Deutschland über alle

Allgemein, Deutschland, Euro & Finanzen

(he) Deutschland kümmert sich – um die anderen. So fordert Linkes Flagschiff Gysi weitere Friedensgespräche in nahen Osten. Auf dass Palästinenser und Juden ihren Frieden beschliessen mögen. Mit der EU im Gleichschritt fordert man Ägypten zur friedlichen Lösung auf, während Lucke den Griechen und Spaniern erklären möchte, was sie warum falsch machen.

Nein Prof. Dr. Lucke scheut sich nicht um Deutschland. Statt DM will er ja doch irgendwie den Euro. Am liebsten ohne den Süden Europas und Frankreich solle auch so denken, wie er und seine Rechenschieberpartei. Und Gysi tritt zwar gern für den Bundestag an, aber Frieden für Deutschland, steht auf der Prioritätenliste nicht weit oben. Auch Dr. Merkel und Dr. Schäuble schauen lieber in die Ferne und rücken mit der SPD Hand in Hand dort alles gerade. Gern auch mit Unterstützung von Bündnis90/Grüne und Bundeswehr. Passt ja, farblich gesehen.

Doch wer kümmert sich um Deutschland? So kurz vor der doch so wichtigen Bundestagswahl. Oder ist sie längst nicht mehr so wichtig, weil die BRD sowieso kaum noch etwas zu sagen hätte, dank EU-Verordnungen, EU-Gelder und EU-Vorschriften?

Es ist ja auch alles bestens, hier in der Heimat. Arbeitslosenzahlen sind rechnerisch gesenkt worden und um Asylanten kümmert sich nun Sylt. Nachdem ein Piratenparteimitglied dort die Menschen zwangsenteignen möchte, damit auch Sylt in den Genuss der Fliehenden kommt. Und in Frieden leben wir, solang es dem Nachbarn gefällt. Wozu da Verträge festzurren, wenn doch, mit den Worten der Werbebranche, Vertrag von vertragen kommt. Auch die Eurogegner sind schnell wieder friedlich zu stellen. Hatte doch die DM-Generation erst ihre Rentenerhöhung. Die Cents reichen hochgerechnet auf hochprozentiges, will sagen: wer die Rentenerhöhung besäuft kommt nicht auf dumme Gedanken.

Warum also sollte man sich noch ein Kopf um Deutschland machen. Die Autobahnen und Bahnstrecken verkümmern. Zu Recht! Waren sie doch, zumindest teilweise irgendwie Nazi! Die Bildung wurde von jeher überschätzt und könnte im Zwangskindergarten schon von statten gehen. Dann reichen auch 6 Jahre Schule und 3 Jahre Erntehelfer – oder Missionar der Evangelischen Kirche.

Und seien wir mal ehrlich, wer kein Geld hat, leistet sich keine systemkritische Presse, sondern schwelgt auf RTL(2) mit, wenn es um die wahren Probleme geht. Und wer im Winter nicht heizen kann oder aber den Kita-Platz verspielt, verraucht, vertrunken, verklagt hat, schleppt seine Gören zu den “schlimmsten Eltern der Welt”.

Fragt man sich also, wozu Wahlkampf? Wozu Wahlen? Wozu eigentlich Bürger sein?

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