Verliererwahl

(he) Egal wie man es dreht – alle haben verloren bei der Bundestagswahl. Vornan, oder besser nun hinten dran – die FDP. Trotz Warnschüsse wollte die gelbe Führung nicht hören. Die Grünen dürfen ebenso heulen, hat doch der Bürger das rote der Melonen- und Verbotspartei schon öfter gespürt und will nicht weitere Verbote und Vorgaben in seinem Leben spüren. Auch die Linke ist – trotz nun drittstärkster Partei – eindeutig nicht auf ihre Wunschwähler gestossen. Und die SPD hat zugelegt und doch das Wahlziel kilometerweit verfehlt.

Die Meinungsmedien jubeln nun die CDU hoch – doch auch sie ist kein echter Gewinner. Zur absoluten Mehrheit fehlen einige Sitze und ein kleiner Partner wird in der Unionsgeführten Übermacht untergehen. Von daher ist es recht interessant, wer nun mit wem. Geht es um Posten und Altersversorgung werden SPD und Grüne ihre Positionen über Bord werfen, wobei es dem Deutschen egal sein kann, wer nun ihn regiert. Das alles irgendwie austausch- und vertauschbar ist, hat auch der letzte unionssozialdemokratische Wähler begriffen. Es ist also, wie es bleibt – und nicht andersherum!

Auch die AfD, die sich schon als drittstärkste Kraft siegessicher glaubte, dürfte sich kaum als Gewinner sehen. Schon nach der ersten Hochrechnung durfte man von einigen Luckegetreuen lesen, das bestimmt eine Wahlfälschung vorliege. Vielleicht sogar zu recht, denn Bleistifte in Wahlkabinen und abgewiesene Wähler machen nicht den besten Eindruck. Aber Fälschung wäre zu hoch gegriffen, denn die AfD hat ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Schliesslich haben sie die FDP herausgehauen und sammelten die Protestwähler ein. Nun darf der Mohr gehen – in der BRD also als rechte Partei gebranntmarkt werden, bis die AfD die Rolle einer liberalen Partei der Republikaner spielt.

Schön, so jubelten die Konservativen, die Linke Kraft in der BRD ist nicht mehr in der Mehrheit – aber auch hier gibt es einen Dämpfer hinter den Kulissen. Sehen wir von der CDU und der Ableger AfD als möchtegernkonservative Kraft hinweg, so müssen sich die konservativ-freiheitlichen und liberalen (Neu-) Kräfte in der BRD in der nächsten Burka verstecken. Selbst wenn man Reps, Pro und PdV zusammenzählt und noch die Nationalen, wie NPD und Rechte hinzuaddiert kommen dem konservative denkendem die Tränen. Keine 3%!

Es muss sich was ändern – links wie rechts. Nicht nur neue Köpfe, sondern auch neue Ideen müssen entwickelt werden. Diese Wahl der Verlierer könnte einen gewissen Neuanfang darstellen, wenn Merkel gezwungen ist allein zu regieren und sich die Mehrheiten demokratisch sucht. Der Neuanfang könnte aber auch damit beginnen, dass links und rechts der Parlamentsparteien überlegt wird, wie man die Zukunft gestalten kann. Ganz ohne linke und rechte Sturmtruppen, ganz ohne Nazikeule. Man muss demokratische Brücken bauen. Wer dazu nicht bereit ist, gehört abgestraft. In diesem Sinne, hat der Wähler alles richtig gemacht!

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2 comments on “Verliererwahl
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