Von Poeten, Gut- und Bessermenschen und Nationalisten

Satire & Humor , , , , , , , ,

(W.L.) Was kennzeichnet einen braven Feuilletonisten?

Er wird gelesen, geachtet und dann vergessen.

 

 

Wie textet man für die Ewigkeit?

Schreibe tagesaktuell!

 

 

 

 

Ein guter Schriftsteller gerät als Sandwich in die Backen

der Zeit und endet in ihren anderen Backen.

Ein schlechter macht sich zum Stoff für Gespräche.

 

 

 

 

 

Unbekömmlich – unabkömmlich.

 

 

 

 

 

Ein Poet, der eine Rolle spielt,

spielt bald keine mehr.

 

 

 

 

 

Ein Poet ist unmoralisch, deshalb kann er auch über

Moral urteilen.

 

 

 

 

 

Die Realität gleicht einer Fragestellung. Die Poesie

einer Fragwürdigkeit. Und eine fragwürdige Frage-

stellung ist: Politik.

 

 

 

 

 

Ein Heuchler muss ständig darauf hinweisen, wie moralisch

er ist; in dieser Hinsicht sind die Gut- und Bessermenschen

weiter. Sie weisen ständig daraufhin, wie unmoralisch die

anderen sind, so erscheinen sie unverdächtig.

 

 

 

 

 

Gut- und Bessermenschen halten sich für gütig. Vielleicht,

weil manche Leute, die sie bereits von weitem sehen, laut-

hals schreien: O du meine Güte!

 

 

 

 

 

Nationalismus plus Gut- und Bessermenchentum sind zwei

Seiten einer Medaille.

 

 

 

 

 

Nationalismus ist ein Problem,

Gut- und Bessermenschentum ist ein Problem;

die Lösung ist: Patriotismus.

Kommentar verfassen