Ohne Moos nix los!


Offenen Leserbrief zu „AfD oder AgD“

Folgender „offener Leserbrief“ zur Publikation „Alternative von Deutschland oder Alternative gegen Deutschland“ erreichte uns gestern. Da der Preußische Anzeiger für Meinungsvielfalt und offene Diskussion steht, stellen wir diesen unkommentiert und unbearbeitet ein.

Offene Leserzuschrift zu der Veröffentlichung desPreußischen AnzeigersAutors: Hagen Ernst1: „Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland“ (9,95 Euro bei Amazon)

Vorbemerkung:

Vorab muss festgestellt werden, dass sich die hier vorgelegte Rezension des Buches „Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland“ nur auf einen eingeschränkten Inhalt bezieht und zwar auf die Seiten 1 bis 52. Die Seiten 53 bis 137 liegen nicht vor. Daher ist die Aussagekraft beeinträchtigt, wenn auch nicht in dem Umfang, der sich aus der fehlenden Seitenzahl ergibt. Die Grundtendenz der Aussagen bleibt in den ersten 52 Seiten gleich und stimmt auch mit den beiden übrigen Veröffentlichungen „NPD im Fernsehen“ und „Ranghohe Republikaner bei AfD“ überein.

Zum Autor:

Auch wenn sich der Autor (Hagen Ernst) hinter der Bezeichnung „Preußischer Anzeiger“ versteckt, vertritt er Standpunkte, die mit dem Begriff „Preußen“ nun wirklich nichts zu tun haben. Eher im Gegenteil. Auch deshalb liegt die Vermutung nahe, dass der Name „Preußische Nachrichten“ deshalb gewählt wurde, um in preußische Tugendnähe gerückt zu werden, weil er in seriösen und deutschen preußischen Kreisen nicht bekannt ist.

Preußen nennt man, wenn der Begriff der „Preußische Tugenden“ (Zuverlässigkeit, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Fleiß und Toleranz2) gemeint ist. Drastisch davon unterscheidet sich des Autors Grundauffassung, die in einer weiteren Publikation mit dem Titel: „Diene … Diene Dir!“ Das spricht Bände! Zu ersehen in der weiteren Streitschrift aus der Reihe Schwarz/Weiss des sogen. „Preußischen Anzeigers“.

Zu den Auslassungen im Text:

Weglassungen im Text (hier liegen ja die Seiten 53 bis 137 liegen nicht vor) finden sich auch in weiteren Publikationen des Verfassers. Z.B. bei den Aufsätzen: „Ranghohe Republikaner bei AfD“3 bzw.NPD im Fernsehen“.4 Möglicherweise verstecken sich hier Hoffnungen dahingehend, dass es irgendjemand geben könnte, der sich – neugierig auf die weggelassenen Stellen – für den Kauf der Abhandlungen entschließt.

Zum Inhalt:

Die Absicht, die aktuelle Politik der AfD beschreiben zu wollen erscheint angesichts des noch nicht einmal 2 Monate zurückliegenden Gründungstermins der Partei, von vornherein als ein wenig aussichtsreiches Unterfangen. Eine fundierte Aussage zur Beantwortung der gestellten Frage erscheint auch dann, wenn man sich Mühe geben würde, nahezu unmöglich.

Die Darstellung soll – so wird betont – sowohl Befürwortern wie auch Gegnern der AfD ermöglichen, einen öffentlichen und friedlichen Diskurs zu führen, frei nach den demokratischen Grundsätzen unserer Republik. Ein wahrlich hoher Anspruch auch gemessen an der zur Verfügung stehenden Erarbeitungszeit von einigen Tagen.

Mir (einem Nicht-AfD-Angehörigen) liegt das Werk heute (06.06.2013) erstmals vor. Ein Herausgabedatum ist nicht ersichtlich. Das bedeutet, dass der Autor bei einem Seitenumfang von 137 Seiten doch recht schnell gewesen sein muss, da die AfD erst am 14.04.2013 ihren Gründungsparteitag hatte. Aus dem Stand, an dem das Parteiprogramm5 eingesehen wurde (18.05.2013), wird die Hektik, in dem der Text verfasst worden ist noch deutlicher. Parallel zu dieser Schwarz/Weiss-Schrift des „Preußischen Anzeigers“ mussten auch mindestens noch die beiden übrigen Veröffentlichungen „NPD im Fernsehen“ (Erscheinungstermin: 07.05.2013) und „Ranghohe Republikaner bei AfD“ (Erscheinungstermin: 10.05.2013) erarbeitet werden.

Der vorliegende Überblick über den Autor Hagen Ernst rückt ihn näher in die Gegend eines „Themenkillers“, der sich namentlich in der „rechten Ecke“, oder dort, wo er sie hin dirigieren möchte, tummelt.

Der Autor behauptet, dass sein Werk keine, wie auch immer geartete, Abrechnung mit der Alternative für Deutschland sein soll. Schon verdächtig „preußisch“, nach der Definition von Hagen Ernst. .

Das ist sie aber!

Einige Beispiele dazu.

  1. Die Aussage, wonach der 2. Sprecher der AfD, Dr. Adam, den Inaktiven und Versorgungsempfängern z.B. Hartz IV Empfängern das Wahlrecht aberkennen will, ist nicht nachgewiesen. Diese Behauptung scheint von daher aus der Luft gegriffen. Hier muss schon konkret gesagt werden, wann Dr. Adam wo was gesagt hat. Ohne diese Konkretisierung ist die Aussage leichtfertig und unverantwortlich.
  2. Was Dr. Frauke Petry angeht, ist es dem Verfasser offenbar nicht gelungen, an ihr irgendetwas auszusetzen. Daher bemüht er den Leserkommentar eines im Dunkeln bleibenden Lesers. Die dort getroffene Aussage lautet:

„…Das kann sie auch gar nicht begreifen, da Herz und Denken ganz offensichtlich noch immer im Kommunismus verhaftet sind. Wie könnte man sonst sagen: „dass wir insgesamt über unseren Gesellschaftsentwurf nachdenken müssen, weil sich gezeigt hatte, dass mit dem Kapitalismus und immer mehr Wachstum etwas nicht stimmt“. Schon die Wortwahl „Kapitalismus“ ebenso wie der unbegründete, pauschale Vorwurf, es stimme etwas nicht, zeigen ganz offenbar eine linksextreme Grundeinstellung Petrys…“

Diese Aussage ist nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern sie liegt auch weit unter der Gürtellinie, zumal ungesagt bleibt, wer diese Feststellung getroffen hat. Wenn sie im Internet veröffentlicht ist: Warum hat sie der Verfasser den Namen weggelassen? Muss er ihn verstecken, weil es sich um ein echtes „Leichtgewicht“ handelt? Wenn es ein Mit-Erstgründer der AfD war, dann gehört er wohl auch heute noch der AfD an oder etwa nicht mehr? Wenn er aber nicht mehr dazu gehört: Was waren die Gründe, warum er ihr nicht mehr angehört? Und aus welchem Grund hat der Verfasser den Namen dieses „wichtigen Leserkommentars“, anhand dessen die gesamte Qualifikation von Frau Dr. Petry mies gemacht wird, weggelassen?

  1. So geht es weiter: Die Anmerkungen zum Abschnitt „Währungspolitik“ zeigen: Der Verfasser hat
  • entweder nicht aufgepasst, was gesagt worden ist oder
  • er hat die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstanden oder
  • er sucht in den „Krümeln“, um irgendetwas zu finden, was er – auf seine Briefwaage legend – als Widerspruch erkannt haben will.

Ergebnis:

  1. Mit dem Begriff „Preußischer Anzeiger“ lassen sich die Inhalte dessen, was hier ausgeführt worden ist, nicht in Verbindung bringen. Alles sieht wie eine Trittbrettfahrerei mit dem Begriff „Preußen“ aus. In ernsthaften preußischen Kreisen ist der Autor nicht bekannt.
  2. Die behauptete Sachlichkeit der Berichterstattung, liegt real nicht vor. Die „kritische Streitschrift“ ist innerhalb weniger Tage zusammengeschrieben worden. Wenn der Autor behauptet, dass seine Ausführungen keineswegs eine, wie auch immer geartete Abrechnung mit der Alternative für Deutschland sind oder dass es ihm nicht darum gehe, die neue Partei schlecht zu machen“, so sind seine Aussage schlicht unzutreffend. Genau darum geht es ihm! Dabei bleiben die Gründe, warum der das tut, im Dunkeln. Der Verdacht eines „Auftragsschreibers“ drängt sich auf.
  3. Das Durcheinanderwerfen wichtiger Sachbegriffe und das Miesmachen der prägenden Persönlichkeiten der AfD stützen die unter b) getroffene Aussage.
  4. So ist festzustellen: Das Lesen dieser „Geschwindschrift“ ist verschwendete Zeit und wer dieses Buch kaufen möchte – der sollte lieber über „Spenden für nützliche Dinge“ nachdenken, auch wenn es nur 10 € sind.

Leuther v.Gersdorff

 

1Vgl.: http://www.amazon.de/gp/product/1489548599/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=1489548599&linkCode=as2&tag=radionetshow-21.

2 Vgl.:http://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen.

3 Vgl.: http://www.preussischer-anzeiger.de/2013/05/ranghohe-republikaner-bei-afd/.

4Vgl.: http://www.preussischer-anzeiger.de/2013/05/npd-im-fernsehen/.

5 In der vorliegenden Schrift wird nicht das Parteiprogramm, sondern das davon verschiedene Wahlprogramm besprochen.

 

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Naturgemäß beinhaltet die Meinung eines Leserbriefes nicht unbedingt die Meinung der Redaktion. Aus Datenschutzgründen haben wir die Adresse des Leserbriefschreibers nicht veröffentlicht, sie liegt uns allerdings vor.

One comment on “Offenen Leserbrief zu „AfD oder AgD“
  1. 1. Buch nicht gelesen! Da kann man keine vernünftige Debatte drüber führen!
    2. Preußen ist nicht irgendeine Sekündartugend oder ein Kreis priviligierter Leute. Sondern war einmal ein Terrotorium auf der Landkarte.
    3. Das veröffentlichen von Namen zb. von Leserkommentaren beinhaltet die Zustimmung von Dritten!
    4. Nochmal: Buch nicht gelesen, da kann KEINE wirkliche auseinandersetzung mit stattfinden! Wie kann eine Rezension auf nur einem Drittel des Buches zustande kommen? Woher will der Rezensent wissen, dass s sich wirklich um KEINE diskreditierung der AfD handelt?
    5. Quellenangabe ist vorhanden, die Geschwindigkeit ist nun wirklich kein Qualitätsmerkmal.

    Ergebnis: Schon die Tatsache das Buch NICHT gelesen zu haben spricht für sich! Klingt nach einem verärgerten AfD-ler, auch wenn die „nicht-Mitgliedschaft“ betont wird. Die Arroganz selbst du definieren was „Preußen“ zu sein hat, spricht für eine sehr eigenwillige Interpretation!

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