HoHoHo und HaHaHa

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(he) Berlin wird wieder Weltstadt. Allerdings nur im negativen Sinne, denn in der Bundesrepublik gilt der Grundsatz der Gleichheit. Das trifft nun auch auf das Weihnachtsfest zu, eben jenes Fest, dass für Frieden, Familie und Nächstenliebe stand, jene Feiertage die im Vorfeld die Warenhäuser beglücken, da es längst nicht mehr um Jesus sondern um Geschenke geht. Dieses winterliche Fest, das selbst unsere Vorfahren, wenn auch unter anderen Vorzeichen, feierten, soll in Berlin keine Rolle mehr spielen.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg schafft per Bleistiftstrich das öffentliche Weihnachten ab, da man den Ramadan nicht in der Öffentlichkeit feiern wollte. Und wenn man den Ramadan abschafft, so die Gleichheitslehre, muss auch das Weihnachtsfest abgesagt werden. Da man vielleicht auch bald untersagt die Gründung des Irans in Berlin zu feiern, wird demnächst dann auch der 3. Oktober abgeschafft. Gleiches Recht für alle. Bei den Pflichten aber, da darf man Unterschiede machen:

Die ehemalige Gerhard-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße (Kreuzberg). Vor Jahren wurde der Betrieb eingestellt. Im Dezember 2012 besetzten Asylbewerber das leer stehende Gebäude. Mittlerweile sollen es knapp 300 sein. Jetzt zeigen Fotos: Die hygienischen Zustände dort sind katastrophal.

Im Hof türmt sich Müll, in der Aula sind Matratzen aufgeschlagen, in den Klassenzimmern wird auf dem Dielenboden gekocht. Auch Obdachlose leben hier. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sei nicht zuständig, weil die Flüchtlinge ihren Asylantrag in anderen Bundesländern gestellt hätten.

berichtet die BZ. Vielleicht sollte das Bezirksamt das Weihnachtsverbot noch einmal überdenken und aus reiner Nächstenliebe dort die verantwortlichen Politiker anpacken lassen. Am 24. Dezember haben sie Sitzungsfrei!

One thought on “HoHoHo und HaHaHa”

  1. Ich bin schon seit längerem der Meinung, daß es geradezu ein Glück ist, daß Berlin den Alliierten ‘gehört’ – und sollte es eines Tages mal die Möglichkeit einer tatsächlichen Wiedervereinigung geben, sollte Berlin besser außen vor bleiben. Irgendwie kommt mir diese ganze geschichtliche Situation – und zwar unabhängig von den ganzen Deformationen durch die Besatzung – so vor, als ob gerade in dieser Situation ‘alle’ quasi zu sich selbst kommen: Berlin wird die Senkgrube, die es – inhaltlich – wohl schon immer in Wirklichkeit gewesen ist und der verlauste ‘Westen’ – willensschwach und hündisch – entwickelt sich ja auch immer mehr ‘zur Kenntlichkeit entstellt’. So, als ob die geschichtliche Situation uns zwänge uns wie in einem Zerrspiegel in das ‘Schatten’spiegelbild zu schauen…

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