AfD Mitglieder nicht auf Parteikurs?

Deutschland ,

folgenden Beitrag entnahmen wir exk3 Berlin de, einem nationalem Nachrichten- und Überblicksblog. Dennoch oder gerade deshalb ist der Inhalt  interessant:

Parteimitglieder nicht auf Parteikurs

Von Henry | 18.September 2013

Wieder einmal die AfD, die doch eine Alternative sein will und doch nicht anders ist, als andere Parteien auch. Aus vielen kleinen und größeren Puzzleteilchen wird ein Bild, wenn auch ein etwas anderes, als es sich einige wünschen oder vorstellen. Ein etwas kleineres Bild, das der AfD, wird immer vollständiger aber auch ein anderes, das der Parteienwelt, des Parteienstaates wird um ein weiteres Teil erweitert. Die DeutschenWirtschaftsNachrichten machten eine EU-Umfrage unter den Direktkandidaten der AfD, diese Umfrage wurde auf Grund eines Fehlers unter den Mitgliedern, dem Fußvolk der Partei, verbreitet und es kam wie es kommen musste. Es kam heraus, dass Partei und Mitglieder unterschiedliche Anschauungen haben und die Parteiführung vor diesen Anschauungen Angst hat. So kam bei der Umfrage heraus, dass 76 % der Mitglieder eine Rückgabe der Souveränität an die Nationalstaaten wünschen und die EU sei ein undemokratisches Gebilde. Weniger bringt mehr, könnte man auch sagen. 98 % der Mitglieder sprachen sich gegen jedwede Form der gemeinsamen europäischen Schuldenhaftung aus. 75 % der Mitglieder sprechen sich für eine Bestrafung von Steuerverschwendung aus. Die Antworten liefen aus dem Ruder, wie es scheint. Die Redaktion der DeutschenWirtschaftsNachrichten erhielt vom Bundesvorstand der AfD eine E-Mail, in der die Redaktion gebeten wurde die Antworten der Mitglieder doch zu ignorieren, man habe “große Bedenken, wenn jedes Parteimitglied unauthorisierte Antworten nach eigenem Gusto”gebe. Weiter hieß es, dass es geschehen könne, dass “Mitglieder in den unteren Gliederungen Interviews und Antworten geben, die für sie selbst richtig erscheinen, im Gesamtkontext der Partei aber nicht abgesprochen oder verabschiedet wurden”. Damit ist doch alles gesagt. In entsprechende Positionen, Direktkandidaten u. ä., kamen die Linientreuen, die auf die offizielle Parteilinie eingeschworen sind bzw. an dieser mitwirkten. Das Fußvolk, das jede Partei braucht, aber immer von wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen ist, wird auch in der AfD als etwas behandelt, was man zwar braucht, aber dessen Meinungen und Wünsche nicht verbreitet werden sollen, könnte ja sein, dass da Inhalte vorhanden sind, die so gar nicht mit dem offiziellen Parteikurs übereinstimmen und zu Unannehmlichkeiten führen könnten. Wie heißt es im AfD-Wahlkampfprogramm: Parteien sollen am politischen System mitwirken, es aber nicht beherrschen. Wir fordern mehr direkte Demokratie auch in den Parteien. Das Volk soll den Willen der Parteien bestimmen, nicht umgekehrt. Auf diese Punkte bin ich in früheren Artikeln bereits eingegangen und habe darauf hingewiesen, dass dies lediglich schöne Worte und nichts sonst sind. Mit der Behandlung der fehlgeleiteten Umfrage hat sich die AfD selbst ein Bein gestellt. Wie soll man die Aussage dieser Partei ernst nehmen, dass das Volk, welch großes Wort, den Willen der Parteien bestimmen soll, wenn Wille und Meinungen der eigenen Mitglieder ignoriert werden sollen, da sie innerparteilich nicht abgesprochen oder verabschiedet wurden? Hier herrscht eine Partei über Meinungsäußerungen von Parteimitgliedern, die vorgibt, dass Parteien zwar mitwirken sollen, aber das politische System nicht beherrschen sollen und Nichtmitglieder, das sog. Volk, den Willen der Parteien bestimmen sollen. Hier liegt auch noch ein weiterer Denkfehler offen. Das nicht näher bezeichnete Volk, also wahrscheinlich der Plebs, die Untertanen, sollte doch nicht, den Willen der Parteien bestimmen, sondern wenn schon, dann die Politik der Regierenden bzw. darin ihren Ausdruck finden. Parteien sind doch lediglich eine Ansammlung von ein paar Kerlen, die sich zusammentun und der Meinung sind, die Politik im Lande sollte/müsste nach ihrem Willen gestaltet werden. Genau diese sollte man eigentlich links liegen lassen und ignorieren. Die Parteigefolgsleute (aller Parteien), mehr ist die breite Masse der Mitglieder nicht, sollten die Bremse ziehen und aussteigen, solange noch kein größerer Schaden für Land und Leute angerichtet ist oder den Parteibonzen zeigen, wer Koch und wer Kellner ist. Sie werden es nicht tun und weshalb nicht? Da diese PGs (Parteigefolgsleute nicht Parteigenossen) eines tun, was ihre Bonzen nicht tun, sie unterstellen sich und ordnen ihre Interessen einem angeblich gemeinsamen, übergeordneten Interesse unter. An sich ein löbliches Verhalten, wenn es denn am richtigen Platz geschähe. Die PGs sollten diese Unter- und Einordnung von den Parteibonzen einfordern. Es ist immer dasselbe Lied. Wir, die breite Masse, ordnen uns ein und unter, unter den Willen einiger weniger, die unsere Ein- und Unterordnung schändlich missbrauchen. Im Extremfall geben wir unser Leben. Damit muss Schluss sein, keine Ein- und Unterordnung unter den Willen von Bonzen aller Art, vor allem nicht unter den Willen von Parteibonzen, die sich immer für was ganz besonderes halten und im Endeffekt doch meist nur charakterlose Lumpen sind, die jeden ausschalten der ihnen im Wege steht. Wozu ihnen jedes Mittel recht ist und sie nutzen jedes Mittel, das ihnen die momentane Lage zugesteht und ihre Macht sichert oder wachsen lässt. Seht ihr die Gräber dort im Tal? Nein, das sind nicht die Raucher von Reval, das sind die Gräber all jener die von Parteibonzen physisch, psychisch, sozial und/oder wirtschaftlich füsiliert wurden. Nicht der Staat ist unser Unglück, wie viele glauben. Die Parteien sind unser Unglück, die die Macht im Staate an sich gerissen haben. Etwas, das heutzutage fast schon als Selbstverständlichkeit angesehen wird und man für Parteien auf die Barrikaden geht, anstatt für die eigenen Interessen. Wahlkämpfe und Wahlen sind lediglich Verteilungskämpfe, nichts sonst. Zum einen Verteilungskämpfe um Posten, Dienstwagen, Diäten etc., innerhalb der Parteienlandschaft, zum anderen aber hauptsächlich knallharte Kämpfe um unser Geld, das verteilt werden soll. Diese Kämpfe finden hinter den Kulissen statt, dort kämpfen die Leute, für die Parteibonzen arbeiten, deren Interessen sie vertreten und von denen sie finanziert werden, man könnte auch sagen bestochen werden. Die Geier streiten um unser Geld, wer den Löwenanteil davon bekommt. Das liberal-kapitalistische Prinzip herrscht auch hier, wer an der Macht ist verteilt, wer am längeren Hebel sitzt, bekommt den größeren Anteil, der Rest muss sich mit dem begnügen, was ihm der derzeit Stärkere zugesteht und der Rest, die ein- und untergeordnete Masse arbeitet und wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Diese Masse wird weder vertreten, noch pocht sie auf ihre eigenen Interessen, sie ist einfach nur Masse, Verfügungsmasse. Ihr wird ein Schauspiel allererster Güte vorgespielt, das sich in unseren Landen Demokratie nennt. Mit Erfolg. Damit das System auch funktioniert, der Parteienstaat erhalten bleibt, haben die Parteibonzen dafür zu sorgen, dass die PGs auf Linie bleiben und sich nicht aufschwingen und evtl. ihre Vorstellungen umsetzen, die PGs sind ja oft genug eng mit den Meinungen der Masse verbunden, sie sind ja selbst Bestandteil dieser Masse. Dann aber könnte man ja gleich auf Parteien verzichten, wenn Hinz und Kunz sagen könnten, wo es lang geht. (Original: http://deutscheseck.wordpress.com/2013/09/18/parteimitglieder-nicht-auf-parteikurs/)

UNSER LESETIPP: Alternative für oder Alternative gegen Deutschland JETZT lesen!

Kommentar verfassen