Ohne Moos nix los!


Tag der Trümmerfrauen

(he) Keine staatliche Gedenkstunde – dennoch denkt man heute an die großartige Leistung unserer Großmütter: Am Tag der Trümmerfrauen. Auch wenn so manche politische Strömung heute erreichen möchte, dass die deutschen oder österreichischen Trümmerfrauen Türken waren, die Deutschland wieder aufbauten, so schreibt doch die wahre Geschichte ein anderes Bild. Jene Frauen, jene Mütter, die den Krieg, teilweise die Flucht überlebten, jene die vergewaltigt und ausgeraubt wurden, die ihre Ehre verloren standen Hand in Hand und bauten Deutschland wieder auf.

Zu einer der ersten Würdigungen gehörte, mit der Einführung der Deutschen Mark 1949, die Gestaltung des Bildes der neuen 50-Pfennig-Stücke in der Bundesrepublik. Es zeigte eine Eichen-Pflanzerin, mit der sowohl an die in der Wiederaufforstung tätigen Waldarbeiterinnen als auch an die Trümmerfrauen erinnert werden sollte.

In der DDR wurden Trümmerfrauen, die mehrere hundert „Aufbauschichten“ nachweisen konnten, mit dem Titel Aktivist der ersten Stunde ausgezeichnet.

In einer Rede forderte Louise Schroeder vor dem Bundestag am 30. September 1949, in welcher sie massive Hilfe für Berlin anmahnte, eine umfassende Anerkennung dieser Leistungen:

„Unsere Frauen sind es gewesen, die mit ihren bloßen Händen die Straßen von der Lebensgefahr befreit und die Trümmer aufgeräumt haben. […] Und als Frau muß ich sagen, hier haben wir geradezu eine Ehrenpflicht, eine Ehrenpflicht gegenüber den Frauen, die noch im weißen Haar zum Zwecke der Enttrümmerung auf der Straße gestanden haben, und die nun plötzlich arbeitslos werden, weil wir sie nicht mehr bezahlen können.“

Am 2. Mai 1952 verlieh der Bundespräsident der Bundesrepublik, Theodor Heuss, 32 Trümmerfrauen und 17 Enttrümmerungsarbeitern das Bundesverdienstkreuz am Bande.

schreibt selbst Wikipedia unpolitisch.

Heute nun gedenken die Grauen Panther an diesen Tag und halten eine Mahnwache ab. Der Preußische Anzeiger wird darüber berichten.

1986 beging die ehemalige Trümmerfrau Ruth-Silvia Niendorf in Berlin Suizid, weil sie mit ihrer niedrigen Rente von 700 Mark eine Mieterhöhung um 76 Mark nicht mehr zahlen konnte.  Der von 1989 bis 2008 bestehende Seniorenschutzbund Graue Panther rief daraufhin den 9. Juli als Gedenktag für die Trümmerfrauen ins Leben. Seit dem Jahr 1987 treffen sich noch lebende Trümmerarbeiter mit ihren Angehörigen am Hermannplatz und ziehen von dort zum Trümmerfrauendenkmal in der Hasenheide, wo ein Blumengesteck abgelegt wird

Unser Lesetipp: Freiwild: Das Schicksal deutscher Frauen 1945

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