Ohne Moos nix los!


Wer die Wahl hat, hat die Qual

(Aiax) Wer nun diese Zeilen liest, wird sich berechtigter weise die Frage stellen, was hat die österreichische Nationalratswahl im Herbst mit dem Preußischen Anzeiger zu tun. Gut, die Frage ist berechtigt, aber es hat einen sehr guten Grund. Denn ich möchte damit auch allen jenen Theoretikern zeigen, daß es nicht alleine ausreicht in der Theorie das Optimale zu Stande zu bringen, sondern es muß auch vertreten werden. Zudem, es ist eben nicht selbstverständlich, daß sich jeder auf demokratische Rechte berufen kann, aber nichts dafür zu tun. Jedes Recht kann nur durch die Erfüllung einer Pflicht erworben werden.

Demokratie ist ausschließlich und ausnahmslos nur eine Möglichkeit, daß sich hier jeder Stimmbürger an der allgemeinen Willensbildung beteiligen kann. Aber diese Beteiligung kann nur dann erfolgen, wenn es eine Vielfalt an Personen gibt, die bestimmte Ansichten vertreten. Dazu selbst braucht es zwar keine Parteien, sondern bereitwillige Personen, die auch mit dem Risiko kandidieren zu scheitern, aber es muß die Möglichkeit für die Stimmbürger geben zu wählen, besonders andere Ansichten und Vorstellungen auswählen zu können.

Deshalb nehme ich mir das Recht der Demokratie zu kandidieren wahr. Nur weiß ich, daß ich ein einziges Problem habe. Das Problem ist, daß ich bei mir 200 Unterstützungserklärungen brauche, also 200 Personen, die bereit sind, mir die Möglichkeit zu geben, zu kandidieren. Und da fängt bei uns in Österreich das Problem mit der Demokratie an, vor allem in den kleinen Bundesländer, da bei den Bürgern der Mut fehlt, auf das Gemeindeamt oder die entsprechenden Behörden zu gehen um die Unterstützungserklärungen zu unterschreiben und beglaubigen zu lassen. Denn fast Alle setzen diesen demokratischen Akt mit einem Bekenntnis gleich und glauben auch, daß sie dann die zu unterstützende Person wählen müssen. Ganz besonders, wenn es sich um Etwas, wie uns Monarchisten handelt.

Es erklärt mir, warum es mit der Demokratie in unseren Ländern nicht sehr weit her ist. Aber bei den Wahlen, wenn die Bürger wählen können, dann bleiben immer mehr daheim, nehmen also die Chance nicht wahr. Auch ist der Anteil an ungültigen Stimmen nicht zu ignorieren. Doch selbst eine ungültige Stimme ist immer noch besser, als gar keine, denn die ungültigen Stimmen zählen zu den abgegebenen Stimmen und so kommen dann die richtigen Stimmverhältnisse eher zu Stande, als die Mehrheiten durch die Nichtwähler. Mir geht es eigentlich nur darum, daß ich erst einmal die Möglichkeit habe mich der Wahl zu stellen, damit ich sehen kann, ob überhaupt die Idee Monarchie in der Wirklichkeit die Chance hat, die uns durch den Meinungsterror der Medien abgesprochen wird.

Auch schreibe ich dies im Preußischen Anzeiger deswegen, weil ich damit die Hoffnung verbinde, daß es zu Reaktionen kommt, die uns Monarchisten in Österreich entweder trösten oder auch den Mut gibt, den wir brauchen. Vielleicht fällt das einem Medium auf und ist interessant genug die Kandidatur einmal zu erwähnen. Doch das wäre nur ein angenehmer Nebeneffekt. Ich bin davon überzeugt, daß Alternativen zum bestehenden System zumindest für anregende Diskussionen immer noch besser seien, als sich ständig um das Bestehende herumzudrehen und doch nichts ändern. Und sollten wir Monarchisten zumindest in einem Wahlkreis kandidieren können, dann kann es durchaus sein, daß sich langsam diejenigen überlegen, was sie falsch gemacht haben, denen die Stimmen fehlen werden.

Sicherlich ist bei mir auch eine gewisse Lust am Scheitern ein Grund dafür, daß ich es versuchen möchte. Zudem kann ich mir nie den Vorwurf machen, daß ich es nicht versucht hätte und mir so das Recht der Kritik, des Schimpfens und Jammerns erhalten, ja sogar verdient habe. Gut, ich weiß, hier werden sich die Meisten nun denken, welche Überheblichkeit ich wieder einmal an den Tag lege, doch es geht letztendlich auch im Gesamten um die Demokratie selbst. Wenn ich so quer durch Europa alleine die sich selbst als Demokratien bezeichnenden Länder schaue, komme ich immer mehr zu dem Schluss, daß derzeit unter Demokratie nur ein zugedeckter Totalitarismus zu verstehen und erkennen ist.

Wer die sprachlichen Ausdrucksweisen der derzeitigen Parteien und Politiker richtig analysiert, wird erkennen, daß hier vorsätzlich gegen die Stimmbürger Interessen vertreten und hochgehalten werden, die von den Stimmbürgern in einer korrekten Verwendung der Sprache niemals die Zustimmung erhalten würde. Auch ist der Zustand der Demokratie derart verheerend, weil immer, wenn es um mehr korrekte Demokratie geht, sich als erstes die Parteien untereinander einig sind, daß dies eine Gefahr für die Demokratie sei, wenn der Stimmbürger mehr mitreden kann, als nur periodisch zu wählen. Also haben wir eine Demokratie, wie in einem Warenhaus, indem nur ein oder zwei Produkte in vielleicht vier oder fünf verschiedenen Verpackungen sind. Wie viel Wahlmöglichkeiten hat also daher der Stimmbürger wirklich?

Und solange grundsätzlich das Volk nur Steuern zahlen darf, aber die durch das Volk zwangsweise erhaltenen Einrichtungen, vor allem die öffentlich-rechtlichen Medien, nicht mit der eigenen Meinung nutzen dürfen, weil diese die Interessen der Parteien und anderer Interessensgemeinschaften pflegen müssen oder sollen und gleichzeitig angeblich objektiv zu sein haben, also die Zuschauer zu manipulieren, wie soll dann eine Demokratie noch richtig funktionieren? Denn mir wäre es durchaus genauso recht, ohne den Versuch zu machen bei der Wahl im Herbst zu kandidieren, wenn ich die Möglichkeiten hätte, selbst Programm im Fernsehen zu machen und mir die Leute aussuchen kann, denen ich vertraue und die grundsätzlich, aber nicht im Detail, mit meinen Gedanken, Ideen und Vorstellungen einverstanden sind oder zustimmen. Dann würde ich mir ein Mehr an meiner Freiheit erhalten, aber ich werde den Weg über den Versuch zu kandidieren gehen müssen.

Jedenfalls möchte ich mich nicht in den Theorien einschränken, sondern die Möglichkeiten wahrnehmen, die eigentlich uns Allen zur Verfügung stehen. Die allgemeine Richtung, sollte es mir möglich sein, die Unterstützungserklärungen zu erhalten, kann von Allen bei der Schwarz-Gelben Allianz (SGA) erfahren werden. Einfach googlen und schon sollte der Nutzer auf dieser Seite sein. Denn, was soll ich versprechen, wie die Anderen, weswegen ich ja auch kandidieren will, weil es mir endgültig reicht, daß ständig nur Versprechen gemacht werden und nur nach dem Mund der Wähler geredet wird. Niemand braucht mich zu wählen, aber wer die Einfalt will, hat kein Recht mehr auf die zu schimpfen und über das zu jammern, was diese Demokratieterroristen anrichten und aufführen, unsere derzeitigen Politiker und deren Parteien. Aber die Kandidatur von uns Monarchisten ergibt ein breiteres Spektrum an wählbaren Möglichkeiten und kann nur eine Vielfalt eröffnen.

Im Gegensatz zu etlichen, auch erfolgreichen neuen Parteien, hier seien die Piraten oder Team Stronach erwähnt, denen ich keinesfalls unernste Absichten unterstellen will, im Gegenteil, sie haben durchaus gute Ansätze von deren Standpunkt und Sichtweise aus, denke ich, daß wir Monarchisten weit mehr wollen, als selbst die alten etablierten Parteien jemals sich denken und vorstellen können und wollen. Sie sind gefangen in ihren eigenen Überzeugungen, welche bei uns Monarchisten nur im Ziel, der Monarchie übereinstimmt, wir aber dennoch ohne Ideologie, sondern nach unserem Verständnis die Dinge und Probleme sehen und dafür unsere Lösungen suchen und haben. Wir können nicht sagen, ob unsere Vorstellungen umsetzbar sind, weil uns viele Informationen fehlen, die wir für die richtigen Entscheidungen bräuchten. Was also sollen wir und ich versprechen, nur daß ich und wir gewählt werden? Nichts. Denn jeder kann wissen, daß Monarchisten die Monarchie als Endziel haben und die vielen anderen Teilziele wir nur dann lösen können, wenn wir wissen, was notwendig ist und was uns aufbaut und nicht zerstört.

Den Weg dorthin können wir auch nur so gehen, wie wir die Probleme lösen können. Besonders für mich gilt, daß ich grundsätzliche Systemfehler beheben möchte und durch andere Möglichkeiten ersetzen. Aber damit dies machbar, möglich wird, müsste ich diese Gedanken in der Öffentlichkeit vorstellen und verbreiten können. Da das derzeitige System nur die zulässt, die genehm sind oder ein Recht darauf haben gefragt und gehört zu werden, ist es auch ein Grund. Damit aber könnten wir Monarchisten auch langsam versuchen diese unerträgliche Situation zu verändern.

Nun, es ist bekannt, die Wechselwirkung, wenn gleich oder ähnlich Gesinnte in einem Land die Ziele nicht erreichen, daß dies auch auf andere Länder Auswirkungen hat. Wir können es uns nicht erlauben uns in die eigenen Grenzen zurückzuziehen, weil wir in einer Zeit, schon durch das Internet, leben, in welcher wir wirklich lokal arbeiten, jedoch global denken müssen. Das heißt jedoch nicht, daß wir nationale Details global denken sollen, sondern die Zielsetzung, wie auch die Konsequenzen uns bewusst machen, was geschieht, wenn global wir was auch immer machen, wie auch umgekehrt, was wir lokal oder national machen, genauso Konsequenzen global haben oder haben können. Deswegen brauchen wir nicht uns gegenseitig im Detail einzumischen, aber uns entsprechend gegenseitig informieren und abzustimmen.

Wenn ich also die Absicht habe im Herbst zu kandidieren, dann sollten es auch die deutschen Monarchisten wissen, damit nicht aus Unwissenheit unfreiwillig uns dann mentale Hindernisse in den Weg gelegt werden und auch umgekehrt, es könnte durchaus auch den Preußen vielleicht nutzen. Aber das kann ich nicht sagen, weil ich kein Prophet bin. Die Tatsache, daß überhaupt Monarchisten kandidieren ist schon erfreulich. Wenn ich daher ein verstärktes Interesse mit diesen Zeilen wecken kann, dann hoffe ich, daß es sich auch bei uns in Österreich stärker verbreitet, als wir derzeit es können. Der Preußische Anzeiger ist zwar ein Umweg, für Österreich jedoch die direkteste Verbindung.

Vielleich hilft es schon, wenn daher das weitergesagt wird, verbreitet wird, daß wir österreichischen Monarchisten kandidieren, nur abzuwarten ist zu wenig. Und wenn auch ich es nicht schaffen sollte, so hilft es möglicher weise der Schwarz-Gelben Allianz, für die ich sowieso kandidieren werde, aber nur wenn ich die Hürde der Demokratie schaffe, daß die 200 Stimmbürger, deren Unterschrift ich brauche, bekomme. Und das trotzdem der Gefahr, daß ich mit wehenden Fahnen untergehen kann. Nur das kann ich erst dann wissen, wenn es 200 Freiwillige gibt, die mich der Gefahr aussetzen lassen. Und niemand hat deswegen eine Verpflichtung mir gegenüber.

Demokratie wäre so einfach, wenn bloß die Menschen die Demokratie auch wirklich wollten.

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