Ohne Moos nix los!


Sternstunde der AfD

(he) Die Alternative für Deutschland hatte ihre Sternstunde und zeigt damit auf, mit welchen Mitteln sie arbeitet. Manche sprechen von Anleihen an die Stasi, andere nutzen aktueller die Begriffe NSA und Prim ein. Das Ergebnis ist das gleiche: Bespitzelung.

Leider geht der Stern im Interview mit Prof. Dr. Lucke nicht näher ein. Der – diesmal wohl wortkarge Bundessprecher seiner Partei – wiegelt die Aufruhr in der Basis und die Konflikte in den Landesverbänden ab und träumt:

Ich hoffe auf deutlich über fünf Prozent, vielleicht auch im zweistelligen Bereich.

Möglich wäre es, da sich viele nur vom Parteinamen oder der Medienbezeichnung „Anti-Euro-Partei“ leiten lassen. Die Quengeleien innerhalb der Partei kommt, wenn überhaupt, nur durch kritische Blogs oder auf Facebook zum Vorschein. An diesen Orten wird jedoch schnell mal juristisch gedroht – oder es werden Kritiker aus den eigenen Reihen ausgeschlossen. Mit ausschliessen kennt man sich aus. Treue Parteigänger und Kandidaten wird nahegelegt zurückzutreten. Interessierte Mitglieder aus Angst vor „U-Booten“ vor den Kopf gestoßen. Ein Ausschnitt aus dem Stern Interview:

Gibt es unter den Bundestagskandidaten Fälle, die aus Ihrer Sicht problematisch sind?

Ich bewerte die nicht öffentlich.

Die Liste ist ja öffentlich. Die Namen sind bekannt.

Ja, aber ich bewerte die nicht öffentlich.

Ich frage sie trotzdem.

Auf einem vorderen Listenplatz in NRW ist ein fragwürdiger Kandidat. Sie mussten sich ja mit ihm beschäftigen. Das ist ein ehemaliger Republikaner – und damit kommen wir an einen zentralen Punkt: Platziert man jemanden, der vorher bei einer dubiosen Partei war, ganz vorne auf die Liste?

Die Mitgliedschaft des Kandidaten bei den Republikanern geht zurück auf die 80er Jahre, als die Republikaner nicht als verfassungsfeindlich eingestuft waren. Darf ein Mensch innerhalb von 30 Jahren nicht seine politische Meinung ändern? Billigen Sie das nicht auch Herrn Trittin zu, der früher im Kommunistischen Bund war? Ich will nur die Fakten geraderücken. Ich bewerte den Kandidaten nicht. Das hat die Mitgliederversammlung getan und ihn gewählt.

Ich habe mit Leuten aus dem Landesvorstand gesprochen. Die haben große Sorgen. Der Kandidat sitzt derzeit für die Freien Wähler in einem Stadtrat. Deren Geschäftsführer ist ein Mann, der wegen Volksverhetzung verurteilt wurde. Und jetzt wollen 40 dieser Freien Wähler der AfD beitreten.

Das ist abgelehnt worden.

Mit welcher Begründung?

Es gab die Sorge, dass sich Flügel in der Partei bilden und der innerparteiliche Frieden gefährdet werden könnte.

Es gibt zwei weitere akute Probleme: Auf einem weiteren Listenplatz war ein verurteilter Betrüger.

Das hat er bei seiner Aufstellung verschwiegen und deshalb haben wir ihn von der Liste gestrichen.

Der Betroffene will jetzt Strafanzeige stellen, weil er von der Liste gestrichen wurde.

Aussichtslos. Die Streichung war völlig legal.

Auf einem anderen Listenplatz war die Ehefrau eines Mannes, der sich als kommissarischer Reichskanzler ausgibt.

Man weiß bei der Aufstellung der Kandidaten nicht unbedingt, was deren Ehepartner treiben. Da die Kandidatin sich nicht von ihrem Mann distanzieren wollte, haben wir sie gestrichen. Wir grenzen uns eindeutig nach rechts ab.

Dies ist nur NRW – Hessen und Berlin hat ähnliche, wenn auch selbstgemachte „Sorgen“. Diese Sorgen soll Spionage abmildern. Herr Dilger ist dazu bereit, wie es scheint. Doch ob man damit einen „innerparteilichen Frieden“ erschaffen kann, wenn man Freunde aushorcht, Informationen sammelt um diese für das Prangern zu nutzen? Dazu der Stern:

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Weitere Fakten zur AfD finden Sie im Sachbuch „Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland“ – bereits in diesem Buch waren u. a. die Themen Reps in der AfD und Spionage in den eigenen Reihen sowie fehlende Demokratie ausgiebig dargestellt worden. Doch der Medienhype unterstützte die junge Partei, die nun von immer mehr Kritik eingedeckt wurde. Mehr zur AfD finden Sie auch an dieser Stelle.

 

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