Ohne Moos nix los!


Napoleon und der Gender-Bias der Feministinnen

(W.L.) Napoleon Bonaparte sagte einst über uns Deutsche, wir

seien leichtgläubig und würden Landsleute wegen Be-

hauptungen strenger verfolgen als bedrohliche Feinde.

 

Hätte das Napoleon in unserer Zeit behauptet, er wäre

beschuldigt worden, einen Gender-Bias zu betreiben.

 

 

Vielleicht klingt Gender-Bias nach einem Betrunkenen,

der eben zum Ober sagt: Gerne ein Bier! Gend e Biea!

 

 

 

Nein, so kompliziert ist es nicht. Gender-Bias kommt

aus dem amerikanischen und heißt: ein sprachlicher Aus-

druck, der Vorurteile über Geschlechter verrät. Ah – ja.

 

 

 

Man kann es aber auch auf bierdeutsch sagen: Männer

sind beschränkt. Oder auf sektdeutsch: Männer sind Sex-

isten. Und wer hat`s entdeckt? Feministinnen.

 

 

 

Was haben Feministinnen und Bessermenschen miteinan-

der gemein? Sie behaupten, dass bestimmte Gruppen

unterdrückt sind und eine Vorzugsbehandlung verdienen.

Bei den Bessermenschen sind das andere, zu deren An-

walt sie sich berufen fühlen, und bei den Feministinnen

sind das ihre Leidensgenossinnen, oder angenommenen

Leidensgenossinnen. Nun kann man für Schwache und

Unterdrückte Forderungen bekunden, aber eine Vorzugs-

behandlung?

 

 

 

Es ist ein Merkmal unserer Zeit und unseres Landes, dass

Landsleute gegen Landsleuten zu Felde ziehen, wenn sie

eine eigene Meinung haben. Soziale Verbände haben extra

eine Liste mit „soziale Unwörter“ die künftig keinem po-

litisch korrekten Deutsch entsprechen sollen.

 

 

 

Nun ist Sprache immer bewertend, es kommt aber immer

darauf an, wie etwas gemeint ist. Wenn ich sage: ich bin

ein Mann, dann ist das schlicht eine Feststellung. Wenn

eine Feministin sagt: der ist doch ein Mann! dann ist das

abwertend gemeint, im Sinne von: das ist nur ein Mann.

Ich aber bin eine Frau! Auch hier entscheidet der gemeinte

Zusammenhang. Natürlich kann man auch über Wörter un-

abhängig vom Zusammenhang diskutieren. Schriftsteller

zum Beispiel tun das regelmäßig. Sie zerlegen Begriffe,

setzen sie neu zusammen oder kombinieren sie mit anderen

Worten. Das habe zum Beispiel ich getan, als ich vorhin

vonbier- und sektdeutsch sprach.

 

 

 

Man kann Wörter durchaus in gute und schlechte einteilen.

Man will etwas sagen, aber der Begriff fasst das gemeinte

zu kurz, also ist er schlecht; ein anderer Begriff umfasst

den Kern des gemeinten, also ist er besser und daher: gut.

 

 

 

Eine Liste mit „soziale Unwörter“ ist ein Forderungskatalog

nach Zensur. Gewiss: Jeder zensiert sich seine Welt zurecht,

so gut er kann, sobald aber der Staat diese Aufgabe über-

nehmen soll, oder Personen, die sich für etwas besseres

halten, wird daraus eine Zwangsjacke. Geistige Zwangs-

jacken – dagegen habe ich etwas – und zwar: Vertrauen in

die Literatur.

 

 

 

Es sind doch Literaten, die Sprache kreieren, sie lebendig

und stark halten und – in ihren Beiträgen – konservieren.

Man kann durchaus feststellen: Ein Literat erhält Sprache

lebendig, indem er sie konserviert.

 

 

 

Ist das ein Gender-Bias? Nein, das ist eine Feststellung, die

eine Frau auch nicht hätte anders treffen können. Logik hat

kein Geschlecht. So kann ich zum Beispiel mit dem Wort

Bias (Verzerrung) spielen – statt: Unmoral (Moral-Bias),

statt: Unlogik (Logik-Bias) usw. Für mich ist eine politisch

korrekte Sprache ein Moral-Bias von Leuten, die sich auf-

plustern; oder, um wieder in bierdeutsch zu reden, von

Heuchlern.

 

 

 

Ist das für mich nun ein Grund, einen Feldzug gegen Heuchler

zu starten. Nein, ich kritisiere sie, aber nicht mehr.

 

 

 

Die Aussage von Napoleon ist für mich kein Gender-Bias,

eher eine wahre Lüge. Er hat einen Wesenszug von uns

Deutschen erkannt, wir streiten eher gegen- als miteinander;

aber, es waren Deutsche, die am Sturz von Napoleon beteiligt

waren. Ich schätze, Napoleon hat uns abgeschätzt, weil ihn

interessierte, wie er uns, für seine Pläne, am besten nutzen

könnte. Und so hat er uns etwas dümmer gemacht als wir sind.

Handeln Bessermenschen und Feministinnen anders!

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