Ohne Moos nix los!


NPD im Fernsehen

Diese Schlagzeile mal zu lesen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die letzten Male als NPD – Posteninhaber offiziell im öffentlich rechtlichen Fernsehen auftraten muss Zeitens der ersten angeblich freien Wahlen auf dem hinzugefügten, Ex-DDR nun BRD, Gebiet gewesen sein. Danach vergaß man die aussenrechts/aussenlinks Partei sehr gern.

Nun aber, beim prominenten „Hart aber fair“, wurde der Bundespressesprecher der NPD per Video gezeigt. Im übrigen ein Video aus youtube, da sich anscheinend kein WDR-Redakteur direkt zu ihm traute. So nutzte die ARD also Fremdmaterial, was sie eigentlich ja immer wieder einmal bekämpft – und das alles nur, um die plumpe Nazikeule gegenüber Professor Lucke und seinen AfD-Getreuen herauszuholen. Einfach nur plump? Mitnichten – immerhin redete Moderator Plasberg schnell davon, dass man ja über alles berichten sollte und müsste:

„Ich finde es rechtfertigungsbedürftig, dass Sie diesem durchsichtigen Manöver der NPD im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Raum geben“,

empört sich Lucke nach dem Einspieler; Plasberg rechtfertigt sich:

„Ich habe Demokratie immer so verstanden, dass man nichts verschweigt.“

NPD im Fernsehen Dann dürfte demnächst der Staatsfunk wieder alle kleinen Parteien in ihren Redesendungen an einen Tisch lassen? Auch mal etwas positives über die Kleinstparteien berichten?

Soweit kommt es noch, hört man da schon die Intendanten der beteiligten Sender. Es reicht, wenn das Volk uns bezahlt!

Doch so plump ist die ARD mit „Hart aber fair nicht“! Die Reaktion Luckes auf die Nazi-Keule wird heute überall als gute und starke Leistung gesehen – war dies vielleicht die Absicht des WDR-Redaktionsteams?

Partei trifft Zeitgeist. Ungeachtet dessen, welche Auswirkungen ein Euro-Austritt Deutschlands in Wahrheit hätte, ist die Anti-Euro-Haltung in Deutschland populär. Mehr als ein Drittel der Bundesbürger hält die Gemeinschaftswährung für entbehrlich.

betont die BILD und der Focus schweigt sich darüber lieber aus.

Auch Lindner (FDP) nahm diesen Spielball von Plasberg nicht an. Er zeigte sich ungerühert und stellte klar, man müsse sich mit der AfD richtig auseinandersetzen. Etwas das so manchem an dem Gesprächstisch nicht passte. So wurde Friedmann und die Grüne mit dem bösen Namensanteil (Göring-Eckardt) das draufdreschen versagt. Dabei stellte der CDU-Mann und Euro-Rettungsgegner Bosbach viel eher klar, dass man die AfD ernst nehmen sollte und sich mit ihr auseinandersetzen sollte. Denn vielleicht kämen sogar gute Ideen von dieser Kleinpartei auf den Tisch. Eine gute Meinung und doch stellt sich für uns die Frage; warum tat das die CDU und FDP nicht schon viel eher?

Um neue Sichtweisen zu begutachten hätte es die AfD nicht gebraucht. Hierfür gibt und gab es längst Parteien. Es hätte ja nicht einmal die böse NPD sein müssen, die im Verdacht steht, enger mit dem Staatswesen der Bundesrepublik zusammenzuarbeiten als es der Partei und dem Staate lieb ist. Es hätte daneben noch andere Parteien gegeben – von den Reps; die sich der AfD nahezu anbiederten; bis hin zur MLPD. Und das, werter Herr Plasberg, nennt sich Demokratie – und Aufklärung. Und somit könnte man den Zuschauer wirklich aufklären, statt Professor Lucke in die Reihen der ewig nicht mehr wechselnden Stamm-Redesendung-Gäste aufzunehmen und sich Scheindebatten zu liefern.

Also auf zum „Faktencheck“ – demnächst dann mit…?

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2 comments on “NPD im Fernsehen
  1. Pingback: Linke und Reps in der AfD | Preußischer Anzeiger

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