Ohne Moos nix los!


Bruchpiloten der AfD

(tk) Aus der Hauptseite des „Soester Anzeiger“ im Artikel über den Sieg der CDU: “Die Alternative für Deutschland, die im Kreis Soest personelle Querelen in der Öffentlichkeit ausgetragen hat, schaffte 3,4%, liegt aber damit hinter dem Bundesergebnis.” Und im Innenteil-Kommentar: “Die AfD, die in Soest mehr Personalquerelen denn griffiger Politik auffiel, ließen sie (die Wähler) mit 3,4% rechts liegen.” Selten kann man den eigenen, unermüdlichen Einsatz und die Wirkung der politischen Arbeit, so direkt ablesen, wie am gestrigen Tag, da jede verhinderte Stimme wichtig war. Meine Behauptung, die Partei habe allein durch die Nichtnominierung und Verhinderung misstrauisch beäugten Kandidaten den Wahlerfolg ihrer Ein-Mann-Show bereits im Vorfeld verspielt, zeigte sich als 100% zutreffend, wie auch mein zwischenzeitlicher Hinweis, der Antritt der Freien Wähler (1,0%) würde einen Erfolg unmöglich machen. Nur durch den Überlauf von kommunistischen Wählern aus dem Osten, konnte die Partei überhaupt in die Nähe der 5% geraten. Dies unterstreicht auch meine Behauptung, die AfD sei eine Querfrontpartei des Ressentiments. In den wirklich bürgerlichen Lebensbereichen des Westens ist sie nicht über den Status einer echten Splitterpartei hinausgekommen. Verlierer ist auch ein publizistisches Milieu, das sind in erschreckender Ergebenheit und analytischer Schwäche, einer Partei das Wort redete, die im Spektrum zwischen Linkspartei und FDP angesiedelt ist und das sich nicht scheute bisherige kritische Leser auszugrenzen oder zu verleumden. Infolgedessen kam es zur Abwahl der bürgerlichen Regierung (die AfD hat sich letztlich nur zu diesem Zweck als Merkel-Hasserin gegründet), entsorgte damit die FDP als letztes Korrektiv und macht theoretisch Rot-Rot-Grün möglich, das nur verhindert wird, weil letzte Schamhaftigkeiten noch nicht überwunden werden. Mehr kontraproduktives Handeln eines Milieus, das von sich behauptet konservativ zu sein, in Wirklichkeit jedoch in einer üblen Weise wirklich reaktionär ist bis hin zur bodenlosen Dummheit, war selten. Auch einzelne Figuren, die unter dem Deckmantel einer Liberalität in Wirklichkeit immer wieder ihre rein anarchistischen und zersetzenden Ideologien auslebten, sorgten nicht nur für eine Diskreditierung eines tendenziell erfolgreichen Ansatzes, sie zeigten auch menschliche Abgründe und charakterliche Defizite auf. Eine überaus aggressive und sektengleiche Partei-Kameradschaft verstellte den Blick auf realistische Vorgänge vollends und venebelte die Zurechnungsfähigkeit auf allen Ebenen. Wie unter Drogen stehend, sah man sich – obwohl keine Frage schlüssig beantwortend – auf dem Weg zum zweistelligen Erfolg. Eine größere Bruchlandung gab es selten.

 

Der PA-Lesetipp: Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland – das umstrittene Sachbuch zur AfD, das weit in die Zukunft schaute und bisher Recht behielt

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