Deutsche Konservative und der Traum einer großen Partei

Deutschland ,

Patrick Pohl führte unlängst ein Gespräch mit Ursula Saul, die stellv. Bundesvorsitzende der Deutschen Konservativen Partei. Statt Parteiblabla gab es interessante Antworten der Politikerin. Auch im Hinblick auf die Überlebenschancen der kleineren Parteien im Wahlzirkus der BRD:

 

Preußischer Anzeiger:
Sehr geehrte Frau Saul, wie wir hörten treten die Deutschen Konservativen nicht zur BTW 2013 an?
Das ist sehr schade. Auch das ihre geplante Fusion mit den Grauen Panthern nicht klappte.
Wie sieht es mit einer Fusion/Kooperation zwischen Konservative und anderen Kleinparteien aus? (DP,Zentrum,CM,PBC,REP etc.)

Ursula Saul:
Die Kooperation mit den Grauen ist zunächst zurückgestellt, hatte aber mehr persönliche Gründe. Mit anderen Kleinparteien wurde und wird gesprochen, aber intensivere Gespräche werden erst nach der BTW geführt. Erfreulich ist, dass wir derzeit auf Wachstumskurs sind

PA: Wirklich? In Bezug auf Mitglieder?

Ursula Saul:
Erstaunlicherweise ja, Interessenten kommen via Internet und in letzter Zeit eine Reihe von Personen, die von anderen Gruppierungen enttäuscht sind

PA: Von welchen Gruppierungen denn?

Ursula Saul:
Erstaunlicherweise AfD. Ich bin ziemlich sicher, dass sich nach der BTW noch mehr Mitglieder lösen werden.

PA: Haben sie denn schon Mitgliedsverbände in allen Ländern?

Ursula Saul:
Bisher in 8 Ländern, Hessen demnächst. Was AfD betrifft, so widerspricht sie sich in ihrem Programm bereits in mehreren Punkten, ebenso in den Aussagen von Herrn Luke. Für mich nicht nachvollziehbar.

PA: Wie stark ist die Konservative denn jetzt?

Ursula Saul:
Genau kann ich das nicht sagen, da die Listen in Berlin von unserem Geschäftsführer geführt werden. Bundesweit liegen wir so ca. bei 350 Mitgliedern.

PA: Planen sie auch eine Kooperation mit dem “Berliner Kreis” oder der “Aktion Linkstrend stoppen” innerhalb der CDU?

Ursula Saul:
Es könnten mehr sein, da ich hoffe, dass wir demnächst Gruppierungen dazu bekommen, aber wie gesagt, erst nach der BTW. Mit den von Ihnen genannten Gruppierungen sollte ebenfalls gesprochen worden, ist aber noch nichts konkretes geplant. Im Augenblick bereisen der Bundesvorsitzende und ich ganz Deutschland, was für 2 Personen ziemlich mühselig ist

PA: Oh ha, das ist wirklich ziemlich aufwändig.

Ursula Saul:
Und teuer. Aber wenn man Erfolg hat oder auch nur Teilerfolg, macht es ja auch Spaß. […]

PA: Das ist ja schon mal ein enormer Fortschritt. Obwohl die “Kernfusion” zwischen den freiheitlichen wie REP,Freiheit,DSU etc.,christlichen Parteien und den Rentnerparteien ja schon seid Jahren gefordert wird. Auch die Zusammenarbeit mit Gruppen wie der GDL, der Identitären Bewegung, Bürger in Wut etc..Woran glauben Sie scheitert dies?

Ursula Saul:
Es liegt vermutlich immer an den Funktionären. Wir haben z.B. beste Kontakte mit Bürger in Wut. Jan (Timke d.Red.) würde aber niemals mit einer anderen Gruppierung zusammen gehen. Bei gemeinsamen Klagen, wie z.B. jetzt gegen die 3 % Klausel für Europa gibt es selbstverständlich Zusammenschlüsse.

PA: Hat man denn nicht das selbe Ziel?

Ursula Saul:
Doch, aber bei vielen Kleingruppierungen wollen die Vorstände nicht ihre Posten verlieren. Für mich eine unverständliche Haltung.

PA: Sind diese Ängste den berechtigt? Was erhoffen Sie sich denn von den EU-Wahlen?Werden sie dort mit anderen Freiheitlichen konkurrieren, oder ein Bündnis eingehen?

Ursula Saul:
Haben wir mehrfach erlebt, z.B. bei den vielen unterschiedlichen Rentner-Gruppierungen. Sind z.Teil alles Personen, die sich langweilen und dann ein bisschen Politik machen wollen. Solche wären bei Stammtischen in Kaninchenzüchtervereinen besser aufgehoben.
Zur EU-Wahl haben wir bereits eine Liste mit Personen erstellt, die alle aus unterschiedlichen Bundesländern kommen und die wir für fähig halten. Ob es weitere Bündnisse geben wird, sehen wir im September. An uns soll es nicht liegen.

PA:Wird es denn noch weitere Fusionen ihrerseits geben?

Ursula Saul
Schon möglich, müsste dann allerdings unter dem Namen Deutsche Konservative erfolgen, evtl. mit weiterem Namenszusatz. Es werden Gespräche geführt. […]

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