Raucher raus!

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Der Preußische Anzeiger berichtete bereits Anfang Juli über den Rentner, der nach über 40 Jahren seine Wohnung verlassen soll – weil er raucht!

Nun hat das Gericht entschieden. Zu Gunsten des Klägers, also zu Gunsten des Vermieters. Der Vermieter eines Mehrparteienhauses müsse es nicht dulden, wenn Zigarettenrauch im Treppenhaus zu einer unzumutbaren und unerträglichen Geruchsbelästigung führe, stellte das Gericht fest und legte aber auch dar, dass ein Mieter durchaus in den gemieteten vier Wänden rauchen dürfe. Der Rentner stellte indes klar, dass er nichts dafür könne, wenn der Zigarettenqualm durch die Wohnungstür in das Treppenhaus ziehe. Doch das sah das Gericht anders und bestätigte die fristlose Kündigung.

Nach dem der 70 jährige nun 40 Jahre Miete zahlte kann er also, sofern das Urteil rechtskräftig wird, einfach so aus der Wohnung geworfen werden.

Wir schrieben bereits am 05.Juli:

Selbst wenn man die soziale Komponente nicht beleuchtet, fragt man sich doch, wie weit die Rechtsprechung in das Privatleben eingreifen darf. Fernseher zu laut, zuviel geraucht: Kündigungsgrund! Auch, könnte man sich fragen, ob nicht jemand der 40 Jahre seinen Vermieter brav die Nutzungsgebühr entrichtete, eine Art Treuebonus zusteht. Mitnichten, so das deutsche Recht.

Und möchten nun diese Sätze erweitern: Wo verblieb das friedliche Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern, von Alten und Jungen, von Männern und Frauen? Werte die in unserer neuen Gesellschaft wohl abgeschafft wurden.

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