Ohne Moos nix los!


Ranghohe Republikaner bei AfD

Die AfD – Alternative für Deutschland – zeigte sich bisher immer systemkonform und liberal. Nun tauchen neue Töne auf, auch wenn der Ex-Freie Wähler Kandidat und heutige „Sprecher“ der AfD Professor Bernd Lucke den Worten „konservativ“ und „rechts“ nur zu gerne eine Abfuhr erteilt, zumindest im Fernsehen.

Seine Gesellen, wie der von der FDP kommende, Jochen Paulus antworten gleich mal auf eine ungestellte Frage im Fernsehen: “ Gestern hat mich die ‚Junge Freiheit’ angerufen, weil sie ein Interview mit mir machen wollte. Das habe ich natürlich abgelehnt.“ Dabei sind Lucke und Adam fast Stammantworter beim doch so „bösen“ rechts – konservativem Blatt:

So hatte Bernd Lucke der Wochenzeitung aus Berlin Interviews gegeben und Mitparteichef Konrad Adam schreibt regelmäßig in dem Blatt. Lucke oder Adam werden nun allerdings nicht kleinlaut, sondern betonen: Die „Junge Freiheit“ sei eine konservative Zeitung, bei der sie „mit Exbundespräsident Roman Herzog, SPD-Ikone Egon Bahr und vielen anderen in bester Gesellschaft“ seien. Und im übrigen sei Wikipedia „ein linkes Denunziantenstadl“, hörte man sie sagen.

Kein Wunder dass nun die Massenpresse versucht die AfD immer wieder mit „rechts“ und „Rechtsaussen“ zu brandmarken, wie unlängst bei „Hart aber fair“ geschehen – wir berichteten!

Dabei war es doch offensichtlich. Die AfD fischt gern im konservativem Spektrum.  Die Partei „Die Republikaner“ zeigte öffentlich von Anfang an ihren Willen:

Die Republikaner haben heute an der Gründungsveranstaltung der AfD in Berlin teilgenommen und sich dabei für den gemeinsamen Kampf gegen eine drohende EU-Diktatur eingesetzt. Dabei kamen unsere Parteifreunde um Detlef Stauch auch mit anderen Unterstützern der AfD ins Gespräch, so z.B. mit dem bekannten Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Starbatty, der vor kurzem mit seinem Buch „Tatort Euro“ an die Öffentlichkeit getreten ist. Zu einer möglichen Kooperation mit der AfD meinte Detlev Stauch im Interview gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: „Unsere gemeinsame Ebene ist der Kampf gegen den Euro, der Kampf gegen den Verfall unserer Werte durch die Europäische Union“.

berichteten ungeniert verschiedene Auftritte der Reps im Netz. Ein Dementi gab es, wenn überhaupt, nur ganz leise. Um nicht bösen Zungen neuen Inhalt zu geben. Hatte man es doch geschafft, innerhalb von wenigen Tagen von  der „DM-Partei“ zu einer „so nicht Euro Gemeinschaft“ zu mutieren.

In den letzten Tagen erreichte den Preußischen Anzeiger die Information, dass die AfD  längst von einigen, erfahrenden Republikanern mitgetragen wird. So sind in der AfD ehemalige hochrangige Republikaner aktiv. Zum Beispiel ein ehemaliger stellvertretender Vorsitzende zahlt nun brav in die Kassen der Alternative für Deutschland. Darüber herrscht zwar Schweigen innerhalb der sich selbst nennenden Alternative – aber es ist bis zur höchsten Führungsebene, also auch Herrn Professor Lucke, bekannt.

Jetzt darf auch wieder Konrad Adam das böse Wort „konservativ“ in den Mund nehmen:

„Die Leute merken, daß der Fortschritt den Preis, den er von ihnen immer häufiger verlangt, immer seltener wert ist. Die Bäume wachsen, aber sie wachsen nicht in den Himmel: Das erklärt die Renaissance konservativen Empfindens, gibt ihm eine neue Chance, quer zu allen herkömmlichen Begriffen, vertrauten Fronten und eingefahrenen Richtungen. Hoffentlich nicht zu spät.“

Diese Sätze sind zu lesen in der Jungen Freiheit.

Prof Dr Lucke bei den Freien Wählern (Wahlplakat 2013)So mancher Unterstützer mag sich nun fragen, wen er denn wählen würde, wenn er die AfD wählen würde. Oder besser, warum er nicht die Originale wählen sollte, wie die Republikaner oder die Freien Wähler? Warum nicht gleich die NPD oder die Linke?

Während Mitglieder der Freien Wähler sich artikulieren müssen, nur weil man ein Ex-Rep-Mitglied kennt oder weil man in der bürgerlichen Presse; in konservativen Medien erwähnt oder zitiert wird, hofft die AfD – Führung auf die Hilfe von Republikanern, Freien Wählern und Co, um den Einzug in die Welt der großen Politik zu schaffen. Egal wie!

Das Konzept scheint einfach: Unter dem Siegel des Liberalen, der Wirtschaft und der Eurokritik, wird versucht, die konservativen Kräfte zu bündeln. So weit, so gut. Jedoch ist es kein Ziel der AfD Deutschland mit konservativen Werten zu gestalten. Nach dem Parteiprogramm fühlt man sich der eurokritischen Ökonomie (Lucke unterschrieb  2005 den Apell zu mehr Lohnzurückhaltung) und einem europäischen Staat (Nordeurobündniss mit Frankreich) verpflichtet. Damit werden wohl die konservativen Kräfte missbraucht. Oder aber die AfD geht an ihrer Mitgliederpolitik schneller zu Grunde als sich das die sogenannten etablierten Parteien wünschen können.

So ist auch die Spekulation über eine hübsche Linke zu verstehen. Sarah Wagenknecht, so wird vermutet, liebäugelt ebenso mit der Professorenpartei. Wenn aber nun Ex-Reps den Ton in der Zukunft mitbestimmen sollen, was soll da eine linke, kommunistische Vorzeigedame in den Reihen. Warum biedert sich ihr Lebensabschnittsgefährte Oskar Lafontaine dem Eurokurs der AfD – oder war es umgekehrt? – so an?

Fragen, die wir an dieser Stelle nicht beantworten können. Im nächsten Preußischen Anzeiger werden wir weitere Details benennen können!

7 comments on “Ranghohe Republikaner bei AfD
  1. Noch ein Nachtrag: Reps Hand in Hand mit den Piraten? Nur bei der AfD möglich! Erst obiger Beitrag und dann vermeldet SPON „Christian Jacken, Kandidat für das freigewordene Amt des Politischen Geschäftsführers bei den Piraten, hat auf offener Bühne für den Übertritt zur AfD geworben. Er sei vor kurzem zur eurokritischen „Alternative für Deutschland“ gewechselt, weil er mit dem proeuropäischen Kurs der Piraten nicht zufrieden sei, rief er ins Mikrofon.“ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-mitglied-sorgt-mit-uebertritt-zur-afd-fuer-mini-eklat-a-899184.html
    Noch Fragen???

  2. Noch ein Nachtrag: BITTE vollständig lesen: Das ist eine ALTERNATIVE … für Deutschland oder nur fürs Kabarett???
    AfD Mitglied schmeisst AfD Mitglieder auf die Strasse und bringt damit nicht nur Unmut nach Berlin. AfD die PPPD – Piratenprofessorenpartei Deutschlands? Erst Reps, dann Piraten (siehe http://www.preussischer-anzeiger.de/2013/05/ranghohe-republikaner-bei-afd/ ) und nun: „Offenbar gab es Auseinandersetzungen über die Themenverteilung im Vorstand und die Sitzungsleitung. Nachdem sie sich nicht durchsetzen konnte, hatte Goldstein nach Teilnehmerangaben von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und die anderen Vorstandsmitglieder der Räume verwiesen.“ ( siehe http://www.tagesspiegel.de/berlin/alternative-fuer-deutschland-berliner-eurokritiker-schon-im-fuehrungsstreit/8189850.html )

  3. Pingback: Bundestagswahl ja - aber wen? | Preußischer Anzeiger

  4. Pingback: PA und Handelsblatt | Preußischer Anzeiger

  5. Warum prüft eigentlich Niemand, welche Personen innerhalb der SPD, CDU, Grüne, FDP oder Linke sind?? Ist es nicht komisch, dass gerade nur hier „überprüft“ wird??ß
    macht euch mal darüber Gedanken…. 🙂

  6. Pingback: Studio Friedmann mit Lucke | Preußischer Anzeiger

  7. Pingback: Wer ist eigentlich drin, in der REPsAfD? | Preußischer Anzeiger

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