Schlag ins Gesicht

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(he) Da jubelt der Ude, in seiner Landeshauptstadt. Und das gänzlich ohne Grund. Mit ihm klatschen die Grünen. Ebenso Grund-, und teilweise Fassungs-, los. Die FDP schreit jetzt erst recht, während der einzig wahre Gewinner Seehofer bzw. CSU heisst.

Nun wird orakelt, waren die Bayern nur auf Landessicht oder doch auf Bundessicht wählen. Und wie konnte liberale und linke Politik so abgestraft werden? Diese Antworten lassen wir woanders suchen. Viel interessanter ist es doch, dass die Bayernpartei, unbehelligt, zulegen konnte. Immerhin ein  Plus von 130.818 Stimmen. Stellen Sie sich mal in Berlin eine Partei vor, die Berlin von Deutschland oder gar Europa abkuppeln möchte. In Bayern ist dies möglich. Die Nichtraucherpartei ödp blieb stabil. Einige Wähler mehr, aber in Prozent, blieb man bei guten 2%. Kein Wunder, hat Bayern noch genug Biergärten in denen vom Laster gefrönt wird.

Heulen darf neben der FDP die Partei der Republikaner – nur 117633 Stimmpunkte. Also weniger als die Bayernpartei dazu gewann. Auch die NPD darf zum Taschentuch greifen, bei 0,6%.

Kurz gesagt, die Gewinner sind CSU und Nichtwähler. Letztere schenkten nun der CSU Sitze und Einfluss, doch ob dieser Einfluss für das merkelische Berlin reicht? Man darf schon jetzt leicht den Kopf schütteln, zu sehr ist Bayern anders. Vielleicht gut so, für die FDP, die in Bayern zumindest durch die Freien Wähler irgendwie vor einigen Jahren Ersatz fand. Auch wenn jene wieder knapp die Grünen überflügelten ist das eine rein bayrische Angelegenheit. Das einzig bundesweite an der Wahl war vielleicht das Abschneiden der Freiheit – trotz regelmässiger Randnotizen der Kleinstpartei in allen wichtigen Medien, mobilisierte Stürzenberger zu wenig Anhänger. Und das bei guter Vorlage, Stichwort Moscheebau. Entweder war er zu laut, oder München freut sich bereits auf den Muezzinruf am Morgen. Ist ja auch billiger als ein Wecker. Vielleicht schrillen die Alarmglocken dafür nächsten Sonntag!

 

Unser Lesetipp: In der aktuellen Ausgabe des Preußischen Anzeigers – Sept/Okt. : Das Interview mit Johann Gärtner (stellv. Bundesvorsitzender Republikaner)

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