Schwule ohne Nudel

Allgemein, Deutschland ,

(he) Da erlaubt sich doch glatt jemand zu erklären, dass sein perfektes Bild eine glückliche, klassische Familie ist. Ein Bild also mit Vater, Mutter Kind(er), welche sich die Nudeln teilen. Ein Skandal! Nicht die Nudeln, sondern das Bild. Vater, Mutter, Kind(er) – wo gibt es das denn noch? In den deutschen und italienischen Medienhäusern wohl zu wenig. Irgendwie logisch, denn Vater und Mutter gleichzeitig an einem Tisch geht in Deutschland kaum, da Familienvorstände gern den Zweit- und Drittjob während der eigentlichen Freizeit ausüben um den Kindergarten oder die Schulmaterialien bezahlen zu können. Was hat sich da der Barilla Chef, Guido Barilla, nur gedacht als er ins Radiomikrophon sprach: “Wir werden keine Werbung mit Homosexuellen schalten.”

Vielleicht dachte er wirklich nur an das Familienleben, vielleicht dachte er auch nur daran, dass man (s)eine sexuelle Neigung nicht an jeden Fahnenmast hängen muss, wie es diesseits der Breitengrade gern getan wird. “Ich bin schwul” ist in der BRD mit der Zeit eine Art Eintrittskarte geworden und darf auf Straßen gefeiert werden, gern mit dem Segen vom Oberbürgermeister oder dem Pfarrer des Ortes.

Nun aber ruderte Barilla unnötigerweise zurück, in dem der Konzern nun mitteilte, Schwule hätten seinen höchsten Respekt. Als nicht homosexueller Mensch frage ich mich, warum habe ich nicht seinen höchsten Respekt? Aber ich habe nicht diese laute Stimme, wie die europaweite Schwulenlobby.

Vielleicht auch ganz gut so. Denn die Erfahrung mit dem “Landser” zeigt. Produkte werden eingestellt, selbst wenn sie gut verkauft werden, nicht gesetzeswidrig sind – sondern einfach, weil eine Lobbygruppe etwas dagegen hat. So einfach ist (ißt) das. In diesem Sinne: Guten Hunger!

Kommentar verfassen