Islamalternative Deutschland

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(he) Mal wieder macht die AfD von sich reden und sitzt, mal wieder, zwischen den Stühlen. Grund hierfür war die Position der Freiheit. Marc Doll veröffentlichte den Übertritt der Rest-Freiheit-Mitglieder in die AfD und die AfD versperrt ihnen den Weg. Nun ist es so, das bereits im Vorfeld viele Mitglieder der Freiheit, aber auch der DSU, der Republikaner und so weiter und so fort, in die AfD marschierten, währen Prof. Lucke, immerhin Bundessprecher und Gründer der selbsternannten Alternative, sich von rechts und links freisprach. Nur keine konservativ oder freiheitlich denkenden Mitmenschen in seiner neoliberalen Partei. Trotz traumhafter Zusammenarbeit mit der “jungen Freiheit”, die ursprünglich einmal ein Wegweiser der konservativ/freiheitlichen Bewegung in der BRD war.

Doch Lucke mundtot zu erleben, geht warhscheinlich nur bei Plasbergs “Hart aber Fair” – Sendung (ARD/WDR). Seine Worte fand er in einer Pressemitteilung wieder:

Liebe Freunde und Unterstützer,

da Fehlinformationen die Runde machen, möchte ich darauf hinweisen, dass die heutige Pressemitteilung von mir persönlich verfasst wurde.

Mit ihr ist keinerlei politische Richtungsänderung der Alternative für Deutschland verbunden. Ich möchte mit der Pressemitteilung aber eindeutig klar stellen, dass unsere Zielgruppe (für Mitglieder und Wähler) nicht an den politischen Rändern oder im Bereich sektiererischer Parteien liegt.

Wir wenden uns vielmehr an die Wähler von CDU, CSU, SPD, Grünen, Linken, FDP und an die zahlreichen enttäuschten Nichtwähler. Dass ich die FDP explizit erwähnt habe, ist allein der Tatsache geschuldet, dass sie seit dem 22.9. zu den Kleinparteien zu rechnen ist, uns Liberale aber genauso willkommen sind, wie Christdemokraten, Sozialdemokraten, Grüne oder Konservative.

Die AfD wird, wenn es nach mir geht, immer eine Partei bleiben, die sich einer schematischen rechts-links Etikettierung entzieht, sondern sich am abendländischen Wertekanon, am Grundgesetz und am gesunden Menschenverstand orientiert.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Lucke

Ahja – die AfD ist also kein Raum für sektierischer Parteien. Lassen Sie sich das auf der Zunge langsam zergehen. Dieser Satz kommt vom Chef einer Partei, deren Parteimitglieder sofort bellen, wenn es irgendwie Kritik über den Chef oder eben der politischen Organisation gibt oder gab.

Ahja – nach der Wahl sind plötzlich Liberale, Christ-, Sozialdemokraten willkommen, aber auch Linke und Konservative. Vor der Wahl wollte man nichts mit Konservativen zu tun haben, trotz der Vielzahl von Überläufern aus dem sogenannten rechten Spektrum. Und wenn man dann vom Abendländischen Wertekanon und gesunder Menschenverstand redet, warum passen dann die Ex-CDUler Stadtkewitz und Doll nicht in die AfD?

Vielleicht erklärt dies ein anderes Schreiben. Die

ERKLÄRUNG DES KREISVERBANDS BRAUNSCHWEIG, Alternative für Deutschland (AfD) zu den Aussagen Parteisprecher / Pressemeldung Bund hinsichtlich Aufnahmestopp von Ex-Mitgliedern der Partei „Die Freiheit“

Dem Bundesvorstand der Alternative für Deutschland
Dem Landesvorstand Niedersachsen der Alternative für Deutschland
sowie allen Interessierten zur Kenntnisnahme

Der Kreisverband Braunschweig in der Alternative für Deutschland teilt mit, daß die seitens des Parteisprechers empfohlenen Aufnahmekriterien und -modalitäten nicht der Satzung des
Kreisverbandes Braunschweig entsprechen und daher nicht zur Anwendung kommen können.

Weiterhin verwahrt sich der Kreisverband Braunschweig gegen die Pressemitteilung der Bundespartei “Aufnahmestopp für Überläufer der Partei ‘Die Freiheit’ “.

Die Unterzeichnende Frau Metzger ist offensichtlich nicht in der Lage, zwischen Empfehlung, wie sie der Parteisprecher ausgesprochen hat, und verbindlicher Regel zu differenzieren. Auch ist nicht einzusehen, warum bei derartig rigiden Maßnahmen zur Aufnahme von Neumitgliedern anderer Kleinparteien ausgerechnet FDP-Mitglieder ausgenommen sein sollen.

Der Kreisverband Braunschweig fordert daher den Bundesvorstand auf, Frau Metzger eine Rüge auszusprechen und die Kooptation dieser Person sowie ihre weitere Beschäftigung innerhalb der AfD zu überdenken.

Für den Kreisverband Braunschweig
Denis Deppe

Aber, aber Herr Deppe. Was ist denn nun los. Wo ist die Hörigkeit hin – und warum denn nun gegen die Pressesprecherin, die bekanntlich vor ihrer AfD-Zeit gern islamkritische Veranstaltungen organisierte und aufbaute?

Eigentlich, wenn die AfD besser reagiert hätte, wäre der Übertritt von der Freiheit in die AfD keine Zeile wert gewesen, da man bereits im Vorfeld erahnen konnte, dass dieser Schritt aussteht. Denn immerhin warben die Restparteimitglieder im Wahlkampf mehr für die AfD als für ihre Splittergruppierung. Und, wie bereits mehrfach erklärt, war der erste Teil schon unter Luckes Haube.

Die Frage, die sich stellt, ist eigentlich vielmehr warum dieser undurchdachte Zickzackweg der AfD?

Legen Sie abendländische Werte als Plattform, sind sie nicht islamfreundlich. Ist man islamfreundlich, kann man nicht auf abendländische Werte bauen. Dies schliesst sich aus. War man vor der Wahl alles, nur nicht konservativ, warum betört man jetzt die Konservativen? Nur wegen fehlenden 0,3%?

Herr Lucke, zur EU-Wahl gibt es eine tiefere Hürde. Und Parteimitglieder bekommen Sie doch auch ohne Abgrenzungen genug. Von links bis rechts – von Nord bis Süd. Nämlich all jene, die nur nach dem Namen schauen und die Farbgebung einfach toll finden. Und jene, die lieber Beifall klatschen, statt selber ihr Hirn anstrengen zu müssen. Und mit Verlaub, lieber Herr Professor, davon gibt es in der BRD mehr Menschen als Sie brauchen.

Warum also diese Art der Ablehnung?

Angst vor der Medienschelte? Brauchen Sie doch nicht zu haben, solange Sie weiterhin Griechenland verändern wollen, statt in der BRD reinen Tisch zu machen, solange auch Sie mehr Europa wollen und den Euro fordern. Und da Ihnen nun sogar Frankreich hilft – Frankreich fordert in Deutschland Mindestlohn, statt sein Land selbst auf Vordermann zu bringen; auf gut Deutsch: Sozialist Hollande macht es Professor Lucke nach; – sollten Sie doch die Medien mit Herrn Adam um den Finger wickeln können.

Also, wie man auch in Winsen/Luhe sagt: Butter bei die Fische!

Ahja – es geht um Lobbyarbeit und Gelder. Ich habe verstanden!

 

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