Krienen weg, Merz da

(he) Wieder ein Gesicht in der AfD weniger. Heute trat Tanja Krienen aus der Alternative für Deutschland aus. Dabei hatte sie klare Ziele, diese scheinen aber nicht umsetzbar gewesen zu sein. Zumindest wurde sie bei der Postenübergabe übergangen.

Der Alternative Newsletter zitiert Tanja Krienen wie folgt:

Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der so genannten Alternative für Deutschland.

Wenn man es zulässt, dass ein Mensch, der trotz des großen Einsatze für die Partei, auch propagandistisch, sprich publizistisch, aufgrund seines transsexuellen Hintergrundes von Ämtern ferngehalten wird, gar mit einem Ränkespiel um eine Direktkandidatur gebracht wird, dann kann diese Partei nicht als demokratisch bezeichnet werden und insofern ist sie kein Platz für Demokraten. Dieses erbärmliche Spiel wirft einen schwarzen Schatten auf die Partei und da wir aus anderen Verbänden ebenfalls von autoritärem Verhalten hören, das in völligem Gegensatz zum postulierten Willen eine Partei der neuen demokratischen Kultur zu sein steht, sehe ich es nicht als Zufall an. Die Partei ist eine Kaderpartei, die auf den einzelnen Menschen weder Rücksicht nimmt noch in irgendeiner Weise versucht einen Konflikt-Ausgleich herzustellen. In meinem Fall wurde jeder sexistische Angriff, jede administrative Fragwürdigkeit zugelassen und die Angreifer noch mit einem Posten bedacht. Die gesamte so genannte Führung, die fachlich ohnehin sehr überschätzt wird, hat sich diese Prinzipien zu Eigen gemacht, sodass die Alternative für Deutschland nichts ist eine weitere Variante übelster politischer Zustände. Noch schlimmer, da sie sich als etwas anderes ausgibt. Sie wird schneller zerfallen, als sie es sich imstande ist vorzustellen.

Tanja Krienen

bisherige stellvertretende Vorsitzende/Sprecherin des Kreises Soest der AfD

In einem Selbstportrait auf youtube klingt die Postenanwärterin mehr als enttäuscht,

dabei hatte sie noch vor wenigen Wochen euphorisch für die Partei um Prof. Dr. Bernd Lucke gekämpft:

 

Im Gegenzug kann die AfD nun online auf Hilfe hoffen. Michaela Merz (ehemals FDP) schreibt auf Facebook:

Ich bin seit heute Mitglied der „Alternative für Deutschland“. Gleichzeitig hat der Bundesvorstand meine Kooptation in den Bundesvorstand beschlossen und mich zur ehrenamtlichen Beauftragten für die Netzpolitik ernannt.

Ich bedanke mich für das Vertrauen und verspreche, meine ganze Kraft zum Wohle unserer Bürger einzusetzen. Lasst uns jetzt loslegen. Deutschland braucht Bürger in der Politik. Deutschland braucht die Alternative.

Hintergründe zur AfD  finden Sie im AfD-Buch „Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland“

15 comments on “Krienen weg, Merz da
  1. Wenn man „Mensch“ nicht „Mensch“ sein lassen darf, und eine menschliche Orientierung anfeindet, dann ist das unmenschlich!
    Stefan Soppe (08.07.2013)

  2. Sie wird schneller zerfallen, als sie es sich imstande ist vorzustellen.

    Die Partei ist eine Kaderpartei, die auf den einzelnen Menschen weder Rücksicht nimmt noch in irgendeiner Weise versucht einen Konflikt-Ausgleich herzustellen.

    Wenn sie wirklich eine Kaderpartei ist, rechne ich kaum mit einem schnellen Zerfall.

      • Hoho, wie schnell zerfiel die Kaderpartei SED als es soweit war?

        Schon richtig. Aber: Die SED hatte (als es dann soweit war) ca. 4 Jahrzehnte auf dem Buckel … und so wirklich eine ‚Freiwilligenpartei‘ war sie denn ja wohl doch auch nicht, oder?? Die Afd – über deren Interna ich natürlich nicht orientiert bin, da kein Mitglied oder auch nur Nahestehender – ist doch zumindest eine Reaktion auf Verhältnisse, die – und Sie selber haben es ja mit ihrer Mitarbeit, von der Sie ja auch berichtet haben, ja auch bezeugt – von einer nicht geringen Anzahl Menschen mittlerweile als derart bedrückend empfunden werden, daß sie bereit sind Zeit, Geld, Arbeitskraft zu opfern, wenn ihnen ein Angebot gemacht wird, das ihnen diesbezüglich aussichtsreich erscheint.

        Da ich nicht erkennen kann, daß diese Verhältnisse sich etwa von selber ändern würden – schon gar verbessern würden – , spricht das meiner Ansicht nach zunächst erst mal für eine Weiterexistenz der AfD. Zumindest bis sie sich für eine hinreichend große Anzahl von Mitglieder möglicherweise als weiteres systemimmanent geschaffenes Abstellgleis (siehe dazu etwa: Andreas Clauss – Reststaatlichkeit und weitere Vorträge) offenbart haben wird.

        Die AfD bröckelt doch schon jetzt.

        Ob das nun wirklich ‚bröckeln‘ im von Ihnen mutmaßlich gemeinten Sinne ist … ? Wie schon geschrieben: Ich kenne die interne Situation nicht. Allerdings würde ich eher dafür halten, daß es sich dabei eher um normale Fluktuationsprozesse handelt, die bei einer Gruppierung, die ganz offensichtlich irgendeinen Nerv der Zeit getroffen haben muß – innerhalb eines halben Jahres Landesverbände in sämtlichen Bundesländern aufzustellen … – praktisch aus dem Nichts heraus … wann bitte hat es denn so etwas schon einmal gegeben?? – und bei der schon deswegen in dieser Anfangs- und Aufbauzeit Charaktere und Temperamente aufeinandertreffen, die sich im Verlauf der Zeit letztlich als nicht vereinbar erweisen müssen, unvermeidbar sind. Aber gut … ob nun meine oder ihre Sichtweise die richtige ist … – ich denke, die Zeit wird es zeigen.

        • Ich habe das vor rund zwei Wochen so dargelegt –

          Scheinalternative für Deutschland: Wie sich eine Hoffnung selbst zerlegt

          Der Euphorie folgt die Depression. So jedenfalls muss man die Genese der Partei sehen, die doch auffällig selten bei 3, meist bei 2% in den Wahlprognosen stagniert. Überall treten vehement Probleme zutage (Bayern, Hessen, Berlin und NRW) die derzeit auf eine Selbstzerlegung hindeuten. Warum ist das so? Wahrscheinlich, weil schon die vielbejubelte „Gründung von oben“ einen schweren Webfehler beinhaltete. Herrschte anfangs noch Skepsis, ob es ein kluger Schachzug war, jenes in einem sehr kleinen Kreis entstandenes Minimalprogramm vorzulegen, das von niemandem der heutigen Parteimitglieder mehr an Mitgestaltung abverlangte, als „Ja“ zu sagen, so zeigte sich anschließend in klarer Gewissheit, inklusive der Gründung nach einem zentralistischen Prinzip, dass die Basis von vornherein nicht in inhaltliche Prozesse eingebunden war. Von Beginn an misstraute man den Mitgliedern.

          Infolgedessen konnte jeder, der kritisch hinsah bemerken, wie die Gründung von Kreisen verzögert, wenn nicht gar verschleppt wurden. Es wurde sogar von der Führung offen kommuniziert, dass man befürchte in einigen Kreisen könnten Leute gewählt werden, die dann von der Presse ins mediale Licht gezerrt und zum Schaden der Partei zerlegt würden. Man selbst hielt sich natürlich über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Selbstdenker und eigenständig Handelnde wurden ausgebremst. Stattdessen wurde es zum höchsten Gebot der Aktiven auf Facebook jeden Tag mindestens drei Lucke-Sprüche mit „mag ich“ zu veredeln.

          Aber es war auch manchmal kaum silber, was vom geradezu als Messias (sonst konnte und darf sich niemand profilieren) stilisierte Parteisprecher zu Protokoll gegeben wurde. Recht schnell wurde bezüglich des raschen Euro-Austrittes Deutschlands zurückgerudert, mal ward die FDP des Populismus gescholten, weil sie doch so etwas Unfassbares wie Steuersenkungen fordert, mal sollte die Schweiz mit dem europäischen Steuerrecht beglückt werden, mal begrüßte er die insgeheim erfolgte Zwangsabgabe der Zyprioten, stellte ihnen zugleich Mittel aus dem Fördertopf der EU (die an sich auch kaum kritisiert wird) in Aussicht und oft verwechselte er Ursache und Wirkung, wie bei den einseitigen Schuldzuschreibungen des Euros als Grund für die Krise der ach so gebeutelten Staaten des Südens. Eine klare Absage der populistischen Schmähungen der Kanzlerin, hörte man von keinem der Mitglieder der AfD, irritierend sogar, wie viele mit hässlichsten Beleidigungen der obersten deutschen Repräsentantin konform gingen.

          Daran anknüpfend, kann man in der Tat ein Problem ausmachen, welches an der Basis zutage tritt. Es gibt da viel heiße Luft von Wutbürgern des Ressentiments und der Verschwörung. Eine WASG von links bis rechts, mit Bauchgefühl und Kopfleere. Zu verschrobenen Ansichten über Gott und die Welt, gesellt sich ab und auch Sexismus und die Abwesenheit von Empathie. Das alles ist nichts Neues in der Politik, aber deshalb auch nicht gerade „alternativ“. Man darf um die Zukunft der AfD Angst haben, zumindest dann, wenn man mit ihr sympathisiert.

          Tanja Krienen, stellvertretende Vorsitzende/Sprecherin des Kreises Soest

          • Zu verschrobenen Ansichten über Gott und die Welt,

            DAS ist jetzt aber ihre Sichtweise, Frau Krienen. Die, die diese Ansichten haben, sehen es wohl anders.

            … gesellt sich ab und auch Sexismus und die Abwesenheit von Empathie.

            Ja, der ‚Sexismus‘ (und all seine ‚lieben Verwandten‘) … – entschuldigen Sie, aber das klingt mir doch ein bischen zu sehr nach ‚der ideale Mensch‘ … und wie man es wird, wenn man sich nur ein wenig anstrengt. Ich denke es lebt sich leichter, wenn man, in Anlehnung an die ‚Ärzte‘ akzeptieren kann Menschen sind Schweine (manchmal aber auch wieder nicht). Zumindest wird man dann eher nicht zu viel erwarten … von den Menschen.

            Das alles ist nichts Neues in der Politik, aber deshalb auch nicht gerade „alternativ“. Man darf um die Zukunft der AfD Angst haben, zumindest dann, wenn man mit ihr sympathisiert.

            Und was genau hat Sie mit der AfD sympathisieren lassen? WAS haben Sie sich vergestellt, was erwartet??

          • Es geht um einen klar benannten Vorfall. Sie müssen sich das Thema hier schon richtig durchlesen oder das Video ansehen. Ich dachte, die AfD sei eine liberale und in anderen Teilen konservative Partei, modern, aber nicht postmodern. Das aber stimmt nicht, sie ist autoritär, sexistisch und verschroben (christlich-konservativ, verschwörungstheoretisch usw..) zumindest dort, wo ich arbeitete.

  3. Aus der PDS. Steht doch auf Deiner eigenen Webseite. Viele Schweinereien über Dich gibt es auch in Deiner ekelerregenden Biografie zu lesen. Soll ich mal zitieren?

  4. Meine Biographie kann sich sehen lassen, sofern man Lebenswege begreift. In der Tat war ich in der PDS, weil ich aus der Linken kam, was mit meinem Elternhaus zu tun hat. Wieviele Menschen wirst du noch anschreien, weil sie in anderem Parteien waren? Die ganze Führung der AfD war früher in anderen Parteien, sie sind also alle mal ausgetreten. Ich denke, du bist immer noch sauer, dass ich vor 1 1/2 Jahrzehnten der PDS den Rücken kehrte und nicht nachließ aufzuklären. So, wie ich das auch bei der AfD machen werde. Und nicht du bestimmst darüber wie und was ich mache!

  5. Es geht um einen klar benannten Vorfall. Sie müssen sich das Thema hier schon richtig durchlesen oder das Video ansehen.

    Ja. Man hat Ihnen bedeutet, daß man der Ansicht sei, daß die mutmaßlichen AfD-Wähler von einer Frau, die körperlich mal ein Mann war, während sie … seelisch/psychisch (?) immer eine Frau war (habe ich das so richtig verstanden und wiedergegeben?) , wohl eher abgeschreckt als angezogen würden – und Sie haben daraufhin, da Sie das als ‚undemokratisch und illiberal‘ erfahren, die Konsequenzen gezogen und sind ausgetreten. Habe ich den Kern der Sache damit verstanden??

    Wenn ich das also richtig verstanden haben sollte, dann heißt das doch wohl, daß die mit Professoren- und Doktorentiteln kenntlich gemachte ‚gehobene Mittelschicht‘ der BRD nach sämtlichen Bilderstürmen der letzten 50 Jahre kleinkariert falsch-konservativer ist als es die vergleichbare Schicht im Deutschen Reich vor 100 Jahren wohl jemals gewesen ist. Und daß diese Leute eben vor allem eines wollen: ihr Geld/Vermögen retten – deshalb setzen sie sich jetzt überhaupt in Bewegung.

    Das aber stimmt nicht, sie ist autoritär, sexistisch und verschroben (christlich-konservativ, verschwörungstheoretisch usw..) zumindest dort, wo ich arbeitete.

    Ich weiß jetzt natürlich nicht genau, was Sie unter ‚verschwörungstechnisch‘ verstehen … – aber wenn Sie Verschwörungstheoretisches wie das hier etwa…

    … aus ihrem politischen Verständnisrahmen ausschließen, dann werden Sie einfach weiter im Hamsterrad laufen. Müssen. Schon deshalb, weil Sie sich über ihre Rechtsposition einfach nicht im Klaren sind. Wie ja ansonsten auch 99% der Menschen im sogenannten ‚Deutschland‘ ebenfalls. Wenn ich ihren sonstigen Hintergrund richtig verstanden habe, dann kommen Sie ja wohl aus einer im weitesten Sinne (oder auch im engeren Sinne) kommunistischen Denkschule. Ich weiß nicht inwieweit Sie heute noch an diese Sichtweise gebunden sind, aber dieser Rahmen wird jedenfalls nicht ausreichen die tatsächliche politische Situation der Gegenwart – nicht nur in der BRD – zu verstehen. Um dann angemessen darauf reagieren zu können.

    Abschließend nochmal zur ‚Alternative für Deutschland‘: Die Umfragen von 3% oder 2% (jüngst las ich von ’nur noch 1%?‘) sind nicht aussagekräftig, sondern mit Sicherheit manipuliert – dagegen spricht das Mobilisierungspotential, daß sich, wie ich ja oben schon geschrieben habe, in der Tatsache manifestiert hat, daß es in nur einem halben Jahr gelungen ist in sämtlichen Bundesländern Landesverbände auf die Beine zu stellen.

    Ach ja, und im zweiten Video sagen Sie bei etwa 6:30, daß George Bush jedem US-Bürger sein Häuschen aufdrängen wollte. Das war aber meiner Erinnerung nach der ‚gute Bill Clinton‘ statt des ‚bösen George Bush‘.

    Und wieso machen Sie Werbung für Coca Cola? (Schriftzug am Heck hinten rechts an ihrem Volvo)

    ABER: Es ist letztlich egal, ob die AfD reüssiert oder nicht, denn: Es wird keine Änderung von oben geben! Entweder Sie kommt von unten, über den von Clauss skizzierten Weg der Nutzung der in den Gemeinden liegenden Reststaatlichkeit des Deutschen Reiches … oder sie kommt gar nicht.

  6. Coca-Cola, mag ich, doch ist es das Auto meines Mannes.

    Ja, es war der größte Fehler Kredite über die Leute auszuschütten – und das liegt nicht am Euro, sondern an einer Politik des billigen Geldes.

    Ich habe ansonsten mit der Genderideologie nichts zu tun, spreche mch immer dagegen aus. Hier aber war es umgekehrt: man hat sie mir negativ aufzuzwungen.

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