Ohne Moos nix los!


Die Zukunft, in der wir leben wollen

(W.L.) Ehre und Treue, das ist die Parole der französichen

Fremdenlegion. Die Nazis haben diese Parole per-

vertiert. Ihr Spruch lautete: Meine Ehre heißt Treue.

 

Am heutigen 9. November wird allen Opfern der

Nazis gedacht. Heute, vor 75 Jahren, starteten die

Nazis ein Progrom gegen Personen, die in ihren Au-

gen entartet oder sonstwie pervers erschienen.

 

Die Parole der Nazis hatte mit der der Fremden-

legion nichts gemein. Es war eine wohlklingende

Leerformel, die Verbrechen gegen Andersdenkene

verharmlosend umschreiben sollte.

 

Mit Leerformeln verharmlost wird auch noch heute.

Etwa, wenn der Bundesgaukler, im branden-

burgischen Eberswalte ein Denkmal einweiht und

von einem Wachsen mit Erinnerung spricht. Das ist

natürlich nur der Name des eigeweihten Denkmals,

der Bundesgaukler sprach aber auch von Schuld, die

noch immer auf dem Deutschen Volk laste.

 

Ehrlich gesagt: auf mir lastet keine Schuld. Als ich ge-

boren wurde, war der Krieg Jahrzente vorbei. Was

meint der Bundespräsident Gauck, wenn er von einer

Deutschen Schuld spricht? Will er uns – den Nachge-

borenen – zu verstehen geben, auch wir hätten Schuld

am Morden der Nazis? Meint Gauck, dass Schuld nicht

an Taten gebunden, sondern, überzeitlich ist, etwa: ein

Schicksal? Wenn dem so wäre, dann müssten alle in

Deutschland geborene an dieser Schuld mittragen.

Dieser Logik nach wären also: Sinti und Roma, Juden

und Christen und überhaupt alle, die in Deutschland,

nach 1945 geboren sind, schuld. Bravo, Herr Gauck –

Sie Einstein der Logik!

 

Was der Bundesgaukler aber meinte, war, dass nur die

Deutschen, auch wir Nachgeborenen, schuld sind. Wie

alle Gut- und Bessermenschen lautet seine Parole:

Meine Ehre heißt: Schuld. Wenn die Nazis Treue ver-

ehrten, dann muss das Gegenteil davon gut sein. Also

ist jeder, der Schuld die Treue hält, kein Nazi und somit

ein guter Mensch. Hätte Einstein so gedacht, wir hätten

bis heute keine Relativitätstheorie.

 

Außerdem: Einstein galt in Amerika, neben Thomas

Mann, wo beide vor den Nazis geflohen waren, als ein

guter Deutscher. Von einem spezifisch deutschen Volks-

charakter hat dort niemand gesprochen. Es gab gute

Deutsche und es gab schlechte. Wenn man von Schuld

spricht, liegt es auf der Hand, diese in einen Zusammen-

hang mit Taten zu stellen. Jemand ist ein schlechter

Charakter, weil er Untaten begeht. Davon will aber der

Bundesgaukler nichts wissen. Er redet lieber von einer

überzeitlichen Schuld. Und die Folge? Auch die nach-

geborenen Deutschen werden zu Opfern der Nazis!

 

Somit erweisen sich die Gut- und Bessermenschen

zu Helfershelfern der Nazis. Auch das sollten wir

alle, mit gesundem Menschenverstand, zum Ge-

denken nutzen. Auch wir sind Opfer der Nazis!

 

Da ist mir das Motto der Fremdenlegion will-

kommen: Ehre und Treue. Ehre und Treue einem

anderen Deutschland, einem ohne Nazis und Gut-

und Bessermenschen. Ehre und Treue einem Deutsch-

land, auf das ein Nachgeborener stolz sein kann.

 

Dafür sollten alle, mit gesundem Menschenverstand,

streiten. Deutschland wird es euch danken!

 

Heute gibt es keinen Spruch von mir, dafür aber ein

Zitat von Albert Einstein:

 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zu-

kunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

 

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