„Integration? Was ist denn das?“

Deutschland, In eigener Sache

Ein Interview mit einem „Islam-Kritiker“

von Tanha Krienen



Sonntag, 12.00 Uhr. Pittoreske Fachwerkbaubauten, die sich sanft aneinander schmiegen, umsäumen den Vreithof in Soest. Der Ottonische Kern von Soest beherbergt die St.-Petri-Kirche und den St.-Patrokli-Dom, mit dessen Bau vor dem Jahr 1000 begonnen wurde. Imponierend türmen sich die Mauern auf und scheinen das 300 Jahre alte Rathaus ermächtigen zu wollen. Von überall her läuten die Glocken. Schwächer werdend. Der Gottesdienst beginnt. Einzelne Menschen hasten in letzter Minute in die Kirchen. Gott mag die Zuspätkommer nicht. Doch gerade hier treffe ich einen Mann, der pünktlich kam und eigentlich nicht so viel mit Religion zu tun hat. Er ist, ganz im Gegenteil, ein Aufklärer. Eine seriöse Erscheinung, schick gekleidet und mit Sinn für Details, hält er ein Buch in der Hand: den Koran. Soeben hat er ein Gespräch mit Passanten beendet und nimmt sich nun Zeit für unser Gespräch. Frank Engelhardt heißt er, ist 48 Jahre alt, Vater und sogar schon Großvater eines 5jährigen Kindes. 

 

Frage: Ist es eine alte Tradition an jedem Sonntag um 12.00 Uhr vor dem Rathaus zu stehen? Was ist das Motiv dafür?

Frank E.: Ja, tatsächlich stehe ich seit vielen Wochen jeden Sonntag um 12:00 Uhr am Rathaus und versuche mit wahllos vorbeischlendernden Menschen ins Gespräch zu kommen. Es dient mir um einen Eindruck zu bekommen, was wir hier in Deutschland eigentlich über den Islam, aber auch über die christliche Kirche, wissen. Mit Wissen meine ich tatsächlich Wissen im wissenschaftlichen Sinne, den als Elektronikingenieur und Programmierer bin ich es gewohnt Ideen, Visionen aber auch gesellschaftliche Vorgänge nach logischen Kriterien zu betrachten und vielleicht Aktion-Reaktion Abfolgen zu erkennen. Die Idee stammt eigentlich von einem sehr islamkritischen News Blog, dem PI-News.net. Das PI steht für politisch incorrect, als Gegenposition zu den oftmals wenig kritischen Darstellungen von verschiedensten Sachverhalten in den „normalen“ Medien.

Frage: Wie macht man Bekanntschaft mit dem Islam und wie gelangt man zu dem, was als „Islam-Kritik“ bezeichnet wird?

Frank E.: Auslöser für mich war ein Artikel in dem angekündigt wurde, dass bald bekenntnisorientierter Islamunterricht an deutschen Grundschulen angeboten werden soll. Das fand ich interessant, denn kurz vorher hatte ich ein Gespräch mit einem Anhänger der „Zeugen Jehova“ der mir erläuterte, dass die Anerkennung ihrer Glaubensgemeinschaft etwa 15 Jahre gedauert hat und nur unter dem Verzicht auf Lehrtätigkeiten an öffentlichen Schulen gebilligt wurde. Keine Frage, meine Kenntnisse über den Islam waren zu der Zeit mehr als oberflächlich und lückenhaft. Also ist meine Herangehensweise natürlich: Koran kaufen und lesen. Das war an einem Wochenende bewältigt. Danach war ich Korankritiker! Hier möchte ich dringend dazu Aufrufen: Leute, lest den Koran, macht euch euer eigenes Bild. Damals wusste ich noch nichts von der zeitlichen Abfolge der Suren, nichts von Abrogation und Taqquia, hatte keine Ahnung von der offiziellen Darstellung der Person des Mohammed und seiner Taten die man auf kritischen Seiten beschrieben findet wie seine Expansionsschlachten, sein Umgang mit Frauen/ Mädchen, Sklaven und Beute etc. 

Frage: Man macht derbe Witze über den Papst, lacht über religiöse Gebote und Rituale, schmäht Gläubige und Repräsentanten, doch die Kritik erfriert zu einem spiegelglatten Parkett, auf dem man unweigerlich zum Rutschen eingeladen wird, sobald die Sprache auf den Islam kommt. Welche Erklärung gibt es dafür?

Frank E.: Ja, das ist etwas was aus meinen vielen Gesprächen, sich deutlich herauskristallisiert: 

Zunächst haben beide Religionsgruppen keine tiefer gehenden Kenntnisse über ihre Religion. Bisher habe ich tatsächlich keinen Christen gesprochen, der die Bibel oder wenigstens das NT gelesen hat. Immerhin, von den vielleicht 50 Moslems mit denen ich bisher gesprochen habe waren 2 dabei, die den Koran gelesen haben: Natürlich der Imam unserer Ditib Moschee und einen lieben Freund B. aus Afrika. Aber der Umgang mit ihrer jeweiligen Religion ist zwischen Christen und Moslems sehr unterschiedlich: Ein Christ, angesprochen auf „komische“ Konzepte wie z.B. Buße tun, Zölibat, Taufe, Papst sagt eigentlich immer: „Ach, das, das sehe ich nicht so eng, das gefällt mir auch so nicht…“. Ich bohre dann nach und behaupte: Dann machen Sie sich sozusagen ihren eigenen Glauben denn in der Bibel steht es ja eigentlich anders… Und eigentlich stimmen sie dem „ganz locker“ zu. Einen Moslem auf krasse Koran-Aussagen angesprochen geht anders vor: Erst einmal ist alles „richtig“ im Koran! Wenn etwas schlimm klingt ist die Übersetzung falsch, dann ist der Kontext falsch und na ja, letztendlich bin ich doof. ( mag ja sein  ). Bei so einem Gespräch wird dann der bislang tiefenentspannte Moslem zum heftig engagierten Koran- Befürworter. Wir erinnern uns an die Tumulte der Moslems z.B. als Reaktion auf den „Innocence of Muslims“ Trailer.

Frage: Integrationsprobleme gibt es mit verschiedenen Volksgruppen. Existieren Merkmale, die darauf hindeuten, dass muslimische Menschen spezifische Probleme haben, welche sich aus der Religion erklären lassen?

Frank W.: Integration? Was ist denn das? Muss man sich dann nicht wenigstens ganz kurz darüber einigen, was wir von unserer Gesellschaft erwarten? Hier nur drei „Ziele“ die ich Betrachten möchte:

[sociallocker id=”1011″] Gleichberechtigung von Frau und Mann, völlige Gewaltlosigkeit und sexuelle Selbstbestimmung. Wenn wir uns darauf einigen, dann kann man untersuchen ob der Islam diese Ziele ebenfalls vertritt oder vielleicht doch diametral dazu steht: 
Gleichberechtigung Frau/ Mann? Nein, 4:34 „Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, …und schlagt sie…“ oder 4:3 Mann darf 4 Frauen heiraten! Darf die Frau auch 4 Männer? Halbes Erbe, halbe Stimme vor Gericht! Nein ich sehe da keine Gleichberechtigung.

Gewaltlosigkeit? Nein: Hand oder Fuß abhacken, ungläubige Enthaupten, Steinigung, Stockhiebe und Sure 111, Seil aus Kokosfasern um ihren Hals? Für, die Würde und körperliche Unversehrtheit ist höchstes Schützenswertes Gut, sehe ich da schwarz! Dazu gibt es ja auch die spezielle „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“ (1990).

Sexuelle Selbstbestimmung? Homosexualität? Sexuelle Selbstbestimmung einer Frau, der Tochter? Nein, das gehört nicht in das Weltbild eines muslimischen Mannes. Und um es ganz deutlich zu sagen: Aus Toleranz gegenüber Religionen auch nur einen Deut von den beispielhaft genannten Zielen abzuweichen halte ich für vollkommen falsch. Wenn die Religion überleben will, dann muss sie sich den sich weiterentwickelnden ethischen Grundsätzen anpassen.

Frage: Welches sind die entscheidenden Probleme, die sich bei Muslimen zeigen? Die Frage zielt sowohl auf die Gesellschaft und die Kultur, als auch auf übergeordnete politische Aspekte.

Frank E.: Das liegt doch ganz klar auf der Hand: Natürlich gibt es hier eine Menge Leute mit muslimischem Hintergrund, sie ganz prima auch die o. g. Ziele anstreben oder sogar schon leben. Aber es gibt auch jede Menge Moscheegemeinden, von den insgesamt etwa 2700 in Deutschland, die sich abschotten und ihre eigenen Ziele verfolgen. Man kann nur Vermuten wie viele das sind, aber ich habe den dringenden Verdacht, dass es bei weitem, die Mehrheit ist. Müssen wir da nicht etwas genauer hinschauen oder bekommen alle weiterhin einen unbegrenzten Vertrauensvorschuss? Wer sich etwas mit den, auch in der Politik einflussnehmenden islamischen Organisationen beschäftigt, bekommt da wohl schnell eine ebenso kritische Haltung wie ich. Die Gülen Bewegung, Milli Görüs, Ahmadiyya Muslim Jamaat und Ditib haben schon erheblichen Einfluß, deren Ziele sind aber sicher nicht mit den Zielen des „gemeinen Europäers“ vereinbar.

Frage: Wie sind die Reaktionen der Menschen auf die Wache vor dem Rathaus und das damit verbundene Gesprächsangebot?

Frank E.: Na, sicher, erst einmal haben viele einfach keine Lust sich damit zu beschäftigen, mein Einstieg ist dann manchmal eine Bezugnahme auf ihre Kinder oder Enkel. Die meisten wissen nichts über den islamischen Religionsunterricht. Wenn sie dann hören, dass Schulministerin S. Löhrmann (Grüne) den ohne bindenden Lehrplan, mit Lehrkräften, die kurz in Wochenendseminaren ausgebildet werden, gestartet hat, werden sie schon aufmerksamer. Trotzdem, bei meiner „Ein-Mann-Wache“ erreiche ich nicht genug Menschen, deshalb erwäge ich, Informationsveranstaltungen zu initiieren. Keine Frage, ich habe das dringende Bedürfnis, mehr zu Informieren, echte Dialoge anzustoßen. Wir haben allein in NRW etwa 300.000 muslimische Schüler und wenn man denen den Koranvers 5:59 vorliest, wo Christen und Juden als Schweine und Affen bezeichnet werden, dann muss die Frage erlaubt sein ob wir uns eine ganze Generation Mohammed-Krieger ausbilden.

Frage: Gibt es nicht auch viele fragwürdige Bibelstellen? 

Frank E.: Ja, sicher, aber oben hab' ich schon versucht darzustellen, dass eine Relativierung der hl. Schriften von Muslime nicht möglich scheint. Wenn sich jemand hinstellt und eine „zartere“ Interpretation präsentiert, kommt ein anderer mit dem Koran unterm Arm und schmettert diese Auslegung durch die „wahrhaften Verse“ nieder. Bestes Beispiel: Prof. M. Khorchide, am Isl. Institut in Münster hat ein Buch 2012 herausgegeben: „Islam ist Barmherzigkeit“ das auf üble Kritik gestoßen ist. In einem Artikel wurde ihm sogar empfohlen sich auf Geisteskrankheit zu untersuchen!

Frage: Was müsste in puncto Islam geschehen? Wie sollte die Politik handeln?

Frank E.: Ich fürchte, wir sind noch nicht in der Situation irgendetwas am Islam zu bewegen. Vielmehr müssen wir ein offenes und ehrliches, aber eben kritisches Gespräch in den Medien und in der Öffentlichkeit führen dürfen. Etwas mehr Meinungsfreiheit, entsprechend einem meiner Lieblingszitate „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ , von Voltaire, würde uns sicher gut tun.

[/sociallocker]Frage: Ich bedanke mich sehr herzlich für das informative Gespräch. Gibt es ein Schlusswort an die Leser…?

Frank E.: Ja, sicher: "Liebe Leute, glaubt doch an was Ihr wollt, aber nicht so besessen und lasst die Anderen damit in Ruhe". Ich bedanke mich auch ganz herzlich.

Erschienen im Preußischen Anzeiger

2 thoughts on “„Integration? Was ist denn das?“”

  1. Integration ist Normalerweise das man erst die Bedürftigen Menschen ins Land holt (Politisch verfolgte usw.) und dann in der Minderheit andere Menschen wo keinen Grund haben ein zu reisen.

    Aber nicht so wie Deutschland das Mann alle rein hold, z.B Menschen wo nur die Staatlichen Versorgung Leistungen aus nutzen (Hartz 4, Sozialhilfe, usw.) und ihren Glauben den Christen auf zwingen wollen oder anders denken als die Islamisten.

  2. Der Islam ist eine Religion die keine andere Religionen zulässt, er wird nicht aufhören bis er seinen Eroberungsfeldzug beendet hat und Deutschland komplett islamisiert hat, hier muss man mit einer Konservativen  Partei "Die Republikaner" gegensteuern.

     

    Dieser ganze Integrationsschwachsinn ist doch nur dazu da dass man Deutschland komplett "verblödet", Integration kann es nur durch eine erfolgreiche Assimilation geben. Erst muss jeamnd unsere Sprache können und danach kann er in nach einem erfolgreichen "Integrationsprozess" träger aller Rechten und Pflichten werden, ERGO auch Deutscher Staatsbürger. Erst muss der der zu Integrierende anpassen an unseren werte und dann bekommt er den Deutschen Pass. Und wenn es dann dazu kommt dass er straffällig wird dann muss man ihm den Deutschen Pass entziehen und er muss in sein Heimatland abgeschoben werden. So machen es auch unsere Europäischen Nachbarländer, nur wir deutschen leider nicht.

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