilt als rechts und Rechte werde mit Rechtsradikalen und

Rechtsextremen in einen Topf geworfen. Und gegen all solche

Leute ist Gewalt berechtigt.

 

Das ist begreiflich, aber nur, wenn man totalitär denkt!

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