Gift aufs Brot

(he) Die europäische Politik setzt derzeit einiges daran, dass Nahrungsgüter nur von wenigen Firmen hergestellt werden können. Auch Deutschland spielt hier gern mit, obwohl Monopole in der BRD, durch Verordnungen, mehr oder minder untersagt sind.  Doch man privatisiert das Wasser ebenso schnell, wie man europäische Vorgaben umsetzt. Beispiel Saatgut.

Die EU-Verordnung soll angeblich verhindern, dass sich Pflanzenkeime wie der Stinkbrand bei Weizen unkontrolliert vermehren. »Unsere Forderung besteht darin, nur das Saatgut zu regulieren, das in den kommerziellen Anbau geht«, hält Gura dagegen. Dass Saatgutfragen keine Marotte von Öko- und Biofanatikern sind, zeigt die Tatsache, das derzeit die zehn größten Anbieter, darunter Konzerne wie Bayer, BASF und Monsanto, drei Viertel des Weltmarktes beherrschen. »Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt«, wusste schon Henry Kissinger, ehemaliger Sicherheitsberater des US-Präsidenten Richard Nixon.

formuliert die Facebook-Gruppe Für Grund- und Menschenrechte auf die Strasse in einem Beitrag.

Nun könnte man meinen, dass der Verbraucher selbst entscheiden kann. Nur einerseits wird er kaum aufgeklärt, andererseits kann er kaum noch wählen. Er ist ein Spielball zwischen den politischen und wirtschaftlichen Mächten, da alle europäischen Staaten immer mehr ihre, wenn überhaupt vorhandene, Souveränität abgeben. Dahinter steckt System. Nicht nur eine wirtschaftliche Allmachtsphantasie, denn Wirtschaft braucht immer politische Grundlagen. Jedem Bürger, der Biologie und Geschichte in der Schule hatte, wird dies bewusst – war es doch erst der Weg von der Monokultur zur Vielfalt, die zum Beispiel der Börde einen gesicherten Ertrag brachte. Und damit Unabhängigkeit.

Die Rückwandelung des Fortschritts kann nur auf dem Rücken der Verbraucher, mit tatkräftiger Unterstützung der Politik, geschehen. Jedoch dürfte sich ein Umdenken in der Politik, dank wirtschaftlichen Zwangslagen; unter anderem durch die vielgelobte Globalisierung; schwer gestalten. Ändern kann dies nur der Endverbraucher – aber nur, wenn er aufgeklärt ist und nur, wenn er Brot und Spiele beiseite legt.

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